Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 20. Oktober 2015

Ex-Immofinanz-Chef Petrikovics muss in Haft

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

Na, es gibt ja doch eine vernünftige Interpretation der Untreue in Österreich! (hfk)

20. Oktober 2015, 17:33, derstandard.at

Der Oberste Gerichtshof bestätigt die Untreueurteile gegen Karl Petrikovics und Ex-Aufsichtsratschef Helmut Schwager

Wien – Der Oberste Gerichtshof (OGH) ist der Empfehlung der Generalprokuratur gefolgt und hat am Dienstag die Urteile gegen Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics und den früheren Immofinanz-Aufsichtsratschef Helmut Schwager bestätigt. Petrikovics war 2013 wegen Untreue zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden, Schwager hatte viereinhalb Jahre ausgefasst. Die bedingte Haftstrafe für den früheren Prokuristen Christian Thornton hingegen wurde von 24 auf 15 Monate reduziert, weil keine Bereicherungsabsicht vorlag, wie OGH-Richter Michael Schwab begründete.

Damit hat das Höchstgericht die Nichtigkeitsbeschwerden Petrikovics‘ und Schwagers ebenso verworfen wie die Berufung der Staatsanwaltschaft. Den Gerichtssachverständigen, der sowohl im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft als auch im Hauptverfahren vor Gericht tätig war, befand der OGH für nicht befangen. Die bloße Tätigkeit eines Sachverständigen für die Staatsanwaltschaft mache ihn noch nicht befangen, führte Richter Schwab aus.

Ähnlich hatte Generalanwalt Harald Eisenmenger argumentiert. Eine gute Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden mit dem Gutachter könne „niemals“ Befangenheit bewirken. „Da muss schon etwas Konkretes sein – etwa wenn der Staatsanwalt den Sachverständigen auf Skiurlaub eingeladen hat.“ Zudem habe sich das Straflandesgericht in seinem Urteil auf die gutachterlichen Ausführungen der Hauptverhandlung gestützt, nicht auf die Expertise des Ermittlungsverfahrens. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wie man eine Bank verspielt

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

KommentarAndreas Schnauder20. Oktober 2015, 18:08, derstandard.at

Das rote Wien hat die Bank Austria verschleudert und die Risiken behalten

Es zeichnet sich eine ziemliche Flurbereinigung in Österreichs Bankenlandschaft ab. Dagegen ist angesichts aufgeblähter Strukturen nichts einzuwenden. Völlig überraschend kommt allerdings, dass die Veränderungen im Kreditapparat von der Nummer eins der Branche ausgehen und zur Demontage selbiger führen dürften: Von der Bank Austria bleibt – wenn die vom STANDARD enthüllten Pläne umgesetzt werden – wenig übrig. Das hat auch mit einer beispiellosen Kette an Fehlleistungen der Wiener Stadtpolitik und ihrer befreundeten Finanzprofis zu tun.

Das Bank-Austria-Geschäft mit Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetrieben soll verkauft werden, die Steuerung der Aktivitäten in Osteuropa von Wien nach Mailand abwandern. Genau auf den Verbleib dieser Bereiche in Österreich wurde immer größter Wert gelegt. Der Bank-der-Regionen-Vertrag, als dessen „Hüter“ sich Bürgermeister Michael Häupl einst bezeichnete, wurde der Öffentlichkeit als Garantie für den Erhalt der Universalbank verkauft. Doch Verträge haben manchmal ein Ablaufdatum, der genannte im kommenden Jahr. Den Rest des Beitrags lesen »

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RBI-Chef: Kein Einlenken von Kroatien bei Frankenkrediten

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

20.10.2015 | 12:15 |  (DiePresse.com)

Null Bewegung sieht RBI-Chef Karl Sevelda bei der kroatischen Politik. Zuversichtlicher ist er bei der heimischen Bankensteuer, deren Abschaffung er erneut forderte.

