Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

McDonald: Manager mit irischem Migrationshintergrund

Posted by hkarner - 14. Oktober 2015

Die ÖVP macht nun ernst. Nach der (falschen*) Wien-Bestellung von Blümel, übrigens höchst demokratisch, folgt ihm ein Schwergewicht. McDonald hat in der SVA managementmäßig außergewöhnliches geleistet, sie zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb umgemodelt (das sage ich als SVA-Zwangsversicherter, der immer höchst unzufrieden war, bis McD seinen Mitarbeitern einen Brainwash verpasst hat). Blümel war ordentlich überschätzt, ein netter junger Bursche, intellektuell nicht auf Höhe; erinnern Sie sich an irgendwas Außergewöhnliches vom „Evolution-Prozess“ (ausser Multimedia Hype)?

*Es hätte Verinka Mickel werden müssen, die vertritt die Basis, und das ungewöhnlich erfolgreich, unkonventionell: aber bei den 9% der ÖVP Wien ist das „eh schon wurscht“! (hfk)

14.10.2015 | 20:36 | Von Oliver Pink (DiePresse.com)

McDonald CCPorträt. Der bisherige Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungen wird Generalsekretär der ÖVP. Ein bürgerlicher Sozialpartner mit gutem Verhältnis zur SPÖ, der nun das ÖVP-Profil schärfen soll.

Der Posten des Vorsitzenden des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger muss nicht der Schlusspunkt einer Karriere sein: Hans Jörg Schelling hielt gestern als Finanzminister seine erste Budgetrede. Und sein Nachfolger im Hauptverband, Peter McDonald (42), wird wie „Die Presse“ schon am Mittwoch berichtete, neuer Generalsekretär der ÖVP.

Peter McDonald – diesen englisch ausgesprochenen Namen wird man in der Öffentlichkeit also noch öfter hören. Sein Vater ist Ire, seine Mutter hatte ihn in den Roaring Sixties in London kennengelernt. Peter McDonald selbst wuchs in Oberösterreich auf, spielte Fußball in der oberösterreichischen Landesliga (SC Hörsching), studierte BWL in Linz und war dort ÖH-Vorsitzender von der ÖVP-nahen Studentenunion. Danach heuerte er beim ÖVP-Wirtschaftsbund an – und traf dort auf einen gewissen Matthias Strolz, mit dem er dann gemeinsam die ÖVP reformieren wollte. McDonald hat nun die Chance dazu. Strolz nicht mehr – er ist heute Chef seiner eigenen Partei.

Peter McDonald – wie Strolz quirlig und kommunikativ – wurde Direktor des Wirtschaftsbunds und geschäftsführender Obmann der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA). Dort fiel er mit einem Konzept auf, das vorsah, dass der Versicherte mit dem Arzt Gesundheitsziele vereinbart – und sich bei Erreichen derselben der Selbstbehalt reduziert. Auf solche Präventionskonzepte sollte er dann auch als Hauptverbandschef setzen. Für Aufsehen sorgte McDonald im Sommer, als er laut darüber nachdachte, die Zahl der ineffizienten Kuraufenthalte zu reduzieren. Diese seien nicht viel mehr als ein „subventionierter Gratisurlaub“, erklärte er. Vor allem die Sozialdemokraten waren empört.

Dabei kann McDonald mit diesen grundsätzlich ganz gut. Er wurde auch mit deren Stimmen zum Hauptverbandschef gewählt. McDonald ist ein in der Wolle gefärbter Sozialpartner, ein Mann des Kompromisses. Von liberalen Vorstellungen wie einer Versicherungspflicht statt einer Pflichtversicherung hält er gar nichts. In einem „Presse“-Interview meinte er einmal: „Ich finde die Idee der Sozialversicherung genial. In der Sozialversicherung steckt, wenn Sie so wollen, das Vermögen der Österreicher. Anderswo wird das Geld ins Vorsorgesparen gesteckt.“ Ein Sozialdemokrat hätte das nicht schöner formulieren können.

Als Vorbild nennt Peter McDonald Julius Raab. Dieser sei „ein ideologischer Brückenbauer“ gewesen. So sieht sich der Vater von vier Kindern auch selbst. Allerdings: Nun ist weniger ideologisches Brückenbauen hin zum sozialdemokratischen Koalitionspartner gefragt als vielmehr das Schärfen des Profils der eigenen Partei, der ÖVP.

 

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