Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 23. Oktober 2016

Inflation frisst seit 1968 die deutschen Sparguthaben auf

Posted by hkarner - 23. Oktober 2016

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Eine Analyse der Entwicklung der deutschen Sparguthaben in den vergangenen 50 Jahren zeigt: Die deutschen Sparer mussten deutlich öfter Zinsverluste hinnehmen – und haben im Durchschnitt seit 1968 Geld verloren.

Eine Analyse historischer Daten zur Entwicklung der Sparguthaben in Deutschland kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Wie Bloomberg berichtet, haben deutsche Sparer seit 1968 öfter reale Zinsverluste auf ihre Guthaben verkraften müssen, als sie positive Gewinne erzielten. Auffallend ist zudem die hohe Anzahl an Monaten, in denen der Zinsertrag auf Ersparnisse praktisch bei Null lag. Der durchschnittliche reale Zinsertrag seit 1968 ist deshalb negativ. Das Wehklagen über die EZB-Politik ist daher nur teilweise angebracht, weil die radikalen Niedrigzinsen über einen längeren Zeitraum naturgemäß besonders an den Sparguthaben nagen.

„Seit September 1968, als die Bundesbank mit ihren Aufzeichnungen begonnen hatte, waren die realen Zinserträge in 309 Monaten negativ, positiv in 209 Monaten und lagen in 58 Monaten bei null Prozent. In anderen Worten – die deutschen Sparer haben über die größten Strecken der vergangenen 48 Jahre Geld verloren“, schreibt Bloomberg. „Die durchschnittliche Zinsrate in dieser Periode war tatsächlich negativ und lag bei minus 0,16 Prozent.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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An earlier sunny mood about technology and innovation has given way to pessimism

Posted by hkarner - 23. Oktober 2016

Date: 20-10-2016
Source: The Economist: Schumpeter
Subject: Techno wars

THE most striking battle in modern business pits the techno-optimists against the techno-pessimists. The first group argues that the world is in the middle of a technology-driven renaissance. Tech CEOs compete with each other for superlatives. Business professors say that our only problem will be what to do with the people when the machines become super-intelligent. The pessimists retort that this is froth: a few firms may be doing wonderfully but the economy is stuck. Larry Summers of Harvard University talks about secular stagnation. Tyler Cowen, of George Mason University, says that the American economy has eaten all the low-hanging fruits of modern history and got sick.

Until recently the prize for the most gloom-laden book on the modern economy has gone to Robert Gordon of Northwestern University. In “The Rise and Fall of American Growth”, published in January, Mr Gordon argues that the IT revolution is a minor diversion compared with the inventions that accompanied the second industrial one—electricity, motor cars and aeroplanes—which changed lives profoundly. The current information upheaval, by contrast, is merely altering a narrow range of activities.

Now a new book, “The Innovation Illusion” by Fredrik Erixon and Bjorn Weigel, presents a still more pessimistic vision. Messrs Erixon and Weigel write that the very engine of capitalist growth, the creative destruction described by Joseph Schumpeter, is kaput. Aside from a handful of stars such as Google and Amazon, they point out, capitalism is ageing fast. Europe’s 100 most valuable firms were founded more than 40 years ago. Even America, which is more entrepreneurial, is succumbing to middle-aged spread. The proportion of mature firms, or those 11 years old or more, rose from a third of all firms in 1987 to almost half in 2012, and the number of startups fell between 2001 and 2011. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europa, demokratisch gelähmt

Posted by hkarner - 23. Oktober 2016

Date: 22-10-2016
Source: Die Zeit

Der Aufstand Walloniens zeigt: Um den Inhalt geht es beim Streit um Ceta nur am Rande. Die Kleinstaaterei ist eine gefährliche Bedrohung für die EU-Handlungsfähigkeit.

Ausgerechnet Martin Schulz soll Ceta retten. Der EU-Parlamentspräsident vermittelt zwischen der kanadischen Handelsministerin Chrystia Freeland und dem sozialistischen Ministerpräsidenten der Region Wallonien, Paul Magnette. Das ist eine neue, widersinnige Wendung in der an Volten reichen Geschichte des Freihandelsabkommens, das die EU und Kanada eigentlich am Donnerstag unterzeichnen wollten. Schulz war es, der sich vor der Sommerpause gegen die EU-Kommission stellte, die Ceta als rein europäische Zuständigkeit betrachtete. Hätten sich die Hausjuristen von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker damals durchgesetzt, wäre das Europaparlament die einzige demokratische Instanz gewesen, die den Handelsvertrag hätte billigen müssen.

Schulz aber sprang seinem Parteifreund Sigmar Gabriel an die Seite, der schon seit zwei Jahren die Einbindung der nationalen Parlamente forderte, um die Öffentlichkeit für das Freihandelsabkommen zu gewinnen. Das mag aus Gabriels Sicht noch sinnvoll sein. Was aber ist von einem Parlamentspräsidenten zu halten, der sein eigenes Parlament als zweitklassig einstuft und nebenher die Glaubwürdigkeit der anderen europäischen Institutionen ruiniert – alles nur wegen der Parteidisziplin. Den Rest des Beitrags lesen »

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