Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 13. September 2018

Spalt folgt Treichl 2020 an Spitze der Erste Group

Posted by hkarner - 13. September 2018

Cooling Off??? Das gilt doch nicht für Treichl!

Sowohl im österreichischen Corporate-Governance-Kodex als auch im österreichischen Aktienrecht. Seit 2012 sieht § 86 Abs. 4 Aktiengesetz eine sogenannte Cooling-off-Periode von zwei Jahren vor. Das Verstreichen dieses Zeitraums soll bewirken, dass der Vorstand Abstand zu „seinem“ Unternehmen gewinnt. (hfk)

13. September 2018, 15:03 derstandard.at

Nach langem Nachdenken wird der Aufsichtsrat der Erste Group Bernhard Spalt zum nächsten Chef der Großbank machen

Wien – Der Aufsichtsrat der Erste Group hat am Donnerstag in einer Sitzung entschieden, wer dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Andreas Treichl 2020 nachfolgen wird. Die Wahl fiel auf Bernhard Spalt, einen Juristen, der seit 1991 in der Erste Bank arbeitet. Der 50-Jährige war in diversen Ländern in Führungsfunktionen im Einsatz, zuletzt als Risikochef in der rumänischen Erste-Group-Tochter BCR.

Derzeit ist Spalt Risikovorstand der Erste Bank. Die Entscheidung ist schon seit längerem angestanden. „Es ist eine große Ehre Andreas Treichl an der Spitze der Erste Group zu folgen. Ich sehe für uns als Bank enorme Wachstumschancen, nicht zuletzt wegen der Fokussierung auf die Realwirtschaft in Zentral- und Osteuropa sowie auf innovative Produkte und Dienstleistungen wie unsere digitale Banking-Plattform George“, wurde Spalt in einer Aussendung zitiert.

Andreas Treichl zieht sich nach vielen Jahren an der Spitze der Erste Group in den Vorsitz des Aufsichtsrats der Erste Stiftung zurück. Treichl ist einer der längstdienenden Vorstandsvorsitzenden im internationalen Bankwesen, sein Vertrag wurde zuletzt bis 2020 verlängert. Unter ihm hat die Bank massiv expandiert. Der 66-Jährige wird sich in den Vorsitz des Aufsichtsrats der Erste Stiftung zurückziehen. (gra, 13.9.2018) – derstandard.at/2000087289235/Spalt-folgt-Treichl-2020-an-Spitze-der-Erste-Group

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , | Leave a Comment »

Lehman-Pleite – nach der Krise ist vor der Krise

Posted by egloetzl - 13. September 2018

Kommentar der anderen | Martin Stark, Michael Eigner,

12. September 2018, 15:15 derstandard.at

Das Finanzsystem muss der Gesellschaft dienen, nicht umgekehrt. Liberalisierung und Deregulierung haben ein Machtgefälle erzeugt, das es Märkten aber weiterhin ermöglicht, Entscheidungen zu diktieren

Am 15. September jährt sich die Pleite von Lehman Brothers zum zehnten Mal. Die Kettenreaktion, die darauf folgte, löste ein Erdbeben im globalen Finanzsystem aus. Die Bestürzung über das Ausmaß der sich abzeichnenden Finanz- und Wirtschaftskrise war groß, und Rufe nach einem wirtschaftspolitischen Kurswechsel wurden laut. „Der Markt, der immer recht hat, das ist vorbei! Mit dem Ende des Finanzkapitalismus geht eine Epoche zu Ende“, tönte etwa der französische Präsident Nicolas Sarkozy nur wenige Tage später. Es war die Anerkennung des Offensichtlichen. Die einseitige Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte, die auf Deregulierung, Privatisierung und Abbau des Sozialstaates setzte, führte in das erwartbare Desaster. Bemerkenswert war die Kritik trotzdem. Kam sie doch von einem Verfechter der Politik des blinden Vertrauens in die Marktkräfte. Sarkozy war nicht der Einzige.

Die Hoffnung der politischen Linken auf den schon lange geforderten Kurswechsel währte kurz. Was folgte, war eine beispiellose Machtdemonstration der Finanzelite aus Banken, Ratingagenturen und anderen Vertretern der Finanzindustrie, häufig auch etwas mystifizierend als „die Märkte“ bezeichnet. Ihnen gefiel die Vorstellung von mehr Regulation gar nicht. So mündeten die großen Worte der Politik unmittelbar nach Ausbruch der Krise in politischen Alibiaktionen. Sie sollten den besorgten Bürgern den Eindruck von Problemlösungskompetenz vermitteln, ohne dabei am System zu kratzen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

Education in the Age of Automation

Posted by hkarner - 13. September 2018

Lee Jong-Wha

The race is on between technology and education. The outcome will determine whether the opportunities presented by major innovations are seized, and whether the benefits of progress are widely shared.

SEOUL – As digital technologies and automation have advanced, fears about workers’ futures have increased. But, the end result does not have to be negative. The key is education.

Already, robots are taking over a growing number of routine and repetitive tasks, putting workers in some sectors under serious pressure. In South Korea, which has the world’s highest density of industrial robots – 631 per 10,000 workers – manufacturing employment is declining, and youth unemployment is high. In the United States, the increased use of robots has, according to a 2017 study, hurt employment and wages. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Post-Bank im Eigenbau als Ersatz für Bawag

Posted by hkarner - 13. September 2018

Luise Ungerboeck,12. September 2018, 06:00 derstandard.at

Angesichts erodierender Margen und Nullzinsen sehen Branchenkenner die Partnerschaft zwischen gelber Post und der Fintech Group als Experiment

Einen Namen hat das neue Institut noch nicht. Fest steht nur, dass es 2020 in Betrieb gehen und idealerweise das Wort „Post“ im Namen tragen soll. Denn die von der Österreichischen Post AG und der Fintech Group in Frankfurt zu gründende Bank wird ihren Marktauftritt in mehr als 433 Postfilialen in Österreich haben, mehr als 1300 Postpartner werden einfache Produkte vertreiben.

