Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Polithygiene in Australien und in Austria

Posted by hkarner - 13. Januar 2017

13.01.2017 | 19:05 | Josef Urschitz (Die Presse)

Australien zeigt, wie man mit Steuerzahlergeld auch umgehen kann.

Australia wird angeblich leicht mit Austria verwechselt. Obwohl es am entgegengesetzten Ende der Welt liegt. Auch mentalitätsmäßig und in Sachen Polit-Hygiene, fügen wir hinzu.

Dort, im fernen Australien, ist gestern die Gesundheitsministerin zurückgetreten. Eigentlich zurückgetreten worden. Die Demission sei „im Interesse der Regierung“, sagte der Premierminister. Denn „als Politiker sollten wir vorsichtig sein und so verantwortlich im Umgang mit dem Geld des Steuerzahlers wie nur irgend möglich“.

Schöne Worte. Aber was um Himmels Willen hatte die arme Ministerin um Steuerzahlergeld ausgefressen? Eine Privatstiftung gegründet und diese ganz gemeinnützig mit Landessubventionen aufgefüllt? Die Staatskasse im Kasino durchgebracht?

Schlimmer: Sie hatte während einer vom Steuerzahler bezahlten Dienstreise an die sogenannte Goldküste des Kontinents auch an einer privaten Silvesterfeier teilgenommen und einen Makler zwecks privaten Wohnungskaufs (mit eigenem Geld) aufgesucht.

Und das geht gar nicht: Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps. Und für Schnaps sind die Steuerzahler nicht zuständig. Da half ihr auch nichts mehr, dass sie einen Teil der Fahrt- und Übernachtungskosten unter dem Titel „Privatanteil“ refundieren wollte.

In St. Pölten wird man ob dieser (zugegeben etwas extremen) Form von politischer Korrektheit wohl verständnislos den Kopf schütteln. Da zeigt ja jede Aussendung der Landesschwarzen in Sachen Stiftungscausa mehr, dass die vorgestrig denkende politische Elite absolut nichts verstanden hat. Das dröhnende Schweigen der in der Landesregierung vertretenen Landesroten und des ebenfalls dort sitzenden Ex-Stronach-Manns, dem der alte Frank offenbar doch keine Werte vermitteln konnte, sagt ja auch einiges. Und die sonst so angriffige FPÖ, die bei mehreren Stiftungs-Subventionen mitgestimmt hat, windet sich wie ein Wurm.

Zum Fremdschämen! Mit diesem politischen Personal wird es nichts mit der Erneuerung Österreichs. Man würde am liebsten auswandern. Australien wäre eine Möglichkeit.

 

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