Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Green Jobs – Wallner und Glawischnig

Posted by hkarner - 2. März 2018

von Helmut F. Karner, 2. März 2018

„Anständige Ex-Politiker“ in anständigen Jobs bei „unanständigen“ Firmen?

Ermacht seit einem Jahr einen guten Job bei der Erste Group: „Company Transformation and Civil Society Partnerships“.

Stefan Wallner, Ex-Generalsekretär bei der Caritas Österreich, dann ganz wichtig als ordnender Geschäftsführer bei den „Grünen“, als es diese „noch gab“.

Den Zeitpunkt des Abschieds von den Grünen hat er gut getimt, gerade noch rechtzeitig. Der neue Arbeitgeber: Die Erste Gruppe. Andreas Treichl.

  • Um die Sparkassen Töchter, von denen einige (Tirol, NÖ, Sbg) ja wirklich in Troubles waren, „übernehmen“ zu können, hat er 2003 die Sparkassen-Stiftung (um)gegründet. Damit begann die „Sünde“, die dann immer ärger wurde. Wenn ich einmal begonnen habe, komme ich immer weiter in den Strudel. Die Stiftung wurde mit einem Kredit von 1,2 Mrd. (von wem? Von der Erste Bank! Mit Erste Aktien besichert!) kapitalisiert, sie wurde somit zum größten Aktionär der Erste Gruppe (die ursprünglichen >40% wurden durch die Verluste verwässert, liegen jetzt bei 19,5%)
  • Viele Jahre lang war Treichl Vorsitzender der Stiftung und der Erste Group, was allen Good Governance Regeln Hohn spricht. Weder die FMA noch seine AR-Vorsitzenden hat es gestört. Diese Unsauberkeit hat er nach 10 Jahren erst vor etwa 5 Jahren bereinigt. https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2012/12/17/erste-stiftung-treichl-zieht-sich-zuruck/
  • Damit die Stiftung nun ihre Kredite an die Bank zurückzahlen konnte, musste die Bank immer auf Teufel komm raus Gewinne „schreiben“, um Dividenden an die Stiftung ausschütten zu können.
    https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2011/10/23/erste-faces-questions-over-cds-accounting-change/

https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2011/10/10/stellungnahme-des-fohrenbergkreises-zum-dramatischen-verlust-der-erste-group/

https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2011/04/26/die-erste-group-hat-757-mio-e-exposure-in-griechenland/
Die dann doch 2 mal dargestellten Riesenverluste https://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.com/2014/08/01/erste-blutet-mit-einer-milliarde-euro/
kamen, so sagt man, nur nach Intervention der EBA zustande. Die österreichische Nomenklatura kratzt doch einem ehemaligen ÖVP Finanzreferenten kein Auge aus. So hat die FMA nie die Bilanzierung beanstandet, die ÖNB hat der Bank ihr Wahnsinnsexposure von 757 Mio Griechenland Krediten abgekauft, kurz bevor die Banken zum Haircut gezwungen waren. Also sind die Transaktionen der Bank (siehe 3. obigen Link) sozialisiert worden (=weniger Gewinnausschüttung der ÖNB an den Staat)

 

Sie hat die Grünen zu den besten Wahlergebnissen in Österreich geführt. Bis sie von Peter’s Principle eingeholt  krank wurde: Eva Glawischnig. 

Und zu früh oder zu spät die Politik verließ, zum Schaden Ihrer Partei. Nun steht es ihr wohl frei, einen neuen Job zu suchen. Und der ist durchaus anständig: Corporate Responsibility und Sustainability.“

Sie ist dazu durchaus qualifiziert, auch aus ihrem „gelernten Job“ bei Global 2000 abgeleitet. Ist nun Novomatic der beste mögliche Arbeitgeber, in Zeiten wo man von „Employer Branding“ spricht? Nun, wie viele Rest-Grüne heute schäumen, „die machen ihre Gewinne mit Süchtigen“, so einfach ist es nicht. What about die Casinos Austria, mit der ÖVP Vizeparteichefin als Vorstandsdirektorin, dem IOC Mitglied und ÖOC Präsidenten als Ex- Generaldirektor?

Casino-Kapitalismus des Glücksspiels ist ja noch transparenter und klarer als der der Investment-Banken, Hedge Fonds, und dem, was viele Banken (nicht nur die Hypo, die Volksbanken, die Kommunalkredit) auf Grund eines nicht existenten Trennbankensystems alles „getrickst“ haben (siehe oben!). Bis vor kurzem waren die Aktionäre der Casinos Austria ganz „sauber“, von der „Kirchen-Bank“ angefangen.

Die Staatsanwaltschaft hat die Novomatic-Verfahren gegen Grasser, den ehemaligen Novomatic GD Wohlfahrt etc. eingestellt, auch frühere Verfahren 2012. War das Spiel mit „Meinl Europen Land“, Immofinanz, Optioment, WienWert denn was anderes als „Glücksspiel“?Wenn einer ins Casino geht, weiß er wohl, dass er da was riskiert, alles verlieren kann. Ist das bei manchen Finanzinvestments auch so, wenigstens vor MiFID II? Der Unterschied: wenn Finanzinstitutionen im Casino spielen, werden deren Verluste sozialisiert. Bei Glücksspielfirmen bleiben sie privatisiert. Und Herr Graf als Novomatic -Alleineigentümer ist als zweitreichster Österreicher auf der Forbes Liste #194, 7,2 Mrd $ schwer. Ein erfolgreicher und visionsstarker Unternehmer.

Nun: Gambling ist zwar nicht mein Geschmack, als „ethisches Investment“ würde ich es nicht sehen. Aber ist das bei einer freien Wirtschaft zu verbieten? Lieber in Privater Hand als mit dem Staat als Eigentümer. Der stellt ohnehin zu Recht sicher, dass er über Steuern zu seinen Einnahmen kommt!

  • Novomatic hat sich auch immer prominente positive Markenträger geholt: Niki Lauda, Gio Hahn als ehemaliger Vorstand etc., das Novomatic Forum als Kulturträger, von Gusi brauchen wir ja nicht zu reden.

Conclusio: Ethik bzw. Moral sind persönliche Kategorien, und so soll es auch bleiben. Solange die Gesetzmäßigkeit sichergestellt ist. Das gilt sogar für Banken!

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