Wenig Chancen sieht der Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), Karl Sevelda, in Kroatien. Die dortige Politik sei bei der Frankenkredit-Problematik null gesprächsbereit, sagte Sevelda, am Dienstag. Die Regierung habe unverhohlen erklärt, dass im Falle der Aufhebung des Gesetzes durchs Verfassungsgericht eben eine Bankensteuer komme; „ihr zahlt’s auf jeden Fall“, sei erklärt worden. Brutto werde die RBI die neue rechtliche Regelung dort 70 Millionen Euro kosten, netto 60 Millionen Euro, „das ist ein schmerzhafter Verlust“. Seitens EZB, EBA und auch Ecofin gebe es  Unterstützung, die RBI selbst habe für Kroatien im dritten Quartal eine Millionen-Vorsorge gebildet, am 12.11. kommen die Q3-Zahlen.

Weitere hohe Kosten, nämlich 90 Millionen Euro im kommenden Jahr alleine für sein Institut, verursacht die heimische Bankensteuer. Deren Abschaffung hat der RBI-Chef im Klub der Wirtschaftspublizisten erneut gefordert. Kredite würden dadurch rechnerisch um 0,16 Prozentpunkte teurer, sagte der Banken-Chef, der aber „guten Mutes für eine Lösung“ ist. Ein erster Schritt in Richtung Komplett-Abschaffung könnte laut Sevelda sein, dass wenigstens die Banken-Zahlungen an den BaSAG-Abwicklungsfonds angerechnet werden, bei der RBI 38 Mio. Euro noch zusätzlich zu den 90 Mio. Euro. Den Rest des Beitrags lesen »

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Österreich: Erdbeben in der Bankenszene

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

20.10.2015 | 18:29 | von Christian Höller (Die Presse)

Die vom US-Hedgefonds kontrollierte Bawag will Teile der Bank Austria kaufen. Damit würde die Bawag im Privatkundengeschäft mit drei Millionen Kunden die Raiffeisen-Gruppe überholen.

Wien. Österreich ist overbanked. In kaum einem anderen Land gibt es so viele Bankfilialen wie in Österreich. Derzeit kommen rund 2000 Kunden auf eine Filiale. „Es sind aber 4000 bis 5000 Kunden notwendig, um eine Filiale wirtschaftlich betreiben zu können“, sagt Bank-Austria-Chef Willibald Cernko. Seit Beginn der Finanzkrise wird über eine Konsolidierung diskutiert. Zwar wurden verlustreiche Banken verkauft oder abgewickelt – wie die Kommunalkredit, das Volksbanken-Spitzeninstitut und die Hypo Alpe Adria. Doch diese waren kaum im österreichischen Privatkundengeschäft aktiv.

Nun soll ein großer Befreiungsschlag erfolgen. Die Initiative kommt ausgerechnet vom amerikanischen Hedgefonds Cerberus, dem die frühere Gewerkschaftsbank Bawag gehört. Cerberus verhandelt mit der italienischen UniCredit über eine Übernahme des Privatkundengeschäfts der Bank Austria. Damit könnte die Bawag die Zahl der Privatkunden auf drei Millionen verdoppeln. Das würde die österreichische Finanzszene auf den Kopf stellen. Die Bawag wäre dann bei Privatkunden sowie kleineren und mittleren Firmen größer als die Raiffeisen-Gruppe, die derzeit 2,86 Millionen Kunden betreut. Den Rest des Beitrags lesen »

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Britain’s love affair with China comes at a price

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

David Cameron is right to treat Xi Jinping with respect but commercial pickings are likely to be thin as China’s economic miracle fades

It is a sobering experience to travel through eastern China with a British passport. Again and again you run into historic sites that were burned, shelled or sacked by British forces in the 19th century.

„The British gamble is that an open-door policy – when the US and the EU reflexively treat Chinese state investors as a threat – will lead to a reciprocal welcome for British firms in China“ 

The incidents are described in unflattering detail on Mandarin placards for millions of Chinese national pilgrims, spiced with emotional accounts of the Opium Wars.

The crown jewel of this destructive march was the Summer Palace of the Chinese emperors outside Beijing, looted of its Qing Dynasty treasures by Lord Elgin in 1860, and burned to ground. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Imaginary Threat of Short-Termism

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

Photo of Mark Roe

Mark Roe

Mark Roe is a professor at Harvard Law School. He is the author of studies of the impact of politics on corporate organization and corporate governance in the United States and around the world.

OCT 20, 2015, Project Syndicate

CAMBRIDGE – The idea that financial markets are too focused on the short term is gaining ground in the media and among academics. And now it is attracting political attention in the United States.

