Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 30. Oktober 2016

„So wahr uns Gott helfe!“ Weizer Pfingstvision schreibt an den Herrn Kardinal.

Posted by hkarner - 30. Oktober 2016

Veröffentlicht am von

Sehr geehrter Herr Kardinal,

Gestern Abend hat H.C. Strache Sie in einem oe24TV Interview mit Wolfgang Fellner durch ein verkürztes Zitat von Ihnen für seine Flüchtlingspolitik vereinnahmt.

Wenn ein Präsidentschaftskandidat das Wort „Gott“ auf seinen Wahlkampfplakaten missbräuchlich verwendet; wenn ein womöglich zukünftiger Bundeskanzler Angst macht, indem er durch den „ungebremsten Zuzug von Armutsmigranten“ einen Bürgerkrieg in Österreich mittelfristig für möglich erachtet und gestern auch  im selben Interview nach wie vor behauptet, dass in diesem Jahr schon mehr als 100.000 Flüchtlinge nach Österreich gekommen sind, obwohl die Obergrenze von 37.500 nicht erreicht wird; wenn dieser Politiker gerade am Nationalfeiertag eine Strophe aus der Hymne von Ottokar Kernstock zitiert, der auch der Verfasser des Hakenkreuzliedes war….

Dann sollten Sie jetzt wirklich etwas dazu sagen.

Nach dem Bekanntwerden von Hofer´s Wahlplakaten haben evangelische Amtsträger sofort vehement dagegen Stellung genommen.

Meines Wissens hat sich aber außer dem Bischofsvikar Mag. Hermann Glettler noch kein einziger katholischer Bischof in Österreich zu diesen Vorgängen geäußert.

Ich glaube, es wäre jetzt wirklich HÖCHSTE ZEIT dafür!!!!

Pace e bene!

Fery Berger

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Schattenbanken sind ein riesiger Wirtschaftsfaktor

Posted by hkarner - 30. Oktober 2016

30.10.2016 | 10:08 |  (DiePresse.com)

Einer aktuellen AK-Studie zufolge bleibt das Schattenbankensystem auch nach der Finanzkrise wichtig.

Schattenbanken, also Finanzinstitute jenseits von Banken, Versicherungen und Pensionsfonds, sind auch nach der Finanzkrise ein riesiger Wirtschaftsfaktor, vor allem in Europa. Weltweit sind 75,2 Billionen Dollar (68,8 Billionen Euro) in diesem Sektor geparkt, fast die Hälfte davon (48 Prozent) in Europa. Regulierung sei bisher „eher gemächlich und zögerlich“ erfolgt, heißt es in einer AK-Studie.

Acht Jahre nach der Finanzkrise von 2008 sei die Regulierung in Europa „noch nicht annähernd abgeschlossen“, so die Arbeiterkammer-Studie. Die Autoren Lars Bräutigam und Karl Michael Beyer ziehen aus den Entwicklungen den Schluss, dass die EU-Kommission „die Finanzierungsseite von Schattenbankstrukturen sicherer und transparenter gestalten (will), während marktbasierte Kreditvergabeformen unter Duldung oder Missachtung der mit ihnen verbundenen Risiken gefördert werden“. Man müsse davon ausgehen, dass der Schattenbankensektor im europäischen Finanzsystem weiter an Bedeutung gewinnen werde. Seit 2008 habe sein Anteil am gesamten Finanzsektor des Euroraums jedenfalls zugenommen und liege jetzt bei rund einem Drittel. Den Rest des Beitrags lesen »

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Pensioners and Populism

Posted by hkarner - 30. Oktober 2016

Photo of Anatole Kaletsky

Anatole Kaletsky

Anatole Kaletsky is Chief Economist and Co-Chairman of Gavekal Dragonomics. A former columnist at the Times of London, the International New York Times and the Financial Times, he is the author of Capitalism 4.0, The Birth of a New Economy, which anticipated many of the post-crisis transformations of the global economy. His 1985 book, Costs of Default, became an influential primer for Latin American and Asian governments negotiating debt defaults and restructurings with banks and the IMF.

OCT 28, 2016 Project Syndicate

NEW YORK – If Donald Trump loses the US election, will the tide of populism that threatened to overwhelm the world after the Brexit vote in June begin to wane? Or will the revolt against globalization and immigration simply take another form?

The rise of protectionism and anti-immigrant sentiment in Britain, America, and Europe is widely believed to reflect stagnant incomes, widening inequality, structural unemployment, and even excessive monetary easing. But there are several reasons to question the link between populist politics and economic distress.

