Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

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Börsen: Nach Traumstart 2017 droht jetzt der Crash

Posted by hkarner - 3. April 2017

veröffentlicht am 3. 4. 2017 von , trend.at 

Die Börsen sind im ersten Quartal 2017 abgegangen wie die Raketen. Viele Börsen notierend nahe oder am Allzeithoch. Die Bilanz und warum es jetzt an den Börsen kritisch werden könnte.

 Der Dax notiert nahe dem Rekordhoch von 12.390 Zählern vom April 2015. Seit Jahresanfang sprang das deutsche Aktienbarometer um mehr als sieben Prozent in die Höhe. Im vergangenen Jahr betrug der Zuwachs über 23 Prozent. Der MDax, der Index mit den mittelgroßen deutschen Werten, setzte seinen Rekordlauf mit einer neuen Bestmarke fort. Der US-Aktienindex S&P ist ebenfalls in Fahrt. Seit Anfang des Jahres legte dieser um 5,3 Prozent zu.

Die Rallye-Stars seit Jahresbeginn im Überblick:

Die Wertentwicklung seit Beginn 2017:

  • Börse Spanien: 14,3 %
  • Börse Hongkong: 12,7 %
  • Börse Italien: 9,3 %
  • Börse Wien 8,5 %
  • Börse Portugal: 8,3 %
  • Börse Deutschland: 7,5 %
  • Börse Finnland: 6,4 %
  • Börse Frankreich : 6,2 %
  • Börse USA: 5,3 %
  • MSCI Europe: 5,3 %
  • MSCI Welt: 5,8 %

Bewertungen hoch, Crashgefahr ebenso

Alles in Butter? Mitnichten. Experten warnen nach dem steilen Anstieg und der bereits zurückliegenden Börsenhausse der vergangenen acht Jahre vor einer Korrektur. Nicht zuletzt, weil alle Märkte von der Hoffnung auf eine stark anziehende Konjunktur und neue wirtschaftliche Anreize durch den Neo-US-Präsidenten Donald Trump getrieben wurden.

Günther Kastner, Anlagechef von C-Quadrat, beurteilt die Höhe des Kursniveaus an Börsen nach dem starken Anstieg etwa kritisch: „Es ist zwar gut möglich, dass die Übertreibung nach oben noch länger anhält, doch der Wendepunkt wird kommen. Es hängt nur davon ab, wie lange die Anleger die Realität verweigern.“ Nach einem reinigenden Gewitter an den Börsen, will er aber wieder zukaufen. „An Aktien führt auch weiterhin kein Weg vorbei“, resümiert er.

Die DZ Bank warnt ebenfalls bereits: „Die Sorgen um die Wirkung der geplanten US-Politik nehmen zu. Vor diesem Hintergrund sind die Kurse innerhalb der vergangenen Wochen zu stark angestiegen. Die Gewinnschätzungen können bei diesem Tempo nicht mehr mithalten, die Bewertungen sind bereits hoch, die Aktien teuer. Die Chancen für eine Konsolidierung der Börsen stehen nicht schlecht, schließlich droht nun nach dem Ende der Berichtssaison eine nachrichtenarme Zeit.“

Verdächtig geringere Kursschwankungen

Das Bankhaus Krentschker rät ebenfalls zur Vorsicht bei Aktien. Bei aller Euphorie für diese Asset Klasse sei mittlerweile Vorsicht geboten. Auch ein Blick auf die geringen Kursschwankungen an den Aktienmärkten interpretieren die Experten der Bank mehr als Warnung denn als Beruhigung. So befindet sich die Volatilität historisch betrachtet auf äußerst niedrigen Niveau. „Ein Zeichen dafür wie sorglos Anleger derzeit sind.“ Ein Grund sei auch, dass die Anleger von vergleichsweise hohen Dividendenrenditen angezogen werden, „ohne zu hinterfragen, welches Risiko sie bereit sind dafür einzugehen“, warnt Alexander Eberan, Vorstand der Krentschker-Bank.

Vor allem die Entwicklung an den US-Börsen fuße auf den Erwartungen an US-Präsident Donald Trump seine angekündigten Pläne wie die Steuerreform. Reformen. „Die Börsen sind derzeit so vollgepumpt mit Erwartungen, dass auch nur ein geringfügig negatives Abweichen zu einer Korrektur an den Aktienmärkten führen könnte“, so Eberan. Dazu könnte es schon ausreichen, wenn das angekündigte Investitionsvolumens für Infrastruktur nur in einem geringeren Ausmaß sein wird oder die Steuersenkungen nicht die erwartete Höhe erreichen. Das Bankhaus Krentschker geht daher bei seinem Vermögensmanagement antizyklisch vor und schichtet den Aktienanteil ab.

US-Aktien am heißesten

Auch der Schoellerbank wird der Boden bereits an manchen Stellen zu heiß. „Einige Segmente des US-Marktes scheinen überbewertet. Vor allem der breite Leitindex S&P 500 ist „vorausgelaufen“ – nimmt also einige positive Erwartungen vorweg.“

Vielversprechend sind nach Ansicht von Experten dagegen Investments in Asien. „Die Börsen in Asien sind deutlich billiger als die großen westlichen Börsen und bieten langfristig hohe Kurschancen“, erläutert C-Quadrat Investmentprofi Kastner. Die Schoellerbank erachtet die Region ebenfalls als vielversprechend, entsprechend hoch hat die Bank die relative Gewichtung Asiens innerhalb der Aktienkomponente angesetzt. C-Quadrat APM Asian Quality Stocks AMI (ISIN: DE000A0NGJ77) erzielte nur seit Jahresanfang 2017 eine Performance von 8,8 Prozent. Seit Fondsstart im Jahr 2013 betrug das jährliche Plus im Schnitt 5,2 Prozent. China- und Hongkong-Titel sind rund zur Hälfte gewichtet.

Der ebenfalls konservativ angelegte DJE Asia High Dividend (ISIN: LU0374457033) erzielte in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 10,5 Prozent Rendite.
Deutlich mehr Risiko um Performance zu erzielen, geht der BlackRock Asian Growth Leaders ein. Fondsmanager Andrew Swan ist darauf spezialisiert große Unternehmen herauszupicken, die stark wachsen.

 

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