Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Krisenbanken schraubten Staatsschulden hoch

Posted by hkarner - 9. Januar 2017

09.01.2017 | 12:23 |  (DiePresse.com)

Ende 2015 betrug der Anteil der drei Abbaueinheiten Heta, KA Finanz und immigon am Maastricht-Schuldenstand 28 Milliarden.

Die vom Staat aufgefangenen Krisenbanken Hypo, Kommunalkredit und ÖVAG haben den Steuerzahler in den vergangenen Jahren stark belastet. Zum Jahresende 2015 betrug der Anteil der drei Abbaueinheiten Heta, KA Finanz und immigon am Maastricht-Schuldenstand 28 Milliarden Euro, rechnete Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) in einer parlamentarischen Anfragenbeantwortung vor.

Das Gros entfiel dabei mit 15,1 Milliarden Euro beziehungsweise 4,4 Prozent der Wirtschaftsleistung Österreichs auf die Heta, die Bad Bank der Kärntner Hypo Alpe Adria. Der Anteil der KA Finanz lag bei 10,6 Milliarden Euro bzw. 3,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), jener der immigon bei 2,3 Milliarden Euro beziehungsweise 0,7 Prozent des BIP.

Die Schulden der drei Abbaueinheiten wurden rückwirkend zum Zeitpunkt ihrer Gründung in den Jahren 2009, 2014 beziehungsweise 2015 dem Staat zugerechnet, erklärte der Finanzminister. Bei der KA Finanz waren dies im Jahr 2009 16,2 Milliarden Euro (5,7 Prozent des BIP), bei der Heta 2014 13,8 Milliarden Euro (4,2 Prozent des BIP) und bei der immigon 2015 2,3 Milliarden Euro (0,7 Prozent des BIP). Zusammengerechnet sind dies mehr als 32 Milliarden Euro.

Wenn die Banken fertig abgewickelt sind, soll der Anteil der Abbaueinheiten am Schuldenstand auf Null sinken.

Rekord im dritten Quartal 2015 erreicht

Den Rekord hatte der Staatsschuldenstand, der den Bankenrettungen zuzurechnen war, im dritten Quartal 2015 mit 31,3 Milliarden Euro erreicht. Binnen eines Jahres, bis zum Ende des dritten Quartals 2016, ging der „Bankenpakets“-Schuldenstand um 4,4 Milliarden auf 26,9 Milliarden Euro zurück, wie die Statistik Austria vergangene Woche bekanntgab.

Wie viel Geld durch die Verwertung von verbliebenen Assets hereinkommen soll, sagte der Finanzminister nicht. Dies obliege allein dem Vorstand der jeweiligen Gesellschaft bzw. bei der Heta auch der Finanzmarktaufsicht (FMA).

 

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