Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 14. Dezember 2016

Das Ende der Nullzinsen naht

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

14.12.2016 | 21:41 | Von Karl Gaulhofer und Josef Urschitz (Die Presse)

Die US-Notenbank erhöht den Leitzins leicht auf 0,50 bis 0,75 Prozent. Der Markt nahm den Schritt vorweg: Die Anleiherenditen steigen auf breiter Front.

Es war erst der zweite Streich nach dem Einläuten der Zinswende vor einem Jahr: Die US-Notenbank Fed erhöhte am Mittwochabend wie allgemein erwartet den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt. Von nun an bewegt er sich in einer Bandbreite von 0,50 und 0,75 Prozent. Im kommenden Jahr wollen die Währungshüter drei Mal nachlegen, einmal öfter als noch im September geplant. Auch ihre Prognosen gehen wieder etwas hinauf: Im Mittel erwarten die Direktoren bis Ende 2017 einen Leitzins von 1,4 Prozent, für ein Jahr später 1,8 Prozent.

Schon vor der Sitzung war klar: Die Fed kommt nach ihrem Zögern übers ganze Jahr um diesen Minimalschritt nicht herum. Auch deshalb, weil es neuerdings die Marktteilnehmer selbst sind, die für höhere Zinsen sorgen, durch steigende Renditen bei den Anleihen – in den USA, abgeschwächt aber auch in Europa. Früher oder später müssen die Zentralbanken folgen. Wie ist es zu diesen neuen Spielregeln gekommen?

In den USA zeigt alles in nur eine Richtung: Die Wirtschaft wächst kräftig, auf dem Arbeitsmarkt herrscht fast Vollbeschäftigung. Auch unabhängig davon zieht die Inflation an, weil der Ölpreis wieder steigt. Dazu kommt der „Trump-Effekt“: Der künftige Präsident hat im Wahlkampf steigende Staatsausgaben und zugleich Steuersenkungen versprochen. Bei ausgelasteten Kapazitäten würde diese expansive Fiskalpolitik aber Löhne und Preise treiben. Die Folge: Schon jetzt steigen die Inflationserwartungen. Anleihekäufer verlangen bei längeren Laufzeiten einen Ausgleich des erwarteten Wertverlusts. Kurse fallen, Renditen steigen.

Zeitversetzte Reaktion

Die Notenbank reagiert zeitversetzt. In Sachen Trump will Fed-Chefin Janet Yellen abwarten und „nicht spekulieren, bis es mehr Klarheit gibt“. Offiziell rechnet die Fed weder mit einem Wachstumsschub noch mit einer deutlich anziehenden Inflation. Aber wenn Trump ernst macht, muss Yellen die Zügel stärker anziehen, um den Preisdruck zu dämpfen und einer Überhitzung vorzubeugen. Auch gilt es Blasen zu vermeiden: Die Niedrigzinspolitik hat die Anleger in Aktien und „Betongold“ getrieben. Börsenkurse und Gewerbeimmobilienpreise liegen weit über historischen Mittelwerten – ein Warnsignal. Freilich: Falls die Blase schon da ist, könnten zu abrupte Zinsschritte sie zum Platzen bringen, mit schlimmen Folgen für die Realwirtschaft – wohl mit ein Grund für den sanften Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik.

Allerdings: Die Notenbanken bestimmen das Geschehen nicht mehr wirklich selbst. In den USA ist die Rendite zehnjähriger Anleihen schon im Vorfeld der gestrigen Leitzinsentscheidung von 1,3 auf 2,5 Prozent gestiegen. In Europa hat die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe in wenigen Wochen von minus 0,2 auf plus 0,4 Prozent zugelegt. In der Welt der Anleihen sind das enorme Veränderungen. Der Druck auf die Notenbanken, die Entwicklungen auf dem Markt auch in den Leitzinsen abzubilden, wird also größer. Und: Die Ära der Minuszinsen geht definitiv dem Ende zu. Bei der deutschen Benchmark-Bundesanleihe ist sie bereits Geschichte.

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Budgetkosmetik kann ganz schön teuer sein

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

14.12.2016 | 18:44 | Josef Urschitz (Die Presse)

Kolumne Das Verstecken von ÖBB-Schulden kostete den Bund viele Millionen.

