Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 8. Oktober 2015

Deutsche Bank mit Rekordverlust

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

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Die Deutsche Bank erwartet für das dritte Quartal einen Verlust von 6,2 Milliarden Euro. Die Verluste gehen hauptsächlich auf Abschreibungen im Privatkunden- und Investmentbanking-Geschäft zurück.

Deutsche Bank CC1

Die Deutsche Bank erwartet Belastungen, die das Ergebnis des 3. Quartals 2015 beträchtlich beeinflussen werden. In einer aktuellen Mitteilung heißt es:

„Eine Abschreibung des gesamten Geschäfts- oder Firmenwerts und bestimmter immaterieller Vermögenswerte in Corporate Banking & Securities (CB&S) und Private & Business Clients (PBC) von rund 5,8 Mrd Euro. Dies ist vor allem bedingt durch den Einfluss, den höhere regulatorische Kapitalanforderungen auf die Bewertung dieser Bereiche haben, sowie durch die derzeitigen Erwartungen hinsichtlich der Veräußerung der Postbank.

Eine Wertminderung auf den Buchwert der Beteiligung von 19,99%, welche die Deutsche Bank an Hua Xia Bank Co. Ltd. (Hua Xia) hält, in Höhe von rund 0,6 Mrd Euro. Hierin spiegelt sich eine Wertüberprüfung wider, die dadurch ausgelöst wurde, dass die Bank diese Beteiligung nicht länger als strategisch betrachtet.

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten von rund 1,2 Mrd Euro, wovon ein Großteil voraussichtlich steuerlich nicht absetzbar ist. Die endgültigen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Quartal können durch weitere Ereignisse vor Schließung der Bücher und Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal beeinflusst werden.

Die Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und immaterieller Vermögenswerte sowie der Hua Xia-Beteiligung werden keinen signifikanten Einfluss auf die regulatorischen Kapitalquoten der Deutschen Bank haben. Die Deutsche Bank erwartet derzeit zum Ende des dritten Quartals eine harte Kernkapitalquote (CET1) bei vollständiger Umsetzung der CRR/CRD4 Vorschriften von rund 11%. Hierbei sind erstmals die Vorschriften der European Banking Authority (EBA) zur „Prudential Valuation“ berücksichtigt.

Auf der Basis dieser Belastungen erwartet die Deutsche Bank, für das dritte Quartal 2015 einen Verlust vor Steuern von rund 6,0 Mrd Euro und einen Verlust nach Steuern von 6,2 Mrd Euro auszuweisen. Für die ersten neun Monate erwartet die Bank einen Verlust vor Steuern von rund 3,3 Mrd Euro und einen Verlust nach Steuern von 4,8 Mrd Euro. Den Rest des Beitrags lesen »

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Studie: Steuerliche Entfesselung der Länder

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

08.10.2015 | 17:26 |  (Die Presse)

Sollen die Länder ihre eigenen Steuern einheben dürfen? Ja, sagen die Ökonomen Franz Schellhorn und Christian Keuschnigg: Steuerwettbewerb wäre für Bürger und Staat von Vorteil.

Wien. Man wird ja wohl noch rechnen dürfen, haben sich die Ökonomen Franz Schellhorn (Agenda Austria), Christian Keuschnigg (Uni St. Gallen) und Simon Loretz (IHS) wohl gedacht – und ein gar revolutionäres Steuerkonzept für Österreich kalkuliert: „Steuerliche Entfesselung der Länder“, könnte man es nennen – in grober Anlehnung an den Ex-ÖVP-Chef Michael Spindelegger, dessen Partei einer Steuerautonomie der Länder ja tatsächlich aufgeschlossen gegenübersteht.

Darum geht es im Konzept von Schellhorn, Keuschnigg und Loretz: Die Länder sollen einen Teil der Steuerhoheit bekommen, um eigene Einnahmen zu erzielen. Gleichzeitig soll sich der Bund zurückziehen – ohne Einbußen zu haben. Denn die Länder sollen sich über die selbst festgesetzten Steuern nur holen, was sie derzeit per Finanzausgleich ohnehin erhalten. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Mirage of Structural Reform

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

Photo of Dani Rodrik

Dani Rodrik

Dani Rodrik is Professor of International Political Economy at Harvard University’s John F. Kennedy School of Government. He is the author of One Economics, Many Recipes: Globalization, Institutions, and Economic Growth and, most recently, The Globalization Paradox: Democracy and the Future of the World Economy.