Investors’ obsession with short-term returns, according to the new conventional wisdom, compels corporate boards of directors and managers to seek impressive quarterly earnings at the expense of strong long-term investments. Research and development suffers, as does long-term investment in plant and equipment. Similarly, short-term thinking leads major companies to buy back their stock, thereby sapping them of the cash they need for future investments.

None of this is good news for the economy – at least, it wouldn’t be, if it were real. Upon closer inspection, the supposed negative consequences of investor short-termism appear not to be happening at all. Den Rest des Beitrags lesen »

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SRSS – The New „EU Task Force For Greece“

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

Monday, October 19, 2015, Observing GreeceKastner

The history of the EU Task Force for Greece (TFGR) is a rather sad story, in my opinion. When established in October 2011, its lofty objective was stated to be „a resource at the disposal of the Greek authorities as they seek to build a modern and prosperous Greece: a Greece characterized by economic opportunity and social equity, and served by an efficient administration with a strong public service ethos.“ What a wonderful objective!

I had always likened the Greece/TFGR relationship to a large corporation which gets into serious financial trouble due to complete mismanagement and organizational/structural chaos. Before the corporation goes out of business, it is offered virtually unlimited support from various consulting firms in order to facilitate a complete restructuring and a return to successful operations. And I would have thought that the management and the owners of that corporation would jump of joy and immediately draw on all the resources offered to them. Den Rest des Beitrags lesen »

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The macro-micro conflict

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

Jon Danielsson, Morgane Fouché, Robert Macrae 20 October 2015, voxeu

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Unbeirrt: Ökonomen glauben weiter an die Zins-Wende

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

65 Prozent der Ökonomen in den USA, Europa und Asien rechnen mit einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank noch im Dezember. Das geht aus einer Umfrage der Financial Times hervor. Zuvor hatten mehrere Mitglieder der Fed eine Zinserhöhung im aktuellen Jahr entschieden abgelehnt.

Nach einer Umfrage der Financial Times unter 46 Ökonomen aus den USA, Europa und Asien sind der Ansicht, dass die US-Notenbank bei ihrer Dezember-Sitzung den Leitzins erhöhen wird. Die Aussicht steht im krassen Gegensatz zu den Markterwartungen, die eine Leitzinserhöhung für das kommende Jahr erwarten. Der Optimismus der Ökonomen ist umso bemerkenswerter, als dass auch mehrere Mitglieder der Fed eine Zinserhöhung für nicht nur für unwahrscheinlich halten, sondern ablehnen. Denn die Konjunktur sei noch nicht bereit für diesen Schritt, so die Fed-Mitglieder.

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Bank Austria droht Zerschlagung! – No na!

Posted by hkarner - 20. Oktober 2015

von Helmut F. Karner, 20/10:HFKarner_Foto_by_Eva_Karner_13

Now the rumor-shit-has-hit-the-fan: Noch nichts ist fix, aber über den Verkauf der Retail-Sparte in Österreich an die BAWAG wird schon verhandelt, über den Verbleib des CEE-Geschäftes in Österreich wird ab Auslaufen des „Vertrags der Regionen“ (2016) zu entscheiden sein. Dann wird sich ja auch herausstellen, wie groß die Einschätzung des CEE-Knowhows in Österreich  durch die Konzernzentrale ist.

Betriebswirtschaftlich sind diese Diskussionen kein Wunder: Die Bank Austria macht 70% ihrer Gewinne in der CEE-Region, und das ertragsärmste Geschäft ist das Retail-Banking. Dieses macht übrigens geringfügig weniger in Österreich aus als das des gesamten Volksbanken-Sektors. Verstehen Sie daher das ehemalige (und wohl zukünftige?) Interesse der BAWAG an den Volksbanken? Jetzt ist ja alles aufbereitet: Haftungsverbund, Fusion zu 8+2 (demnächst wohl zu einer einzigen!). Wenn Cerberus versehentlich glaubt, die BAWAG sei dann mehr wert und besser zu verkaufen, dann wollen wir ihnen das gern zugestehen für das Land, das am meisten overbanked ist, unproduktiv im internationalen Ranking, mit die schlechtesten Cost/Income Ratios produzierend.

BA 1H2015

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