Die Meldung, die am Dienstag in die Redaktionen flatterte, hätte sich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt: Ab 2017, ließen Finanz- und Infrastrukturminister wissen, werde nicht mehr die ÖBB-Infrastrukturgesellschaft die Fantastilliarden für den Bahnausbau auf den Kapitalmärkten ausleihen, sondern die Bundesfinanzierungsagentur. Der Bund bekäme nämlich wesentlich bessere Kreditkonditionen als die Eisenbahn, und das ergebe bis zum Jahr 2035 Einsparungen von 540 Mio. Euro.

Sehr gescheit! Hätte man schon früher machen können, oder? Die ÖBB-Tochter muss ja Jahr für Jahr um die zwei Milliarden ausleihen, um damit im Namen des Infrastrukturministeriums ihre Ausbaupläne zu realisieren, hat dafür also schon einen ganz schönen Schuldenhaufen in zweistelliger Milliardenhöhe angehäuft. Den Rest des Beitrags lesen »

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Better microfinance through agent-intermediated lending

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

Designing microcredit for agriculture: Agent-intermediated lending

Pushkar Maitra, Sandip Mitra, Dilip Mookherjee, Alberto Motta, Sujata Visaria

14 December 2016, voxeu

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EZB verweigert Krisenbank Monte Paschi mehr Zeit für Rettungsplan

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Die Europäische Zentralbank hat es abgelehnt, der Bank Monte Paschi mehr Zeit für die Suche nach Kapital einzuräumen. Die Ratingagentur Moody’s senkte ihre Bewertung für italienische Banken.

Die US-amerikanische Ratingagentur Moody’s blickt pessimistisch auf den italienischen Bankensektor. Die Bonitätswächter senkten ihren Ausblick für die gesamte Branche auf „negativ“ von zuvor „stabil“. Grund sei der steigende Kapitalbedarf der italienischen Finanzinstitute, teilte die Agentur am Dienstag mit. Zudem sei das Vertrauen in die Banken gesunken.

Die italienischen Banken sitzen auf faulen Krediten von rund 360 Milliarden Euro. Die älteste Bank der Welt, Monte dei Paschi, kämpft ums Überleben: Das drittgrößte Institut des Landes muss bis zum Jahresende fünf Milliarden Euro Kapital auftreiben, berichtet Reuters. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Manchurian Cabinet

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

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The IMF is Not Asking Greece for More Austerity

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

Posted on by iMFdirectObstfeld

By Maurice Obstfeld (pictured) and Poul M. Thomsen

Greece is once again in the headlines as discussions for the second review of its European Stability Mechanism (ESM) program are gaining pace. Unfortunately, the discussions have also spurred some misinformation about the role and the views of the IMF. Above all, the IMF is being criticized for demanding more fiscal austerity, in particular for making this a condition for urgently needed debt relief. This is not true, and clarifications are in order.

The IMF is not demanding more austerity. On the contrary, when the Greek Government agreed with its European partners in the context of the ESM program to push the Greek economy to a primary fiscal surplus of 3.5 percent by 2018, we warned that this would generate a degree of austerity that could prevent the nascent recovery from taking hold. We projected that the measures in the ESM program will deliver a surplus of only 1.5 percent of GDP, and said this would be enough for us to support a program. We did not call for additional measures to achieve a higher surplus. But contrary to our advice, the Greek Government agreed with the European institutions to temporarily compress spending further if needed to ensure that the surplus would reach 3.5 percent of GDP. Den Rest des Beitrags lesen »

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Infrastructure Done Right

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

Posted on by iMFdirect

In the face of crumbling bridges and super-low interest rates, many countries are talking and planning to increase spending on infrastructure. And it’s not just about more spending; it’s about smart spending. This is something that the IMF has urged countries to consider for several years, starting with our Fall 2014 World Economic Outlook

Bridges, roads, and highways, along with telecoms, ports and airports are all part of the backbone that supports a country’s growth and the global economy.

Investing in building schools, public housing and hospitals, known as social infrastructure, can provide a powerful impetus for economic activity and jobs in countries. Canada and the United Kingdom have announced and begun plans to invest billions in the coming years to fix and modernize their infrastructure, sorely in need of an upgrade. The incoming U.S. Administration has also indicated its intention to increase investment in infrastructure. Den Rest des Beitrags lesen »

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Will Trump Get Trumped?

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

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The Lessons of America’s Election

Posted by hkarner - 14. Dezember 2016

 

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