Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Nach den kristallklaren Aussagen des Föhrenbergkreises zur Finanzwirtschaft aus dem Jahr 1999 gibt es jetzt einen neuen Arbeitskreis zum Thema.

Archive for 27. Februar 2012

Das ÖVAG Desaster hat mehrere Väter/Mütter

Geschrieben von hkarner - 27. Februar 2012

Stellungnahme zur Staatsbeteiligung und -abschreibung bei der ÖVAG von Helmut F. Karner. 27. Februar, abend

Also unsere Vorhersage (zur Schuldenbremse), dass die ÖVAG noch lange nicht saniert sei, hat sich zwei Wochen nach dem Sparpaket bereits bewahrheitet. Die erste Milliarde der von uns vorhergesagten gesamten 3 Milliarden ist schon fällig geworden. Geplant für solche Kalamitäten im Sparpaket ist nichts. (Es wird ja sowieso bis 2017 im Budget “ausgegeglichen” durch die einzigartige Erhöhung der Bankenabgabe, und weitere Stützungen werden ja nicht notwendig sein, weil die jetzige Sanierung doch nachhaltig, nachhaltig, nachhaltig nachhaltig, nachhaltig sei).

Eine Galerie der Verantwortlichen:

Der ÖVAG Vorstand.

  1. Das ganze begann mit dem (größen-)wahnsinnigen Kauf der Investkredit und Kommunalkredit 2005. Die ÖVAG war mit dem Führen eines Konzerns überfordert und hat auch ihre Aufsichtspflichten nicht wahrgenommen
  2. Der ursprüngliche “Haupttäter” (ÖVAG GD Pinkl) wurde viel zu lange im Amt geschützt
  3. der nach seiner Ablöse agierende Vorstand hat seitdem die ÖVAG Krise mit der Kommunalkreditkrise virulent wurde (3.11.2008) 3 Jahre lang keine ernsthaften Sanierungsbemühungen gesetzt. “Business as Usual”, keine seriösen Überlegungen, wie die Aufgaben auf ein Spitzeninstitut des Volksbanken-Sektors zu reduzieren sind
  4. Der Versuch, die spannende VBI zu verkaufen, erfolgte viel zu spät (als das Zeitfenster am Markt schon vorbei war). Die Durchführung war dilettantisch: eine Ex-Bank Austria Partie auf Verkäufer- und “Investmentbanking”-Seite fand dann einen einzigen Interessenten, die Sberbank. Die hat dann natürlich billig das Schnäppchen erworben.
  5. Keine Managementkonsequenzen: Der für den Verkauf der VBI und die “Sanierung” der Investkredit verantwortliche Vorstand ist noch immer im Amt
  6. Wenn es einem so schlecht geht und man weiss, dass man sich die nötigen Mittel zur Sanierung nicht bei seinen eigenen Kapitalgebern holen kann noch am Markt verdienen kann (und das wissen die Insider seit 2009), dann spielt man halt im Casino, in der Hoffnung dass … So hatte die ÖVAG noch im Juni 2011 Griechenland Anleihen und CDSs im dreistelligen Millionenbetrag abzuwerten, die die Erste und Raiffeisen schon lange abgebaut (=klüger jemand anderem “angedreht”)hatten.

Die ÖVAG Eigentümer Den Rest des Beitrags lesen »

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Peinlich: Die Presseaussendung der Bank, die das Debakel verursacht hat

Geschrieben von hkarner - 27. Februar 2012

Die neue Bedeutung des Wortes “nachhaltig” wurde erfunden (hfk)

Bund und Volksbanken stärken die ÖVAG

27.02.2012

Volksbanken bleiben verlässlicher Partner für den österreichischen Mittelstand

Die Republik Österreich und die Volksbanken haben sich auf eine nachhaltige Lösung zur Stabilisierung der Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) geeinigt. Nach Vorleistungen durch die ÖVAG (zuletzt Verkauf der Volksbank International) und einen Grundsatzbeschluss der Volksbanken zu einem Verbund nach § 30a BWG, haben Bund und Volksbanken nun den nächsten Schritt gesetzt. Das Kapital der ÖVAG wird um bis zu 70 % herabgesetzt. Auch die anderen ÖVAG-Eigentümer (DZ Bank, Ergo Versicherung AG und RZB AG) stimmen diesem Kapitalschnitt mit Wirkung zum 31.12.2011 zu. Gleichzeitig nehmen Bund und Volksbanken eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von insgesamt EUR 480 Mio. vor.

Ziel und Zweck dieser vereinbarten Maßnahmen ist die Sanierung und der Umbau der ÖVAG zu einer nachhaltigen Verbundbank nach § 30a BWG. ÖVAG-Generaldirektor Gerald Wenzel: „Nach drei schwierigen Jahren der Sanierung ist heute die Plattform für eine nachhaltige stabile Zukunft der ÖVAG geschaffen worden. Nachdem bereits der VBI Verkauf die Liquiditätssituation der ÖVAG deutlich verbessert hat, wird nun auch die Kapitalsituation nachhaltig gestärkt.“ Durch die Beteiligung der Volksbanken und des Bundes ist die Kapitalisierung der ÖVAG nachhaltig gesichert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kapitalspritze: Österreichische ÖVAG wird teilverstaatlicht

Geschrieben von hkarner - 27. Februar 2012

Die Auslandssicht: Handelsblatt.com, 27.02.2012, 20:14 Uhr

Österreich pumpt 250 Millionen Euro in die angeschlagene ÖVAG. Neben der Kapitalspritze muss der Staat auf bis zu 700 Millionen Euro seiner bereits geleisteten Hilfen über insgesamt eine Milliarde Euro verzichten.

