Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Der heiße Streit um die kalte Progression

Posted by hkarner - 19. Dezember 2016

19.12.2016 | 18:32 | Josef Urschitz (Die Presse)Urschitz1

Die Steuerstufen gehören an die Inflation gekoppelt – bedingungslos.

Mitte nächsten Jahres wird der positive Effekt der „größten Steuerreform aller Zeiten“ auf den Konsum schon wieder vorbei sein, weil dann die kalte Progression die Nettolöhne wieder entsprechend angeknabbert haben wird.

Kalte Progression? Wollte man diese versteckte, durch Nichtanpassung der Steuerstufen an die Inflation verursachte permanente Steuererhöhung nicht abschaffen? Ist es nicht ein bisschen sehr still geworden um diese vollmundig angekündigte Maßnahme?

Da hätten wir, falls es die Regierung in aller Stille nicht ohnehin schon auf den Spickzettel gesetzt hat, eine kleine Anregung für den Regierungsneustart im Jänner. Die Abschaffung der kalten Progression gehört ganz oben hin in dieses Regierungsprogramm. Und zwar nach Schweizer Muster: Jährliche Anpassung der Steuerstufen an die jeweilige Inflationsrate.

Bisher ist ja typisch österreichisch diskutiert worden: Die ÖVP möchte erst anpassen, wenn der VPI um fünf Prozent gestiegen ist und die Wirtschaft schnell wächst. Die SPÖ möchte das gleich für einen neuen Umverteilungsschub nützen.

Das wäre nur zusätzliche Steuerzahlerpflanzerei: Die kalte Progression ist eine versteckte Steuer, die den Steuerzahlern ungerechtfertigt abgeknöpft wird. Sie gehört gestrichen – ohne Wenn und Aber.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: