Das ist wenig überraschend, denn Libra ist nichts anderes als ein Angriff auf das Währungsmonopol des Staates. Konzerne wollen ihr eigenes Geld herstellen. Bedenklich ist das nicht zuletzt wegen der Macher. Viele Unternehmen sind dabei, die nicht dafür bekannt sind, Skrupel zu haben, wenn sie sich die ganze Branche untertan machen. Und sie arbeiten bei Libra auch noch zusammen.

Am Montag wurden die Libra-Macher deshalb einbestellt: zum Treffen in der so verschwiegenen wie mächtigen Bank der Notenbanken, der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), in Basel. Nachher war zu hören, dass es den Notenbankern vor allem um eines ging: dem Umgang mit der sogenannten Reserve, das ist das Geld, mit dem die Libra gedeckt sein soll. Eingezahlt wird es von den Menschen, die Libra kaufen. Und das Geld in der Reserve ist der Grund, dass Libra überhaupt eine Währung ist. Bestünde es zu 100 Prozent aus Euro, die man auch jederzeit wieder ausbezahlt bekommen könnte, dann wäre Libra eher eine Möglichkeit, Zahlungen abzuwickeln. Dem ist aber nicht so, denn ein Warenkorb verschiedener Währungen ist angedacht. Und auszahlen lassen kann man sich den nach den bislang bekannten Plänen auch nicht.

Die Gespräche sind ein Anfang. Aber wo führt er hin? Hier sind drei Thesen zur Zukunft digitaler Währungen: Den Rest des Beitrags lesen »