Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 4. Januar 2016

Starökonom: Sparbuch-Liebe der Österreicher „unangebracht“

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

Interview Andreas Sator, 4. Jänner 2016, 05:30 derstandard.at

Shiller CCDer Nobelpreisträger Robert Shiller sieht Länder im Vorteil, in denen mehr in Aktien investiert wird

STANDARD: Sie sind so etwas wie ein ewiger Mahner. Immer wieder warnen Sie vor Blasen auf den Finanzmärkten. Wie legt jemand wie Sie eigentlich sein eigenes Geld an?

Shiller: Darüber rede ich nur sehr allgemein. Sagen wir so: Ich bin nicht komplett aus Aktien rausgegangen, aber ich habe mein Portfolio zuletzt etwas reduziert. Aktien in den USA sind derzeit hochgepreist. Die Alternativen sind aber noch schlechter. Die Zinsen sind sehr niedrig, und Immobilien sind noch viel teurer. Es gibt aber trotzdem eine nicht zu kleine Möglichkeit, dass es an den US-Börsen bald zu einer Korrektur nach unten kommt.

STANDARD: Die Österreicher tun sich das erst gar nicht an. Kaum jemand hält Aktien, das meiste Geld liegt auf dem Sparbuch. Ist das klüger?

Shiller: Das habe ich schon über Deutschland gehört, das wusste ich nicht. Die Schweizer sprechen aber auch Deutsch und sind da nicht so scheu. Ich denke nicht, dass es nicht angebracht ist, den Banken vollkommen zu vertrauen, denn dort liegt das Geld dann ja, und den Unternehmen, deren Aktien man kauft, gar nicht. Es ist gut für ein Land und eine Volkswirtschaft, wenn die Leute sich Gedanken über Unternehmen machen und Risiken in diesem Feld eingehen. Das hilft, um die Dinge nach vorn zu bewegen.

STANDARD: Sie erwarten in den USA einen Börsencrash. Sind die Anleger schon wieder „unvernünftig überschwänglich“, wie Sie das in einem Ihrer vielen Bücher nennen?

Shiller: Ich denke nicht, dass das die aktuelle Situation treffend beschreibt. Im Moment nenne ich das den „new normal boom“, weil Aktien das Beste sind, was man kriegt, wenn die Zinsen so niedrig sind. Wer Geld verleiht, verdient damit kaum Geld. Vergleicht man die langfristigen Umsätze der Unternehmen in den USA mit ihrem Börsenwert, dann zeigt sich aber, dass das Verhältnis historisch gesehen noch nicht oft so hoch war wie jetzt. Man kann nie wissen, ob es eine Blase gibt, denn dann würde es sie ja gar nicht geben. Aber es schaut derzeit jedenfalls danach aus. Den Rest des Beitrags lesen »

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Italiens Frontalangriff auf Steuerbetrug

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, 4. Jänner 2016, 05:30

Nachdem Apple mehr als 300 Millionen Euro Steuern nachzahlen musste, nimmt Italien auch die Geschäftspraktiken von Google und Amazon ins Visier

Der Kampf gegen die Steuerflucht steht 2016 im Mittelpunkt der Regierungspolitik. Dies versprach Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella bei seiner Neujahrsansprache. Und begründete das Vorhaben damit, dass 2015 dem Fiskus 122 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verlorengingen. Das entspricht 7,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Könnte man die Steuerflucht halbieren, würden 300.000 Arbeitsplätze mehr geschaffen werden. Italien werde 2016 nicht nur die Steuerevasion und die Korruption effizient bekämpfen, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen, ergänzte Regierungschef Matteo Renzi die Präsidentenansprache.

Der Kampf gegen die Steuerevasion wurde bereits im Vorjahr eingeleitet. Nicht nur dass der Fiskus durch die zu Jahresbeginn 2015 von der Regierung Renzi eingeführte Selbstanzeige all jener, die ihr Kapital ins Ausland transferierten und damit dem Fiskus ein Schnippchen schlugen, vier Milliarden Euro einnahm. Die Steuerhinterziehung betrifft vorrangig Freiberufler, Handwerker, Geschäftsinhaber, Kleinunternehmer und multinationale Konzerne. Die italienischen Behörden haben bereits 2015 damit begonnen, verschiedenste Daten abzugleichen. Wie etwa Steuererklärungen und eingetragene Vermögenswerte, wie zum Beispiel Schiffe. 2016 sollen diese Kontrollen weitergehen.

Auch hat die Mailänder Staatsanwaltschaft den multinationalen Hightech-Konzern Apple beschuldigt, rund eine Milliarde Euro Steuern hinterzogen zu haben. Wie in Europa üblich, behauptet Apple, seine Umsätze für das Geschäft in Italien über eine Tochter in Irland abgewickelt zu haben. Laut Ermittlungen der Mailänder Staatsanwaltschaft bei Apple-Händlern ergab sich aber, dass in Wahrheit Apple Italia für die Geschäfte und die Abwicklung verantwortlich war. Der Finanzbehörde zufolge hat Apple Italia in der Berichtszeit einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro verzeichnet, wovon 3,9 Milliarden Euro auf Italien entfielen.

