Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 26. März 2018

Raiffeisen, ein wirtschaftlicher und politischer Machtfaktor

Posted by hkarner - 26. März 2018

Analyse Renate Graber,24. März 2018, 16:00 derstandard.at

Zucker, Mehl und Stärke, Banken, Versicherungen und Medien: Die wahre Stärke des Raiffeisensektors ist seine politischen Vernetzung

Die Macht von Raiffeisen zu vermessen ist keine einfache Angelegenheit. Natürlich, man kann den Genossenschaftssektor, der gerade den 200. Geburtstag seines Gründers feiert, in Zahlen fassen – und die machen was her. Unterm Giebelkreuz versammeln sich rund 1500 Genossenschaften, an die 200.000 Beschäftigte und 500 Beteiligungsgesellschaften. Rund 90 Lagerhaus-Genossenschaften, 433 Raiffeisenkassen, acht Raiffeisenlandesbanken, Raiffeisen Bank International (RBI; in 14 osteuropäischen Ländern aktiv), Zuckerfabriken (Agrana), Molkereien Nöm und Bergland, Beteiligungen am Versicherungskonzern Uniqa, an Baugesellschaft Strabag und Medien wie Kurier, Kronen Zeitung, News, Trend und Profil: Raiffeisen hat sein grünes Netz flächendeckend über Österreich geworfen. So vermessen, ist der grüne Riese, die Genossenschaft, deren Zweck es ist, „den Menschen langfristig Nutzen zu stiften“ (Ex-Generalanwalt Christian Konrad 2005), einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Fragt man hingegen Raiffeisen-Manager und Funktionäre, fällt die Einordnung anders aus. Die Macht des Sektors werde maßlos überschätzt, meinte etwa Ex-RBI-Chef Karl Sevelda. Und Konrad, der als Oberboss (Generalanwalt) bis 2012 als personifizierter Machtfaktor im Lande galt und bis zu 86 Funktionen gleichzeitig innehatte, räumte erst bei seinem Abschied ein, dass er „ein gewisses Maß an Autorität“ habe, man ihm folge, „auch wenn ich nichts anschaffen kann“.

Politisches Schwergewicht

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Der „gefährlichste Mann Europas“ zu Besuch in Wien

Posted by hkarner - 26. März 2018

Jens Weidmann könnte der nächste EZB-Chef werden. Der deutsche Hardliner wird oft angefeindet. Nicht so in Österreich.

Warum wird der deutsche Bundesbank-Chef, Jens Weidmann, mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet? Diese Frage sollte am Montag bei der Verleihung dieses Ordens in der Nationalbank beantwortet werden. Gouverneur Ewald Nowotny meinte aber gleich zu Beginn: „Die Verleihung der Auszeichnung bedarf bei Jens Weidmann eigentlich keiner speziellen Begründung.“ Immerhin sei Weidmann einer der „wichtigsten Notenbanker der Welt“, ein „Freund“ und ein „überzeugter Kämpfer für Europa“.

Also wurde der Orden rasch verliehen, um zum eigentlichen Grund des Termins zu kommen. Jens Weidmann, von Angela Merkel persönlich auserkoren, soll 2019 auf Mario Draghi als Chef der Europäischen Zentralbank folgen. Da kann es nicht schaden, ihn mal live zu erleben – und die Freundschaft zu betonen. Immerhin sitzen Österreich und Deutschland im selben Hartwährungs-Boot. Weder Wien noch Berlin will aus Europa eine Transferunion machen, aber beide wollen den Euro stärken. Die Frage ist nur: wie? Den Rest des Beitrags lesen »

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“Global Britain” Is Already on Its Own

Posted by hkarner - 26. März 2018

Mark Malloch-Brown, a former UN Deputy Secretary-General and British cabinet minister, is Chair of the Business and Sustainable Development Commission, and of Best for Britain, an organization fighting to keep the United Kingdom in the European Union.

British voters‘ decision to leave the EU may have been motivated mostly by domestic issues such as political dysfunction and immigration, but the costs of departure are being felt first on the foreign-policy front. The international response to the recent nerve-agent attack in Salisbury, England, suggests that the costs will be high.

LONDON – British Prime Minister Theresa May has finally had a good crisis. Responding to the nerve-agent attack on former Russian double agent Sergei Skripal and his daughter Yulia in the placid market town of Salisbury, England, May projected strength – including to her fellow European leaders – by demanding that the Kremlin answer for the crime. As a former home secretary, security is clearly her strong suit, and she has now gone a long way toward repairing her tattered authority in Parliament.

