Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 5. Dezember 2016

Österreichs Banken verdienten in Osteuropa 17 Milliarden Euro

Posted by hkarner - 5. Dezember 2016

5. Dezember 2016, 14:27 derstandard.at

 25 Milliarden Gewinn seit dem Jahr 2003 stehen acht Milliarden Euro an Abschreibungen gegenüber. Verluste gab es in Slowenien, der Ukraine und Ungarn, die höchsten Profite in Tschechien und Russland

Wien – Seit Jahren wird Österreich für das starke Bankenengagement in Osteuropa international kritisiert. Die Nationalbank hat nun die Jahre 2003 bis 2015 untersucht und kommt zu dem Schluss, dass sich der Gang nach Osteuropa in Summe gelohnt hat: 25 Milliarden Euro haben die Banken dort in dieser Zeit Gewinn gemacht, zugleich mussten sie in ihren Töchtern rund acht Milliarden Euro abschreiben. Österreich habe damit seine alte Aussage „untermauert, dass (der Gang nach Osteuropa) insgesamt nicht gescheitert sein dürfte“, sagte OeNB-Direktor Philip Reading bei der Vorstellung des 32. Finanzmarktstabilitätsberichts am Montag in Wien.

Allerdings fällt die Bilanz je nach Land sehr unterschiedlich aus. In Slowenien, der Ukraine und Ungarn haben Österreichs Banken in Summe Geld verloren, in allen anderen Ländern hingegen verdient. In absoluten Beträgen gab es den höchsten Gewinn mit 8,5 Milliarden Euro in Tschechien vor Russland mit 5,9 Milliarden Euro. Gemessen am eingesetzten Kapital, war Russland am profitabelsten, vor Bulgarien und Serbien. Insgesamt verdienten die heimischen Banken auf ihr eingesetztes Kapital (Return on average assets, RoAA) 0,9 Prozent.

Banken holen bei Eigenkapital auf

Auch sonst stellt die Nationalbank dem heimischen Bankensektor ein positives Zeugnis aus. Reading verwies auf einen deutlichen Aufbau von Eigenkapital bei den österreichischen Banken. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 seien 17 Milliarden Euro dazugekommen. Die Kernkapitalquote liege nun deutlich über 13 Prozent. Auch sei die Lücke zu den anderen Banken kleiner geworden: Vergleichbare Banken in Ost- und Südosteuropa haben nur mehr 0,43 Prozentpunkte mehr Kapital, Banken in der EU 1,18 Prozentpunkte. „Allerdings können sich die Banken nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen“, so Reading. Im ersten Halbjahr 2016 haben die österreichischen Banken 2,9 Milliarden Euro Nettogewinn ausgewiesen, fast zehn Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Das sei allerdings hauptsächlich auf eine Verringerung der Rückstellungen zurückzuführen, der operative Gewinn fiel um ein Viertel, heißt es im Financial Stability Report. Bankensystem immer noch groß Da die operativen Kosten stiegen, die Einnahmen fielen, und das Verhältnis der Kosten zu den Einnahmen verschlechterte sich von 60 Prozent auf 72 Prozent, heißt es im Bericht. Der EU-Schnitt liegt bei 63 Prozent. Einer der Auslöser war die Übertragung des hochprofitablen Osteuropageschäfts der Bank Austria an ihre Mutter Unicredit. Der Bankensektor treibe aber die Restrukturierung voran, die Zahl der Finanzinstitute fiel auf 723 Ende Juni (739 Ende 2015), die Bilanzsumme verringerte sich auf 1.062 Milliarden Euro, das waren 314 Prozent des BIP. Nach diesem Maßstab ist das heimische Bankensystem immer noch größer als der Schnitt der Eurozone (270 Prozent) bzw. der EU (293 Prozent des BIP). (APA, 5.12.2016) – derstandard.at/2000048814897/Oesterreichs-Banken-verdienten-in-Osteuropa-17-Milliarden-Euro

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Gut für Europa: Italien sagt Nein zu Korruption und Nepotismus

Posted by hkarner - 5. Dezember 2016

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Die Ablehnung des Referendums durch die italienischen Wähler ist ein Zeichen demokratischer Reife. Sie haben dem Plan, in Italien im Handstreich ein Mehrheitswahlrecht ohne wirksame Kontrolle einzuführen, eine klare Absage erteilt. Die Finanzmärkte, die ein solches System gerne gesehen hätten, dürfte die Italiener nun abstrafen – mit weitreichenden Folgen für die ganze EU.

Das Referendum über die von Ministerpräsident Renzi vorgeschlagene Verfassungsreform ist gescheitert, und zwar überaus deutlich. Renzi hat um Mitternacht die Konsequenzen gezogen und seine Demission für heute Montag angekündigt. Der Ausgang der Abstimmung und der Rücktritt Renzis werfen Italien in eine politische Krise im Moment einer schweren Bankenkrise.

Las man die Presse im Vorfeld, hätte man meinen können, dass diese Abstimmung über die Zukunft Italiens entscheiden wird. Das Argument, von Renzi selber vorgebracht, lautet, dass nur mit dieser Parlamentsreform die Möglichkeit rascher weiterer Reformen gegeben ist. Nur so könne Italien kompetitiv bleiben, seine strukturellen Defizite beheben und erfolgreich in der Eurozone und in Europa verbleiben. Deshalb hat Renzi wiederholt angedroht, als Ministerpräsident zurückzutreten, falls die Parlamentsreform an der Urne mit einem No zurückgewiesen würde. Den Rest des Beitrags lesen »

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The End of the Anglo-American Order

Posted by hkarner - 5. Dezember 2016

Date: 04-12-2016
Source: The New York Times

For decades, the United States and Britain’s vision of democracy and freedom defined the postwar world. What will happen in an age of Donald Trump and Nigel Farage?

BY IAN BURUMABuruma

One of the strangest episodes in Donald Trump’s very weird campaign was the appearance of an Englishman looking rather pleased with himself at a rally on Aug. 24 in Jackson, Miss. The Englishman was Nigel Farage, introduced by Trump as “the Man Behind Brexit.” Most people in the crowd probably didn’t have a clue who Farage — the leader of the United Kingdom Independence Party — actually was. Yet there he stood, grinning and hollering about “our independence day” and the “real people,” the “decent people,” the “ordinary people” who took on the banks, the liberal media and the political establishment. Trump pulled his face into a crocodile smile, clapped his hands and promised, “Brexit plus plus plus!”

Brexit itself — the decision to withdraw Britain from the European Union, notwithstanding the almost universal opposition from British banking, business, political and intellectual elites — was not the main point here. In his rasping delivery, Trump roared about Farage’s great victory, “despite horrible name-calling, despite all obstacles.” Quite what name-calling he had in mind was fuzzy, but the message was clear. His own victory would be like that of the Brexiteers, only more so. He even called himself Mr. Brexit. Den Rest des Beitrags lesen »

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