Vergleich mit Apple

Apple konnte sich in Italien bei Telekomprodukten einen Marktanteil von über zehn Prozent sichern. Bis 2013 wurden die iPhones nur von Mobilfunkbetreibern wie Telecom Italia, Vodafone oder H3G verkauft. Die Wachstumssteigerung bei Apple Italia am Heimmarkt geht vorrangig auf den iPhone-Bereich zurück. Apple Italia hatte sich zunächst geweigert, die Steuerschuld zu begleichen. Nun kam es zwischen Apple Italia und der Finanzbehörde zum Vergleich: Apple stimmte zu, 318 Millionen Euro an Steuerschulden zu zahlen. Dies ist zwar weniger als die Hälfte des veranschlagten Betrags. Doch die Finanzbehörde wollte einen Präzedenzfall setzen, der nicht nur in Italien Schule machen soll. Übrigens müssen sich drei Apple-Manager vor Gericht wegen Steuerbetrugs verantworten. Gegenwärtig laufen in Italien auch Ermittlungen gegen Google und Amazon wegen angeblicher Steuerhinterziehungen. Dem Vernehmen nach habe sich Google ebenfalls zum Vergleich von 150 Millionen Euro bereiterklärt, während bei Amazon noch verhandelt werde. (Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, 4.1.2016) – derstandard.at/2000028415395/Italiens-Frontalangriff-gegen-Steuerbetrug

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Italien: Enteignung von Kleinanlegern

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

Steht den Volksbanken Bond-Holders im nicht unwahrscheinlichen Fall der Fälle in Österreich Ähnliches bevor? Nein:

  1. Faymann ist nicht so smart wie Renzi
  2. in Österreich werden es wohl auch die Sparer werden!

(hfk)

 

03.01.2016 | 17:23 | Von unserem Korrespondenten Paul Kreiner (Die Presse)

Die Rettung von vier Volksbanken sorgt für Empörung. Denn Tausende Sparer verloren ihr Geld. Sie haben in Unkenntnis der Risken alles unterschrieben, was der Filialdirektor vorschlug.

Rom. Die Männer platzten mitten in eine Vorstandssitzung. Sie wiesen sich als Bevollmächtigte des Finanzministeriums aus, drückten dem Bankdirektor und seinen Räten die Entlassungspapiere – „mit sofortiger Wirkung!“ – in die Hand und verkündeten: Die Banca Etruria stehe nun unter staatlicher Zwangsverwaltung. Das passierte Mitte Februar 2015. Die kleine toskanische Volksbank war damals zwar schon so gut wie pleite, die Bombe aber platzte erst zuletzt, kurz vor Weihnachten.

Um die Etruria und drei weitere, ähnlich gelagerte Institute zu retten, setzte die Regierung einen radikalen Schnitt: Die vier kleinen, regional tief verwurzelten Volksbanken wurden in ihre guten und ihre schlechten Teile zerlegt, und 12.500 Inhaber nachrangiger Anleihen standen schlagartig mit leeren Händen da. Den Rest des Beitrags lesen »

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China reißt globale Börsen nach unten

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

4.01.2016 | 16:08 | Von unserem KorrespondentenFelix LEE (Die Presse)

In Shanghai stürzten die Aktienkurse um fast sieben Prozent ab. Die chinesische Führung setzte für den Rest des Tages den Handel aus. Danach ging es auch in Europa steil nach unten.

Peking. Es war ein schlimmer Start ins neue Börsenjahr. Am Montagmorgen brach der chinesische Börsenindex Shanghai Composite Index zunächst um mehr als fünf Prozent ein. Daraufhin wurde der Handel für eine Viertelstunde unterbrochen. Als die Kurse nach der Wiederaufnahme weiter nachgaben und der Leitindex auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten fiel, verfügte die Börsenaufsicht den kompletten Handelsstopp. Der Shanghai Composite Index befindet sich nun auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2014.

Die Sorgen um China sowie die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran machten Anleger auch an anderen Aktienmärkten nervös. Der Nikkei in Tokio verlor mehr als drei Prozent. Und auch in Europa sahen die Kurstafeln am Montag tiefrot aus. Besonders schlimm erwischte es den deutschen DAX, der zeitweise um mehr als vier Prozent abrutschte. Es war der schlechteste Start in ein neues Börsejahr seit 1988. Damals hatte der DAX 4,8 Prozent abgegeben. Auch der ATX rutschte ins Minus, die Wallstreet eröffnete ebenso in den roten Zahlen. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Closed Marketplace of Economic Ideas

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

Photo of Federico Fubini

Federico Fubini

Federico Fubini is a financial columnist and the author of Noi siamo la rivoluzione (We are the revolution).

JAN 4, 2016, Project Syndicate

MILAN – Imagine that you fell asleep in 2006 and woke up today. The world economy would be barely recognizable. While you were dreaming of real-estate riches, the United States and Europe were hit by the most crippling financial crisis in almost 80 years, and China’s statist economy swiftly overtook Germany and Japan to become the world’s second largest (and, despite its recent slowdown, is poised to surpass the US).