Moreover, May also managed to reach an agreement with European Union negotiators on a 21-month transition period for the United Kingdom’s withdrawal from the bloc. And yet, despite May’s personal successes, this week might well be remembered as the moment when the foreign-policy costs of Brexit became clear. Den Rest des Beitrags lesen »

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Menschheitsgeschichte: Das Experiment sind wir

Posted by hkarner - 26. März 2018

Date: 25-03-2018
Source: SPIEGEL Eine Kolumne von Christian Stöcker

Auf den ersten Blick haben sie nichts miteinander zu tun. Doch der Fall Cambridge Analytica, der Uber-Unfall und ein obskurer Fachartikel zeigen: Wir erleben etwas menschheitsgeschichtlich Einzigartiges.

„Die größte Schwäche der Menschheit ist ihre Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen.“

Der Physiker Al Bartlett in „The Essential Exponential!“

Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor – das Beispiel ist nicht von mir: Zwei Personen gehen jeweils 30 Schritte. Person eins macht normale Schritte, eins plus eins plus eins plus eins, und ist anschließend 30 Schritte weit weg. Person zwei hat Supersiebenmeilenstiefel an und macht exponentielle Schritte, sprich: Jeder Schritt ist doppelt so lang wie der vorangegangene. 1 plus 2 plus 4 plus 8 plus 16 und so weiter.

Wie weit kommt Person Zwei in 30 Schritten? Schätzen Sie mal, schnell, ohne Nachdenken oder Hilfsmittel. Den Rest des Beitrags lesen »

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Zum 200. Geburtstag: „Raiffeisen würde im Grab rotieren“

Posted by hkarner - 26. März 2018

Reportage. Nora Laufer24. März 2018, 16:00 derstandard.at

In Niederösterreich wirkte Raiffeisen einst allgegenwärtig, mit dem Bauernsterben brechen den Genossenschaften Mitglieder weg

Wer nach Pöchlarn, eine 5.000-Personen-Gemeinde an der Donau, reist, sieht den Getreidespeicher schon von weitem, der wie ein Denkmal in der hügellosen Landschaft steht. Auf der grauen Wand prangt groß das Giebelkreuz der Raiffeisen. Nur beim genauen Hinsehen erkennt man den verblichenen Schriftzug in Fraktur: „Landwirtschaftliche Genossenschaft Pöchlarn“. Das schwarz-gelbe Logo wirkt in Niederösterreich allgegenwärtig; und doch hat die bröckelnde Fassade des Speichers einiges mit der Entwicklung von Raiffeisen gemein – und den Problemen, über die keiner spricht. Im Schatten des Turms schleppt ein Mann gerade einen Sack Blumenerde aus dem angrenzenden „Lagerhaus“ und winkt, eine ältere Dame plaudert an der Kassa mit einer Mitarbeiterin, nachdem sie Klebeband und Mehl gekauft hat. „Hast du schon gehört …“, beginnt sie einen Satz. Hier scheint jeder jeden zu kennen.  Das landwirtschaftliche Leben wirkt intakt, auf dem Vorplatz werden Maschinen getestet. Und doch schrumpft die Genossenschaft inmitten des Mostviertels: Nach der Gründung stieg die Zahl der Mitglieder 1924 auf einen Rekordwert von 5.000 Personen, mittlerweile besitzen nur noch 3.900 Bauern Geschäftsanteile.

Bauernsterben

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Chinas neuer Zentralbankchef präsentiert sich als Verfechter des Freihandels

Posted by hkarner - 26. März 2018

Chinas neuer Zentralbankchef Yi Gang hat eine weitere Öffnung des Finanzsektors in Aussicht gestellt. Dieser Prozess müsse aber mit einer Fortentwicklung der Regulierung einhergehen, um Risiken vorzubeugen, sagte Yi.

Chinas neuer Zentralbankchef Yi Gang hat eine weitere Öffnung des Finanzsektors in Aussicht gestellt. Dieser Prozess müsse aber mit einer Fortentwicklung der Regulierung einhergehen, um Risiken vorzubeugen, sagte Yi am Sonntag in seiner ersten öffentlichen Rede im neuen Amt. Beide Ziele würden mit gleichem Nachdruck verfolgt.

„Die Geschichte hat gezeigt, dass Bereiche, die offener sind, auch wettbewerbsfähiger sind und Bereiche, die weniger offen sind, weniger wettbewerbsfähig sind und zunehmende Risiken bergen“, sagte Yi. Zu den angestrebten Reformen zählte er auch Änderungen in der Wechselkursermittlung.  Den Rest des Beitrags lesen »

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