OCT 8, 2015, Project Syndicate

ATHENS – Every economic program imposed on Greece by its creditors since the financial crisis struck in 2009 has been held together by a central conceit: that structural reforms, conceived boldly and implemented without slippage, would bring about rapid economic recovery. The European Commission, the European Central Bank, and the International Monetary Fund anticipated that fiscal austerity would be costly to incomes and employment – though they significantly underestimated just how costly. But they argued that long-delayed (and much-needed) pro-market reforms would result in a compensatory boost to the Greek economy. Den Rest des Beitrags lesen »

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BURYING THE DOCTRINE OF ONE MORE HELICOPTER – US STRATEGY IN THE MIDDLE EAST IS DYING, ALONG WITH ITS AUTHORS, JIMMY CARTER AND ZBIGNIEW BRZEZINSKI; VLADIMIR PUTIN, BASHAR AL-ASSAD GET TO DANCE ON THEIR GRAVES, DAVID BEN-GURION TOO

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

Dances with Bears, John Helmer, Moscow 8/10Helmer

“I wish I had sent one more helicopter to get the hostages,” former US president Jimmy Carter said at one of his farewell appearances in Atlanta recently, “and we would’ve rescued them, and I would’ve been re-elected.”

Compared to his predecessors and successors Carter was intellectually superior. He also didn’t suffer from the corruption of Bill Clinton, the untruthfulness of Barack Obama. But unlike all of them, Carter had an inferiority complex. It started with his career mentor, the Polish Jewish admiral Hyman Rickover, and ended with his national security advisor, the Polish Catholic Zbigniew Brzezinski. Their combination has produced the eventual destruction of the US positions in Afghanistan, Iran, Iraq, Libya, Egypt, Yemen, and these days, Syria.

The other side to Carter’s complex is Carter’s and Brzezinski’s wishful thinking. Not their misjudgements have brought these defeats about, they say aloud. Why, they weren’t defeats at all, but victorious strategies missing just one increment of the force multiple, and costing the US little blood, affordable treasure. One more gunship in the sky, and their triumph would have been recognized for what it was. That’s to say, what they in their dodders [1] think it was. Den Rest des Beitrags lesen »

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Who does the state work for? Geopolitical considerations in the organization of (global) finance

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

Tijo Salverda [University of Cologne, Germany]
2015

Abstract
States acting as lenders of last resort in the aftermath of the 2007/2008 financial crisis clearly illustrated the central role that states have in the operations of financial markets. Despite their active roles, however, states continue to be presented as passive actors that dance to the tunes of the financial markets. This paper, however, takes a close look at how states’ geopolitical concerns influence financial regulation. States are perceived as serving the interests of their citizens, yet future rescue operations (as lenders of last resort) at the costs of the taxpayers remain a strong possibility – in particular, Too Big To Fail (TBTF) banks persist and their leverage-ratios have not greatly improved. To better understand why this is the case, this paper argues that geopolitical concerns influence the triangular relationships between the (democratic) state, the financial sector, and the state’s citizens (and taxpayers) in favour of the financial sector. Accordingly, the paper argues that we should more explicitly ask ‘what drives states (and politics) in their approaches to finance?’

Full Text: Salverda71

Thanks to H.F.

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BESSER ANSTÄNDIG ALS SCHLAU

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

FURCHE-Kolumne 175 , 8/10. Wilfried Stadler  Stadler cc 2

Wie schlau: eine Spezialsoftware erkennt, ob das Diesel-Fahrzeug auf dem Prüfstand steht und verhilft zu wunderbaren Emissionswerten, die über den Schadstoffausstoß im Echtbetrieb hinwegtäuschen. Jahrelang hat sich dieser technische Trick bewährt. Seine Anwendung kam ins Standardrepertoire immer neuer Bauserien, quer durch den Konzern. Zuletzt dachten sich die Entwicklungsabteilungen wohl nicht mehr viel dabei. 

Was jedoch vor einem Jahrzehnt noch als grenzwertiges Regel-Vergehen eingeordnet worden wäre, gilt heute schlicht als Betrug. Eine durch die Finanzkrise sensibilisierte Öffentlichkeit verzeiht keine Regeltricksereien mehr, die auf Kosten der Allgemeinheit oder der Umwelt gehen. Die materiellen Folgekosten für den Konzern sind so immens wie der Imageschaden. Dazu kommt eine industriepolitische Niederlage der deutschen Autoindustrie gegenüber den amerikanischen Mitbewerbern.