Finanzministerin Maria Fekter hatte sich lange gegen eine direkte Beteiligung des Staats an der ÖVAG gewehrt. Quelle: REUTERS

Finanzministerin Maria Fekter hatte sich lange gegen eine direkte Beteiligung des Staats an der ÖVAG gewehrt. Quelle: REUTERS

Die angeschlagene Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) wird teilverstaatlicht. Österreich pumpt im Zuge einer Kapitalerhöhung 250 Millionen Euro in das kriselnde genossenschaftliche Spitzeninstitut, wie die Bank am Montagabend mitteilte. Nach dem Umbau hält Österreich Kreisen zufolge mehr als 40 Prozent der ÖVAG-Anteile.

Den österreichischen Steuerzahler kommt der Schritt teuer zu stehen.

Neben der Kapitalspritze muss der Staat auf bis zu 700 Millionen Euro seiner bereits geleisteten Hilfen über insgesamt eine Milliarde Euro verzichten. Aber auch die übrigen österreichischen Banken werden zur Kasse gebeten. Der Bund will die ihm entstehenden Kosten „über einen Beitrag des Bankensektors gegenfinanzieren“, hieß es in einer Mitteilung des Finanzministeriums. Geplant sei, die Bankenabgabe bis 2017 um ein Viertel zu erhöhen, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Finanzsstaatssekretär Andreas Schieder. Den Rest des Beitrags lesen »

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Staat muss Volksbank AG erneut retten

Geschrieben von hkarner - 27. Februar 2012

Ja, wenn man das mehr als 2 Jahre verschlampt, kommt das raus. Ein dilettantisches Management sowohl auf Volksbank Seite wie bei FM, ÖNB, FIMBAG, FMA. (hfk)

Die Steuerzahler dürfen wieder Hunderte Millionen in die ÖVAG pumpen. Die Bank könnte im Gegenzug teilverstaatlicht werden.

Kurier, Letztes Update am 27.02.2012, 17:02

Österreichs Steuerzahler müssen dem Spitzeninstitut der Volksbanken unter die lahmen Flügel greifen. Ein V wie Victory schaut anders aus.

In dramatischen Verhandlungen zwischen den Spitzenmanagern des österreichischen Volksbankensektors, der Bankenaufsicht und dem Finanzministerium kam am Sonntag Abend die ganze Misere der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) ans Licht: Das Spitzeninstitut des Sektors, an dem die 62 regionalen Volksbanken knapp 61 Prozent halten, braucht dringend frisches Kapital. Und dafür soll erneut der Staat herhalten. Die ÖVAG könnte im Gegenzug teilverstaatlicht werden. Die Details sollen noch am Montag Abend präsentiert werden.

Der Grund für die Kapitalnot: 1,2 Milliarden Euro Verlust baute die ÖVAG im Vorjahr. Zur Deckung dieses Minus muss die Bank Teile des Eigenkapitals verwenden. Der Staat, der schon 2008 eine Milliarde Euro in die ÖVAG gesteckt und dafür bisher keinen Cent an Zinsen bekommen hat, verlangt den Volksbanken für die neuerliche Hilfe allerdings einiges ab. Sie müssen Haftungen für die ÖVAG übernehmen und einen Volksbanken-Verbund errichten, in dem sie ihre regionale Entscheidungsfreiheit verlieren und sich der ÖVAG unterordnen. Zudem müssen auch sie Kapital in die ÖVAG pumpen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Austerity Europe

Geschrieben von hkarner - 27. Februar 2012

February 22, 2012, 8:55 am, Paul Krugman Blog

Austerity Europe

Good numbers on European austerity programs are hard to come by, but the FT has a useful interactive graphic:

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The Future Is Not What It Used To Be

Geschrieben von hkarner - 27. Februar 2012

Paul Krugman Blog, 24/2

I’ve been comparing the original IMF projections for Greece with the secret recent sustainability analysis that everyone has.

Real GDP:

Debt: Den Rest des Beitrags lesen »

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Europe Has Chosen a Harsh Future. All the Paths for Greece Lead into Darkness.

Geschrieben von hkarner - 27. Februar 2012

Ganz ausgezeichnet, der Fabius Macximus und seine Analyse (hfk)

Author: Fabius Maximus · February 24th, 2012 · RGE EconoMonitor

Summary: This week Europe’s leaders faced a choice somewhat similar and perhaps equally momentous as America’s leaders faced in 1787. But this week they chose a path that looks punitive and short-sighted, pursuing European unification but likely to generate discord and eventually fragmentation. Seldom does one act determine the future, but they might find it difficult to undo what’s been done this week. The only certain result is much suffering and humiliation for the Greek people. We can only guess at how this will work for Europe as a whole
Contents
  1. The new bailout: the EU imposes Carthaginian deal on Greece
  2. For Whom the Bailout tolls
  3. Why are the EU member nations doing this?
  4. Lord Keynes explains the hidden truth behind this news
  5. For more information: posts explaining what’s happening and likely consequences

(1) The latest bailout: the EU imposes Carthaginian deal on Greece. Greece passed their last easy exit. Signing the latest bailout agreement (not yet done) leaves them no way to leave this highway to ruin, except by smashing through the guard rails and off the causeway. Only fools commit a nation to a course of action without providing an emergency out — but Greece’s leaders have done exactly that. We don’t yet know the exact terms of the deal, as it gains the necessary legislative approvals. But these seem to be likely forecasts: Den Rest des Beitrags lesen »

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