Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Volksbank Osttirol: FMA macht Druck

Posted by hkarner - 14. Oktober 2015

Wieder derselbe Stumpfsinn (siehe letzten Absatz!) (hfk)

Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 14.10.2015

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) will Regionalbanken vor überschießender Regulierung schützen.

Von Alois Vahrner

Innsbruck – Mehr als 120 TopBanker aus Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Südtirol kamen gestern in Innsbruck zu einer Informationsveranstaltung der Nationalbank mit FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller. Themen waren u. a. die einheitliche Bankenaufsicht bei der EZB, der einheitliche Abwicklungsmechanismus und das geplante harmonisierte Einlagensicherungssystem.

Gerne hörten die heimischen Banker, die erst letzte Woche wieder die Regelungswut und massive Kostensteigerungen durch neue Vorschriften beklagt hatten, eine Botschaft Kumpfmüllers: „Die Regionalbanken müssen vor komplett vereinheitlichten Regeln geschützt werden.“ Für eine Regionalbank in Tirol könne nicht derselbe Aufwand gelten wie für eine Großbank. Dafür kämpfe Österreich vor allem mit Deutschland und Italien, so Kumpfmüller zur TT.

Die EZB ist für die Prüfung von 126 Großbanken im Euroraum zuständig, davon acht in Österreich. Auch bei diesen Prüfungen sei aber zu 80 % FMA-Personal im Einsatz. Der Aufwand für die FMA sei nicht geringer geworden, sondern sogar gestiegen. Im Euroraum gibt es laut Kumpfmüller zudem 2300 kleinere Banken, davon 1600 in Deutschland und mit 550 ein Viertel allein in Österreich. Es gebe viele nationale Besonderheiten, in Österreich gebe es im Gegensatz zu Frankreich auch keine Kreditklemme.

Seit dem Jahr 2006 sei der für die Banken geltende Gesetzesumfang um 579 % von 660 auf 4478 Seiten explodiert, die Vor-Ort-Prüfungen um 342 %, die Zahl der FMA-Mitarbeiter aber nur um 75 % auf 370 angewachsen, sagt Kumpfmüller.

Eine europäische Einlagensicherung sei noch weit entfernt, vorerst gelte es bis 2019 eine österreichische Lösung zu finden. Es bleiben weiterhin 100.000 gesichert, ein Fonds soll von den Instituten binnen zehn Jahren mit 1,5 Mrd. Euro gespeist werden.

Ein heißes Thema gerade auch in Tirol ist die Neustrukturierung des Volksbanken-Sektors. Die Volksbank Landeck habe man mit Druck dazu bewegt, einer Lösung zuzustimmen, weil sonst die nötige Mehrheit im Sektor nicht zustande gekommen wäre. „Dann hätten wir den ganzen Sektor abwickeln müssen, es gäbe keine Volksbank mehr.“ Weiter einen Alleingang schaffen will die Volksbank Osttirol. Bis Ende Juni 2016 muss die Bank beweisen, dass sie alle Vorschriften einhält, um selbstständig überleben zu können. „Das wird ganz schwierig“, sagt Kumpfmüller. Gelingt das nicht und wird die Volksbank Osttirol nicht vom Sektor aufgenommen, dann werde die Lizenz entzogen. Die Finanzmarktaufsicht könne „niemanden aufhalten, der von der Klippe springen will“.

 

Eine Antwort to “Volksbank Osttirol: FMA macht Druck”

  1. […] (sie hätten von EZB bis Juni 2016 Zeit bekommen!). Und ein weiterer Beweis für die Inkompetenz der FMA, und die verzeifelten unfairen komischen Drohgebärden der Spitzen des Volksbanken Sektors […]

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