Dass Größenphantasien den Maßstab für korrektes Handeln außer Kraft setzen, hatte Konzernchef Ferdinand Piech schon früher öffentlich unter Beweis gestellt. In den Neunzigerjahren kaufte er sich Opel-Chefeinkäufer Ignazio Lopez, dessen Methoden ihn damals zum Schrecken der Zulieferindustrie machten, mitsamt Begleitteam und Betriebsgeheimnissen. Nach einem teuren Rechtsstreit und viel medialer Aufregung flossen zwar Vergleichszahlungen, letztlich aber galt der Aggressor bei den Medien und Aktionären als Sieger. Den Rest des Beitrags lesen »

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Beijing Versus the Billionaire

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

Photo of Sin-ming Shaw

Sin-ming Shaw

Sin-ming Shaw, a former fellow at Oxford University, was, most recently, a visiting scholar at the University of Michigan in Ann Arbor.

OCT 7, 2015, Project Syndicate

BANGKOK – China’s government and Hong Kong’s wealthiest man, the much-admired Li Ka-shing, have been waging an acidic spat – one that increasingly looks like a bitter divorce being played out in tabloid newspapers. Indeed, Chinese media have lately been directing a relentless stream of vitriol at Li. His “crime”? Buying low in Europe and selling high in China – that is, acting like an investor.

The trigger for this wave of scorn was Li’s sell-off of some of his prime Shanghai properties, after relocating his corporate registry from Hong Kong to the Cayman Islands. This is a completely mundane and rational business decision, aimed at minimizing tax obligations. Indeed, some 70% of all Hong Kong-listed companies have a Caribbean registry, and even a number of major mainland companies, including the Internet giant Alibaba, are registered in offshore tax havens. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bernanke: Es hätten mehr Banker ins Gefängnis gesteckt werden sollen

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

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Der ehemalige Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, sagt, dass die Prozesse nach der Finanzkrise 2007/08 sich gegen Top-Banker und nicht gegen Banken hätten richten müssen. Schließlich könne man Individuen ins Gefängnis stecken, doch bei Finanzinstituten gehe das nicht. Die Banker seien ungeschoren davon gekommen.

BernankeDer ehemalige Fed-Chef Ben Bernanke richtet sich gegen die weitgehend anonymen Top-Banker, die die Finanzkrise 2007/08 ausgelöst haben sollen.

Ex-Fed-Chef Ben Bernanke sagt in einem Interview mit CNBC im Zusammenhang mit der Finanzkrise 2007/08 und den Ermittlungen gegen Banken: „Mir wären mehr Ermittlungen gegen einzelne Personen und deren Handeln lieber gewesen, denn alles, was schief gelaufen ist oder illegal war, war offensichtlich das Werk eines Einzelnen, nicht das einer abstrakten Firma.“ Seiner Ansicht nach, hätten die US-Behörden schärfer gegen Top-Manager von Banken vorgehen müssen. Daher hätten auch Führungskräfte hinter Gittern gehört, so Bernanke.

Allerdings weist er den Hinweis, wonach die Fed hätte mehr gegen die Top-Manager machen müssen, zurück. Schließlich sei die Fed keine Strafverfolgungsbehörde. „Das US-Justizministerium ist verantwortlich für derartige Sachen. Und sehr viele Anklagen richteten sich gegen Finanzinstitute und nicht gegen Personen. Aber sie können Finanzinstitute nicht ins Gefängnis stecken, Personen schon“, so Bernanke. Den Rest des Beitrags lesen »

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Volkswagen and the Future of Honesty

Posted by hkarner - 8. Oktober 2015

Photo of Peter Singer

Peter Singer

Peter Singer is Professor of Bioethics at Princeton University and Laureate Professor at the University of Melbourne. His books include Animal Liberation, Practical Ethics, One World, The Ethics of What We Eat (with Jim Mason), Rethinking Life and Death, The Point of View of the Universe, co-authored with Katarzyna de Lazari-Radek, and, most recently, The Most Good You Can Do. In 2013, he was named the world’s third „most influential contemporary thinker“ by the Gottlieb Duttweiler Institute.

OCT 7, 2015, Project Syndicate

PRINCETON – If you used the term “business ethics” in the 1970s, when the field was just starting to develop, a common response was: “Isn’t that an oxymoron?” That quip would often be followed by a recitation of Milton Friedman’s famous dictum that corporate executives’ only social responsibility is to make as much money for shareholders as is legally possible.

Over the next 40 years, however, businesspeople stopped quoting Friedman and began to talk of their responsibilities to their companies’ stakeholders, a group that includes not only shareholders, but also customers, employees, and members of the communities in which they operate.

In 2009, an oath circulated among the first class of Harvard Business School to graduate after the global financial crisis. Those who took it – admittedly, a minority – swore to pursue their work “in an ethical manner” and to run their enterprises “in good faith, guarding against decisions and behavior that advance my own narrow ambitions but harm the enterprise and the societies it serves.” Den Rest des Beitrags lesen »

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