For starters, most populist voters are neither poor nor unemployed; they are not victims of globalization, immigration, and free trade. The main demographic groups behind the anti-establishment upsurge have been people outside the workforce: pensioners, middle-aged homemakers, and men with low educational qualifications receiving disability payments. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wie Österreichs Banken erwachsen wurden

Posted by hkarner - 30. Oktober 2016

Renate Graber. 29/10 derstandard.atGraber Standard

Österreichs Kreditinstitute waren in den vergangenen Jahrzehnten auf der Hochschaubahn unterwegs. Nun sind sie dabei, sich neu zu erfinden

Er hatte es eilig, der Kunde drängte – und Papier war gerade keines zur Hand. Also holte der Postsparkassenbeamte seinen Bleistift hinterm Ohr hervor und kritzelte seine Rechnung an die Wand des lichtdurchfluteten Kassensaals. So oder so ähnlich wird es wohl geschehen sein, einst, im 1906 fertiggestellten Wiener k. k. Postsparcassen-Amt von Otto Wagner. Doch während die Zeitläufte die Monarchie hinwegfegten und jede Menge Banken von der Bildfläche verschwanden, ist die hingekritzelte Addition heute noch sehen: hinter Glas, im zum Museum umfunktionierten PSK-Kassensaal. Heute ist, wenn schon nicht die Bank an sich, so doch ihr Geschäftsmodell beinah ein Fall fürs Museum. Ein Indiz dafür: Erica. Die gesprächige Dame ist eine virtuelle Betreuerin und soll künftig die Kunden der Bank of America via Handy betreuen, ihnen von sich aus Vorschläge etwa für Veranlagungen unterbreiten. „Sie ist klüger als ein Roboter“, stellte die Digital-Banking-Chefin des Instituts Erica diese Woche vor.

Landung in einer neuen Welt

Ganz so weit sind Österreichs Kreditinstitute noch nicht, aber auch sie müssen sich neu erfinden. Digitalisierung, strenge Regulierungen seit der Finanzkrise, Niedrigzinsen, die Konkurrenz der flinken Fintechs, massiver Kostendruck sind ihr Motor. In den Augen von Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny hat die Etablierung des europäischen Aufsichtssystems über Großbanken der Eurozone (SSM) die „größte Veränderung“ für Österreichs Bankensystem gebracht. Institute wie Bank Austria (Unicredit), Erste Group, Raiffeisen oder Bawag werden ja von der EZB beaufsichtigt, alle Banken unterliegen EU-Standards, etwa bei Eigenkapitalvorschriften oder Governance. „Dadurch sind Österreichs Institute international geworden. Banker leben heute überhaupt in einer völlig anderen Welt als noch vor zehn Jahren“, resümiert Nowotny. Bawag-Personalchef Gerhard Müller untermauert das. Vor zehn Jahren habe man in der damaligen Gewerkschaftsbank Projekte „im Jahreszyklus“ betrachtet, heute gehe es um „Wochen und Monate“. Die Zeit der Fünfjahrespläne sei längst vorbei, „wir denken in Zyklen zwischen einem Jahr und drei Jahren. Die Geschwindigkeit ist atemberaubend.“ Allerdings hat sich gerade die Bawag seit dem Einstieg der Amerikaner 2006 radikal verändert. Osttöchter und Nicht-Banken-Beteiligungen sind verkauft, viele, viele Mitarbeiter eingespart. Heute ist die Bawag die profitabelste Bank des Landes. Anders als sie haben sich ihre Konkurrenten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 bis ins tiefste Osteuropa vorgearbeitet. Sie kehrten dorthin zurück, wo Institute wie Wiener Bankverein oder Creditanstalt (CA) in der Monarchie tätig waren. Und sie kleckerten nicht, sie klotzten. „Wir eröffnen jeden Wochentag eine Filiale“, lautete der Stehsatz bei Raiffeisen.