Ein Kinderspiel wird das Geschäft für den Newcomer auf dem mehr als gut gefüllten Bankenmarkt nicht. „Es kommt sehr auf die Kostenstruktur an“, sagt Finanzprofessor Stefan Pichler von der Wirtschaftsuniversität Wien. „Wenn die Produkte und die Kostenstruktur stimmen, kann es schon funktionieren.“

Ob das mit hunderten de facto beamteten Finanzberatern der Post der Fall sein wird, die bisher im Dienste der Bawag gearbeitet haben (davon rund 150 sind zwischenzeitlich in Pension oder in anderen Positionen beschäftigt), hängt auch vom Businessmodell ab, das Post und Fintech ihrem Joint Venture, an dem jeder 50 Prozent hält, zugrunde legen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

ZEHN JAHRE NACH LEHMAN – EINE ZWISCHENBILANZ

Posted by hkarner - 13. September 2018

Wilfried Stadler, Furche 13/9/2018

Am Montag, dem 15. September 2008, nach mehreren Wochen letztlich vergeblicher Rettungsversuche, stürzte die Pleite von Lehman Brothers, einer der damals größten Investmentbanken der Welt, das internationale Bankensystem in seine tiefste Krise seit den Dreißigerjahren. Die Zahlungsunfähigkeit des noch am Freitag davor als unsinkbares Schiff geltenden Finanz-Kolosses löste eine Kaskade von drastischen Folgewirkungen aus. Das ominöse Datum hat sich auch deshalb tief im kollektiven Gedächtnis eingenistet, weil sich die Finanzkrise gerade in Europa in der Folge zu einer handfesten politischen Krise ausgewachsen hat. Zehn Jahre danach sieht zwar alles wieder sicherer aus – aber eine neue Normalität liegt wohl immer noch in weiter Ferne.

Marktschwankungen und spekulative Ausschläge von Bewertungen nach oben und unten gehörten immer schon zum gewissermaßen normalen Geschehen auf den internationalen Finanzmärkten. In besonderen Situationen wurden daraus handfeste Krisen. Über lange Zeiträume hinweg waren davon vor allem politisch weniger gefestigte Länder wie Argentinien oder Russland betroffen. Was 2008 passierte, betraf jedoch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die über Jahrzehnte als sicher geltenden Staaten des Westens mit ihren hochkomplexen Großbanken.

Bis auf wenige, an einer Hand abzählbare Ausnahmen hatte niemand aus dem Kreis der an den Unis, in den Notenbanken und den Aufsichtsbehörden beschäftigten Ökonomen eine ernsthafte Krise dieses Ausmaßes kommen sehen. Im Gegenteil: das Platzen der „New-Economy“-Kursblase zur Jahrtausendwende war von der Finanzbranche dank der Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Fed so gut weggesteckt worden, dass man sich in einer weitgehend krisenbefreiten Phase ökonomischer Stabilität wähnte. Der damalige Fed-Präsident Ben Bernanke sprach 2006 gar von einer „great moderation“. Dieser Besänftigungs-Modus wurde noch dadurch verstärkt, dass die gerade erst nachgeschärften Regelwerke für das Bankwesen („Basel II“) vermeintlich für eine höhere Sicherheit im Bankwesen sorgten. Mit den modernsten Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung wurde die Einhaltung von Risikogrenzen strenger überwacht als je zuvor. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , | Leave a Comment »

Hungary’s Orban Loses Biggest Ally Ahead of EU Sanctions Vote

Posted by hkarner - 13. September 2018

Date: 12-09-2018
Source: The Wall Street Journal

European center-right establishment signals willingness to endorse censure motion against country over erosion of democratic norms

Hungary’s Prime Minister Viktor Orban rejected accusations he had eroded his country’s rule of law, in a speech at the European Parliament on Tuesday in Strasbourg, France.

STRASBOURG, France—Europe’s center-right establishment on Tuesday unexpectedly dropped its support for Hungarian Prime Minister Viktor Orban over domestic policies it described as anti-democratic, raising the likelihood the country would be censured in the European Parliament.

In a parliamentary debate with Mr. Orban on the rule of law in Hungary, several top EU lawmakers said he had gradually eroded the post-Communist country’s fledgling democracy since coming to power eight years ago.

It was the first time in Mr. Orban’s long-running disputes with the EU that the influential European People’s Party—the largest group in the EU parliament, which includes the party of German Chancellor Angela Merkel—dropped its support for Mr. Orban. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Fortress Europe? The state of the EU

Posted by hkarner - 13. September 2018

Date: 12-09-2018
Source: The Economist

Today the president of the European Commission delivers his last State of the Union speech before the European Parliament. Jean-Claude Juncker will promise larger and more centralised patrols of the EU’s external borders, “solidarity” with southern members bearing the brunt of migration flows, and new development co-operation with African states. To some, this “Fortress Europe” strategy risks undermining the union’s humanitarian responsibilities; others think it a fair response to voters’ concerns.

Europe remains profoundly divided on the subject. Southern members are reluctant to delegate their border regimes to Brussels. Some northern and eastern ones do not want their share of asylum seekers. Parliamentarians are weighing the possibility of suspending some of Hungary’s rights of membership in the EU, as punishment for its harsh treatment of migrants. Meanwhile, north African states are unhappy at hosting transit camps for would-be migrants to Europe. Mr Juncker will stress unity. His prescriptions could illustrate how ambitious that aspiration is.

Posted in Artikel | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »