Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 7. Januar 2018

Langsames Wachstum, schneller Ruin

Posted by hkarner - 7. Januar 2018

orf.on, 7/1

Die Gründer des Club of Rome haben in den 70er Jahren ein Modell geschaffen, mit dem die „Grenzen des Wachstums“, die auf steigenden Ressourcenverbrauch zurückgehen, berechnet worden sind. Ugo Bardi, selbst langjähriges Mitglied des Club of Rome, entwickelt die Thesen des bahnbrechenden Werks weiter und legt mit seinem Buch „Der Seneca-Effekt“ seine neuen Studien zum Thema vor.

Bardi interessiert sich besonders für den Zusammenbruch des antiken Römischen Reiches und die Übertragbarkeit dieses historischen Ereignisses auf die heutige Zeit. Den titelgebenden römischen Philosophen Seneca zitiert Bardi mit dem denkwürdigen Satz: „Das Wachstum schreitet langsam voran, während der Weg zum Ruin schnell verläuft.“ Seneca, im Jahre 4 vor Christus geboren, war zunächst einflussreicher Berater von Kaiser Nero und fiel später in Ungnade. Er sah den Zusammenbruch des Römischen Reiches weit vor seinem tatsächlichen Eintreten voraus.

Wenn man bedenkt, dass Rom im 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gegründet wurde und im 2. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung den Höhepunkt seiner Machtentfaltung erreichte, kann man dem Römischen Reich einen rund tausend Jahre langen Aufstieg attestieren, dem ein nur zwei bis drei Jahrhunderte währender Verfall gegenübersteht – dieses Phänomen nennt Bardi den „Seneca-Effekt“. Doch warum kollabieren komplexe Systeme? Bardi unternimmt den Versuch, den „Seneca-Effekt“ anhand der gegenwärtigen Weltordnung zu prüfen.

„More of the same“ statt Wandel

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Wo ist der Zaster nur geblieben?

Posted by hkarner - 7. Januar 2018

Ob Hypo Alpe Adria oder Bawag: Ein gemeinsames Merkmal aller großen Betrugs- und Korruptionsprozesse in Österreich ist und bleibt das auffällige und seltsame Desinteresse der Justiz am Verbleib des Geldes.

Eine bis heute ungeklärte Frage begleitet alle großen Betrugs-, Untreue- und Korruptionsprozesse der vergangenen Jahre: Warum interessiert sich niemand dafür, wo das verschwundene, verlorene oder veruntreute Geld geblieben ist? Vor allem: Wieso weigern sich Gerichte so hartnäckig, dieser Frage nachzugehen? Vielleicht, weil den Schaden ohnehin die Steuerzahler – beziehungsweise im Fall Bawag die Gewerkschaftsmitglieder – ohne großes Murren begleichen und man sich auf diese Weise das Offenlegen unliebsamer politischer Verwicklungen erspart?

Ein besonders krasses Beispiel dafür war der Prozess um die verschwundenen Bawag-Milliarden, bei dem, wie „Die Presse“ im Jahr 2012 feststellen musste, für die Beschuldigten die Unschulds- und für das Gericht offenbar die Naivitätsvermutung galt.

Lachhafter Unsinn. Zur Erinnerung: Wolfgang Flöttl, erfolgreicher Investor in den Vereinigten Staaten und Sohn eines früheren Bawag-Generaldirektors, hatte von der Bawag viel Geld zwecks spekulativer Vermehrung erhalten. Mit der letzten Tranche, einer Wette auf den Kurs des japanischen Yen, baute Flöttl einen Totalverlust. 1,2 Mrd. Euro von der Gewerkschaftsbank waren weg. Den Rest des Beitrags lesen »

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2018 will be the year that big, incumbent companies take on big tech

Posted by hkarner - 7. Januar 2018

Date: 04-01-2018
Source: The Economist: Schumpeter

Conventional firms have at last got their technology act together

ACCORDING to Ginni Rometty, IBM’s boss, the digital revolution has two phases. In the first, Silicon Valley firms make all the running as they create new markets and eviscerate weak firms in sleepy industries. This has been the story until now. Tech firms have captured 42% of the rise in the value of America’s stockmarket since 2014 as investors forecast they will win an ever-bigger share of corporate profits. A new, terrifying phrase has entered the lexicon of business jargon: being “Amazoned”.

The second phase favours the incumbents, Ms Rometty believes, and is starting about now. They summon the will to adapt, innovate to create new, digital, products and increase efficiency. The schema is plainly self-serving. IBM is itself fighting for survival against cloud-based tech rivals and most of its clients are conventional firms. Yet she is correct that incumbents in many industries are at last getting their acts together on technology.

Enough time has elapsed for even the dopiest to see the threat. It is 11 years since Netflix began streaming video and five since Tesla unveiled the Model S. The evisceration by tech firms of some mid-sized businesses, such as department-store retail, has concentrated minds. Lagging share prices have helped. In 2017 Ford fired its boss, Mark Fields, despite near-record profits. Its board concluded he was complacent about technological change. Den Rest des Beitrags lesen »

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Seit Beginn der Industrialisierung: Menschheit erlebt die drei wärmsten Jahre

Posted by hkarner - 7. Januar 2018

Date: 06-01-2018
Source: SPIEGEL

Das vergangene Jahr hat weltweit einen brisanten Wärmerekord aufgestellt. Klimaforscher sind alarmiert.

Temperaturveränderung von 2017 im Vergleich zum Durchschnitt zwischen 1981 bis 2010: Besonders die Arktis hat sich erwärmt

2017 hat einen Rekord aufgestellt: Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Industrialisierung ohne El-Niño-Phänomen – dieses sorgt alle paar Jahre für einen Wärmeschub aus dem Meer. Zugleich war 2017 das zweitwärmste Jahr seither überhaupt.

Das berichtet das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage ECMWF, das als erstes Institut die meteorologischen Daten des vergangenen Jahres ausgewertet hat.

Den globalen Wärmerekord von 2016, als El Niño herrschte, habe 2017 um 0,1 Grad verfehlt. 2017 war aber dafür 0,1 Grad wärmer als das bisher an zweiter Stelle platzierte 2015 – die drei vergangenen Jahre waren mithin so warm wie nie ein Drei-Jahres-Zeitraum seit Beginn der Messungen.

Einen Sprung gemacht Den Rest des Beitrags lesen »

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In Praise of Hierarchy

Posted by hkarner - 7. Januar 2018

Date: 06-01-2018
Source: The Wall Street Journal By Niall Ferguson

Established, traditional order is under assault from freewheeling, networked disrupters as never before. But society craves centralized leadership, too.

It is a truth universally acknowledged that we now live in a networked world, where everyone and everything are connected. The corollary is that traditional hierarchical structures—not only states, but also churches, parties, and corporations—are in various states of crisis and decline. Disruption, disintermediation, and decentralization are the orders of the day. Hierarchy is at a discount, if not despised.

Networks rule not only in the realm of business. In politics, too, party establishments and their machines have been displaced by crowdfunded campaigns and viral messaging. Money, once a monopoly of the state, is being challenged by Bitcoin and other cryptocurrencies, which require no central banks to manage them, only consensus algorithms.

But is all this wise? In all the excitement of the age of hyper-connection, have we perhaps forgotten why hierarchies came into existence in the first place? Do we perhaps overestimate what can be achieved by ungoverned networks—and underestimate the perils of a world without any legitimate hierarchical structure?

True, few dare shed tears for yesterday’s hierarchies. Some Anglophile viewers of “The Crown” may thrill at the quaint stratification of Elizabeth II’s England, but the nearest approximations to royalty in America have lately been shorn of their gilt and glamour. Political dynasties of the recent past have been effaced, if not humiliated, by the upstart Donald Trump, while Hollywood’s elite of exploitative men is in disarray. The spirit of the age is revolutionary; the networked crowd yearns to “smack down” or “shame” each and every authority figure. Den Rest des Beitrags lesen »

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