Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Draghi: „Sind manchmal ganz knapp am Abgrund vorbeigeschrammt“

Posted by hkarner - 29. Mai 2017

Der EZB-Chef hat sich positiv über die Wirtschaft in der Eurozone geäußert, sieht die Währungsunion aber nach wie vor anfällig.

EZB-Chef Mario Draghi hat sich positiv über die wirtschaftliche Entwicklung in der Währungsunion geäußert. Es gebe einen „deutlichen Aufschwung“. Das Wirtschaftswachstum steige, die Arbeitslosigkeit sei auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken, und die Verbraucher sowie die Unternehmen hätten Vertrauen gewonnen wie in den vergangenen sechs Jahren nicht mehr.

Draghi sieht die Eurozone nach wie vor anfällig. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass sie „in der Krise widerstandsfähig war, aber gleichzeitig manchmal nur ganz knapp am Abgrund vorbeigeschrammt ist“. Deswegen sollte man jetzt „vor Vertragsänderungen nicht zurückschrecken“.

Angesprochen auf die Forderungen des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach u.a. einem eigenen Eurozonen-Budget sagte Draghi im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments am Montag nur, dass „die Zeit des Nachdenkens gekommen ist“. Es müsse klar sein, wie die Zukunft gestaltet werden solle.

Es dürfe keine Angst vor notwendigen Vertragsänderungen geben. „Ein Teil der Schwäche liegt darin, dass das noch nicht vollendet“ sei. Jetzt gehe es darum, voranzukommen. Es sei erforderlich, „über den Tellerrand der Verträge hinaus zu denken“. Dazu brauche es aber auch das Vertrauen zwischen den Staaten.

 

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