Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 15. März 2017

Sozialforscher: „Es wird ohne Crash leider nicht mehr gehen“

Posted by hkarner - 15. März 2017

Günther Strobl, 15. März 2017, 07:00 derstandard.at

Peter Zellmann sieht den Grund für die Probleme am Arbeitsmarkt in falschen Überschriften und Polit-Entscheidungen

Wien – „Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Sie kommt mit aller Wucht, erfasst alle Bereiche und wird viele der bestehenden Arbeitsplätze vernichten.“ Peter Zellmann, empirischer Sozialforscher aus Wien mit Schwerpunkt Bildung, Lebensstil, Zukunft ist skeptisch, dass der Übergang in die neue Zeit noch auf sanfte Weise gelingen kann. Zu viel sei verabsäumt worden in den vergangenen Jahren. „Es wird ohne Crash leider nicht mehr gehen, davon bin ich jetzt überzeugt“, sagte Zellmann im Gespräch mit dem STANDARD. „Es gibt seit 20 Jahren Hinweise aus allen Wissenschaftsrichtungen auf diese gesellschaftlichen Entwicklungen. Das wurde und wird noch immer von der Politik ignoriert.“ Falsche Überschriften führten quasi in Permanenz zu falschen Entscheidungen.

Digitalisierung statt Entschleunigung

In seinem eben erschienenen Buch „Die Zukunft, die wir wollen. Was den Menschen wirklich wichtig ist“ (Manz-Verlag, 198 Seiten, 21,90 Euro) gibt Zellmann „Denkanstöße“. Mit der Digitalisierung werde kein Problem gelöst, ist eine seiner Thesen: „Das ist die Fortschreibung des immer Gleichen, Business as usual.“ Statt Entschleunigung, die viele Menschen herbeisehnten, finde mit fortschreitender Digitalisierung eine dramatische Beschleunigung statt. Das treffe auf die App am Handy genauso zu wie auf die sich selbst organisierende Fabrik, die deutlich weniger Beschäftigte weit mehr auf Trab hält als früher.

80 Prozent der Menschen klagten in Umfragen bereits jetzt, wesentlich weniger Zeit zur Verfügung zu haben als jemals zuvor – trotz vermeintlich ersparter Zeit dank der vielen unsichtbaren Helferlein. „Grund ist, dass wir immer mehr Erledigungen in immer kürzere Zeitintervalle hineinpacken,“ sagt Zellmann.

Fortschritt nicht verteufeln

Technik verteufeln ist seine Sache nicht. „Es geht um den richtigen Umgang damit. Der müsse gelehrt werden, in der Schule, im Elternhaus, Hauptsache irgendwo. In der Schule aber würden noch großteils Inhalte vermittelt, als ob wir noch im Industriezeitalter lebten. „Wenn wir so weitermachen, haben wir zwar jede Menge Akademiker, aber alle arbeitslos, weil falsch qualifiziert“, sagte Zellmann. Seiner Ansicht nach wird der Großteil der Menschen künftig im Bereich der persönlichen Dienstleistungen eine bezahlte Beschäftigung finden. „Wenn Roboter mit Robotern sprechen und diese teilweise schon in der Pflege zum Einsatz kommen, ist die persönliche Ansprache, das Zuhörenkönnen, der wirkliche Mehrwert, den der Mensch gegenüber Maschinen bieten kann.“ Dazu sei aber ein gerüttelt Maß an Empathie erforderlich – etwas, das aber nirgendwo gelehrt werde.

Ein Beispiel für eine falsche Überschrift, die in der Folge zu falschen Entscheidungen führt, ist die von der alternden Gesellschaft. „Nicht die Gesellschaft altert, sondern die Menschen werden älter“, sagte Zellmann. Das sei nicht nur nicht dasselbe, sondern bedeute für die meisten Lebensbereiche sogar das Gegenteil. Die Menschen seien fitter als früher, pflegebedürftig seien die Menschen in der Regel erst in den letzten vier Lebensjahren, egal wie hoch der Altersdurchschnitt in der Bevölkerung ist. Dass die „Generation Praktikum“, die sich von einer prekären Stelle zur nächsten hangelt, nicht längst revoltiert, liegt laut Zellmann an Eltern und Großeltern: „Viele haben es zu einem gewissen Wohlstand geschafft, davon profitieren die Kinder.“ Und die ticken in der Regel auch anders, wollen mehr teilen als besitzen. (Günther Strobl, 15.3.2017) – derstandard.at/2000054171249/Sozialforscher-Es-wird-ohne-Crash-leider-nicht-mehr-gehen

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Trump will Umweltauflagen für Autoindustrie außer Kraft setzen

Posted by hkarner - 15. März 2017

Die unter Vorgänger Barack Obama von der Umweltbehörde EPA festgesetzten Standards für neue Modelle sollen überprüft werden.

US-Präsident Donald Trump will Auflagen für Spritverbrauch und Emissionen neuer Fahrzeuge außer Kraft setzen. Die unter Vorgänger Barack Obama von der Umweltbehörde EPA festgesetzten Standards für Modelle der Jahre 2022 bis 2025 sollten suspendiert und überprüft werden, sagte ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter am Mittwoch in Washington.

Trump wollte die Aufhebung der Regularien den Angaben zufolge noch im Verlaufe des Tages bei einem Besuch in Detroit, dem Zentrum der US-Automobilindustrie, bekanntgeben. Die Automobilbranche hatte sich im Februar in Briefen an den neuen EPA-Chef Scott Pruitt massiv über die Auflagen beschwert und ins Feld geführt, diese würden zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Wieviel verdienen die Banken durch die Geldschöpfung?