Given such massive, unexpected shifts, you might be even more surprised by what didn’t change: the way economists think about themselves and their discipline.

To see this, one need look no further than the Ideas.RePEc.org website. RePEc (Research Papers in Economics) arguably provides the closest thing to a credible hierarchy of economists, not unlike the ATP’s rankings of professional tennis players. The site, entirely open and free (thanks to hundreds of volunteers in 82 countries), maintains a decentralized online database of around two million items of economic research, including working papers, journal articles, books, and software. Its index of influence assesses the number of citations for each author, weighted by impact and discounted by citation age (otherwise, Adam Smith and Karl Marx would likely still top the list). Den Rest des Beitrags lesen »

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EU Cohesion Faces New Tests in 2016

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

Date: 04-01-2016
Source: The Wall Street Journal By SIMON NIXON

EU governments will continue to look to Brussels for solutions to crises they are too weak to manage alone, Simon Nixon writes.

One thing that became clear in 2015 is that the forces binding the European Union together continue to be stronger than those threatening to blow it apart. The year saw the EU tested by twin crises that came close to destroying its two most prized achievements: a six-month standoff between a newly elected far-left Greek government and its international creditors that almost ended in Greece’s ejection from the eurozone; and the arrival of more than one million migrants that threatened to trigger the collapse of the EU’s Schengen passport-free travel zone.

Yet the EU has survived both tests. The Greek government dropped its demand for immediate debt relief and accepted an onerous third bailout, which was then approved by an overwhelming majority of the Greek parliament and endorsed by voters in a general election.

Meanwhile, EU leaders committed themselves at a December summit to the creation of a border-security force that could be deployed anywhere in the bloc at the behest of the European Commission, a remarkable transfer of national sovereignty designed to shore up trust in the EU’s common migration rules. Den Rest des Beitrags lesen »

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SMARTPHONES ARE GETTING OUTSMARTED, AND APPS WILL BE THE NEXT TO FALL

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

Date: 02-01-2016
Source: NewsWeek

 Smartphones have gone from novel to nearing obsolescence in only a few short years of existence; the apps that drive them may soon fade from importance as well.

Getting a new smartphone is becoming about as exciting as getting a new refrigerator.

You might’ve noticed this development if you got a new phone over the holidays. Or you will see it if you watch what comes out of the 2016 Consumer Electronics Show. Phones are where laptops were about 10 years ago. The design and purpose are fixed and well-understood, so all that’s left are incremental improvements—making them a little thinner, adding a little more power or coming up with an occasional new feature like Samsung’s notifications along an outer edge. (Be still my heart.)

From now on, all the real innovation will happen outside your phone—in apps, the cloud and other connected devices. “We’re at the cusp of a transition to wanting our technology on us and around us,” Phillippe Kahn, one of the great inventors of mobile technology, told me recently. “Instead of having to carry gadgets, technology will just be there. The more we forget the technology, the better.” Den Rest des Beitrags lesen »

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A Perilous Year for European Unity

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

Date: 03-01-2016
Source: The Wall Street Journal

Terror threat and migrant crisis are just two of many challenges confronting the bloc in 2016

Troubles crowded in on Europe in 2015. In 2016, they could shake the foundations of European economic and political integration.

The conflict in Syria has blown back devastatingly into Europe, spurring terror attacks and a refugee crisis over which policy makers appear to have little influence.

Border controls, viewed as a thing of the past across much of the continent, have been raised at many national frontiers, and leading politicians have acknowledged that the Schengen passport-free travel zone, one of the great successes of European integration, is under threat.

To the east, the Ukraine conflict remains unresolved and Russia’s foreign-policy posture more aggressive than at any time since the end of the Cold War. Den Rest des Beitrags lesen »

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Feeding a Flawed Society

Posted by hkarner - 4. Januar 2016

Photo of Paul R. Ehrlich

Paul R. Ehrlich

Paul R. Ehrlich is Professor of Population Studies, Department of Biological Sciences, Stanford University.

 

Photo of John Harte

John Harte

John Harte holds a joint professorship in the Energy and Resources Group and the Ecosystem Sciences Division of the College of Natural Resources at the University of California, Berkeley.

DEC 30, 2015, Project Syndicate

STANFORD/BERKELEY – Virtually everyone in the scientific community agrees that ensuring sufficient food supplies for a surging human population, which is set to grow by 2.4 billion by mid-century, will require serious work. Indeed, we have not even succeeded at providing enough food for today’s population of 7.3 billion: Nearly 800 million people currently are starving or hungry, and another couple billion do not get enough micronutrients. But there is no such consensus about how to address the food-security problem.

The scientific community is split between two main approaches: “tinker with agricultural details” (TAD) and “mend societal fundamentals” (MSF). While the former approach has support from a clear majority, the latter is more convincing. Den Rest des Beitrags lesen »

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