Krise folgt auf Osteuropa-Boom

„Im Osten herrschte Nachholbedarf, Österreichs Institute haben das genützt. Doch sie waren unvorsichtig, überschätzten das Wachstum“, analysiert Wirtschaftshistoriker Fritz Weber. Lehman-Pleite und Krise seien aber nicht hervorsehbar gewesen, räumt er ein und sieht darin eine Parallele zum Schicksal der Großbanken in der Weltwirtschaftskrise 1929. (Die CA wurde 1931 vom Staat gerettet.) Auch die jetzige Krise forderte ihren Tribut. Die Republik musste die Banken mit Milliarden stützen, Kommunalkredit, Övag, Kärntner Hypo verstaatlichen. Die Überlebenden werteten ihre Osttöchter ab, es hagelte Riesenverluste. „Die Zeit der stürmischen Jugend mit täglicher Filialeröffnung ist vorbei. Österreichs Banken sind erwachsen geworden“, glaubt Nowotny. Jedenfalls schrumpft die Branche. Die Bank Austria tritt ihr Ostgeschäft nach Mailand ab und fährt auf radikalem Sparkurs. Die Volksbanken müssen fusionieren. Raiffeisen schrumpft, konnte sich aber erst zur Fusion von Raiffeisen Zentralbank und Raiffeisen Bank International durchringen. Und die Erste Group will die Sparkassen noch enger an sich binden.

Imageabsturz

Die Landschaftsveränderung in Zahlen aus der Nationalbank-Statistik: Mitte 2016 gab es 618 Banken („Hauptanstalten“) und 4000 Filialen; im Jahr 2000 waren es 841 Hauptanstalten und 4550 Filialen. Und 2015 hatten die Institute 72.600 Beschäftigte (nach Köpfen), 2008 waren es 78.400. Aber wer will überhaupt noch für eine Bank arbeiten? Genau das ist angesichts des Imageabsturzes der Branche ein weiteres Problem. Laut einer Deloitte-Studie ist nur jeder siebente Absolvent eines Wirtschaftsstudiums an einem Bankjob interessiert. „Früher sind die klügsten Leute in Banken gegangen, heute zieht es die in Unternehmen wie Google oder in Fintechs“, weiß Gundi Wentner von Deloitte Human Capital. Dabei suchen Geldhäuser gerade die Innovativen: zum Produkterfinden. Informationen dafür werden aus Daten generiert. Man brauche auch immer mehr Mathematiker, Physiker, Statistiker, die mit riesigen Datenmengen umgehen können, erklärt Erste-Personalchef Markus Posch. Und: „Wer nicht in Daten denken kann, ist in einer Bank am falschen Platz.“ Es war schon lustiger Enormer Innovations- und Einsparungsdruck, unsicheres Umfeld, kaum Vertrauen in die Branche: Auch Bankchefs hatten es schon einmal lustiger. Was muss der CEO von morgen können? Erste-Chef Andreas Treichl, der seit längerem einen Nachfolger für Andreas Treichl sucht: „Er muss flexible Strukturen aufbauen, die sich rasch an demografische Veränderungen anpassen lassen. Und sich mit Forschung beschäftigen, um an Innovationen dranzubleiben. Sitzungen abhalten und schön reden reicht nicht mehr.“ Aber letzteres können ja Erica und ihre Schwestern. (Renate Graber, 29.10.2016) – derstandard.at/2000046638112/Wie-Oesterreichs-Banken-erwachsen-wurden

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„Die neue Verfassung für Italien wurde von JP Morgan geschrieben“

Posted by hkarner - 30. Oktober 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Merkel Renzi CCAm 4. Dezember stimmen die Italiener über eine neue Verfassung ab. Die Befugnisse des Senats bei der Gesetzgebung werden beschnitten. Die Fünf-Sterne-Bewegung kritisiert: Von der Reform profitieren Großindustrie und die Investmentbanken – nicht jedoch die Bürger.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem italienischen Premier Matteo Renzi.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie sind gegen die Verfassungsreform, über die am 4. Dezember abgestimmt wird. Warum?

Riccardo Fraccaro: Diese Reform würde unsere Verfassung radikal ändern. 47 Artikel wären betroffen. Das Prinzip der Souveränität des Volkes wäre bedroht. Unser gleichberechtigtes Zweikammersystem wäre Geschichte. Stattdessen hätten wir ein konfuses System, das allein 10 neue Gesetzgebungsverfahren vorsieht. Ein Mechanismus, wie Kompetenzstreitigkeiten beigelegt werden können, ist nicht vorgesehen. Dies dürfte die Arbeit unseres Verfassungsgerichtshofes, dem es obliegt, derartige Streitigkeiten beizulegen, sehr erschweren. Und dies alles, um jedem Italiener die Kosten für einen Espresso zu ersparen. Wir sprechen also von 90 Cent im Jahr.„Die neue Verfassung für Italien wurde von JP Morgan geschrieben“

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Renzi argumentiert, dass die Regierung dann schneller und effizienter handeln könne.„Die neue Verfassung für Italien wurde von JP Morgan geschrieben“ Den Rest des Beitrags lesen »

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