Posted by hkarner - 15. März 2017

Aus dem Infobrief der Monetative.de März 2017

https://www.monetative.de/

Eine Studie der New Economics Foundation und der Copenhagen Business School mit dem Titel „Making money from making money – Seigniorage in the modern economy“ (47 Seiten) unternimmt eine Schätzung, wie viel Geld die privaten Banken durch das Privileg der Buchgeldschöpfung verdienen. Allein für die Schweizer Banken schätzen die Experten mit Einnahmen von 34,8 Mrd. Schweizer Franken zwischen 2007 bis 2016. In einem Vollgeld-System, würden diese höchst bedeutsamen Einnahmen den öffentlichen Kassen zufließen statt den Banken.

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How Much Europe Can Europe Tolerate?

Posted by hkarner - 15. März 2017

 

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Maintaining the Positive Momentum of the Global Economy

Posted by hkarner - 15. März 2017

Posted on by iMFdirect

Lagarde.2015MDPORTRAIT4_114x128By Christine Lagarde

Versions in: عربي (Arabic), Français (French), and Deutsch (German)

Baden-Baden, the German spa town built on ancient thermal springs, is a fitting venue to discuss the health of the global economy during this week’s meeting of the Group of Twenty finance ministers and central bank governors.

Policymakers will likely share a sense of growing optimism, because the recent strengthening of activity suggests that the world economy may finally snap out of its multi-year convalescence. 

Economic prescriptions have played an important part in the recovery, and will continue to do so for some time. Maintaining the positive growth momentum continues to require supportive macroeconomic policies. And the participants at the meetings will need to take action, individually and collectively, to make growth more inclusive and resilient.

Have we reached a turning point? The short answer is yes—at least for now. Growth outturns in the second half of last year were generally solid. Manufacturing and confidence indicators are picking up, and there are signs that global trade volumes are rising along with them. Den Rest des Beitrags lesen »

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Democracy Over Sovereignty in Europe

Posted by hkarner - 15. März 2017

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The Great Eurozone Bounceback

Posted by hkarner - 15. März 2017

Photo of Anatole Kaletsky

Anatole Kaletsky is Chief Economist and Co-Chairman of Gavekal Dragonomics. A former columnist at the Times of London, the International New York Times and the Financial Times, he is the author of Capitalism 4.0, The Birth of a New Economy, which anticipated many of the post-crisis transformations

The eurozone could surprise everyone with a dramatic recovery this year, says Gavekal Dragonomics’ Anatole Kaletsky, so long as populists stay out of power. 

MAR 14, 2017 Project Syndicate

Where in the world would you expect economic growth to accelerate most this year? In my view, the region set to enjoy the most positive economic and financial surprises this year will be the European Union, and specifically the much-maligned eurozone.

Growth in Europe has languished since the 2008 crash for a number of reasons, including delays in agreeing on aggressive monetary and fiscal expansion, similar to America’s.

But a change began, little noticed, two years ago when the European Central Bank launched an even bigger bond-buying program than the US Federal Reserve’s. Den Rest des Beitrags lesen »

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Populism and the Politics of Health

Posted by hkarner - 15. März 2017

March 14, 2017 1:43 pm Krugman Blog

What’s next on health care? Truly, I have no idea. The AHCA is a real stinker, and now everyone knows it; ordinarily, that should doom the legislation. But everyone also knows that starting off the Trump legislative era with the crashing and burning of Obamacare repeal would deeply damage Trump; nobody believes what he says, but if he can’t even ram bills through, people will stop being afraid. So they will pull out all the stops.

But why are Republicans having so much trouble? Health reform is hard; but why were the Dems able to pass the ACA in the first place? I’m seeing a lot of talk about Paul Ryan’s inadequacy and Republican lack of preparation as compared with Pelosi and the Dems in 2009, all of which is true. But there’s a more fundamental issue: who is being served?

Obamacare helped a large number of people at the expense of a small, affluent minority: basically, taxes on 2% of the population to cover a lot of people and assure coverage to many more. Trumpcare would reverse that, hurting a lot of people (many of whom voted Trump) so as to cut taxes for a handful of wealthy people. That’s a difference that goes beyond political strategy. Den Rest des Beitrags lesen »

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Smaller German Firms Rethink Foreign Investments

Posted by hkarner - 15. März 2017

Date: 14-03-2017
Source: The Wall Street Journal

‘Mittelstand’ companies see challenges with political and economic instability in core markets

Bottling-equipment maker Krones is rethinking its overseas plans because of rising uncertainty.

Krones AG, a German packaging and bottling-machine manufacturer, planned to invest up to €20 million ($21.1 million) abroad over the next two years, with a strong focus on China, the U.S. and sub-Saharan Africa.

However, the increased amount of global uncertainty has led Krones to reconsider.

“Firms like us always struggle with making decisions for overseas investments,” said Klaus Gerlach, head of international operations at Krones. “In times like these, this is even more so the case,” he said.

A mixture of political and economic instability in core international markets present a challenge for Germany’s “Mittelstand” firms, or small and medium-size companies. Britain’s Brexit vote, tighter capital controls in China and expected changes to U.S. trade policy are forcing executives of these companies to revise their plans. Some are simply putting investment decisions on hold until further notice. Den Rest des Beitrags lesen »

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