Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Nach den kristallklaren Aussagen des Föhrenbergkreises zur Finanzwirtschaft aus dem Jahr 1999 gibt es jetzt einen neuen Arbeitskreis zum Thema.

Archive for 21. Juli 2011

“Zerfall der gesamten Finanzarchitektur”

Geschrieben von stgara - 21. Juli 2011

Frank Doll 19.07.2011 Wirtschaftswoche.de

Der Schweizer Vermögensverwalter über das Harakiri der Politik, haarsträubende Fehler der Notenbanken und die schleichende Enteignung der Bürger Europas.

Felix W. Zulauf Felix W. Zulauf vermutet, dass der Euro sterben wird.

WirtschaftsWoche: Herr Zulauf, stirbt der Euro?

Zulauf: Vermutlich ja, weil er von Beginn an eine Fehlkonstruktion war. Der Euro ist ja nicht aus wirtschaftlichen Überlegungen gegründet worden. Es war eine politische Erpressung Deutschlands durch die Franzosen. Der Euro ist der Preis Deutschlands für die Zustimmung zur Wiedervereinigung. Es fehlten wichtige Voraussetzungen für eine Währungsunion. Die wichtigste wäre eine Fiskalunion gewesen. Währungsunionen sind in der Geschichte immer gescheitert, wenn es keine Fiskalunion und keine politische Union gegeben hat. Ich habe damals gesagt, dass der Euro die kürzeste Währungsunion der Geschichte sein wird, wenn man sich an die Spielregeln hält. Nach wenigen Jahren hat man die Spielregeln gebrochen. Deutschland und Frankreich waren die ersten. Man hat geschummelt, etwa als man Griechenland aufgenommen hat, und mit allen Tricks gearbeitet, um dieses Projekt am Leben zu erhalten.

Der Rettungsfonds soll auf 1500 Milliarden Euro aufgestockt werden und auch Staatsanleihen kaufen dürfen. Da gibt es keinen großen Unterschied mehr zu Eurobonds. Ist das nicht de facto schon eine Fiskalunion?

De facto ja, aber de jure noch nicht. Den Rest des Beitrags lesen »

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The Eurozone’s Last Stand

Geschrieben von hkarner - 21. Juli 2011

Author: Nouriel Roubini · July 18th, 2011 · RGE EconoMonitor

 

Wetten, dass kaum etwas davon heute von den Staatschefs beschlossen wird!!!??? (hfk)

As we have been arguing for over a year, Greece is not just illiquid; it is also insolvent and will not regain market access until its insolvency is resolved. Even if Greece were to fully implement the draconian 10%-of-GDP fiscal adjustment program imposed by the IMF and EU, the country’s public debt would reach over 160% of GDP by 2012 and keep rising. Plus, the official debt level does not include the rising arrears of the government to the private sector or the government’s guarantee of a large part of the banking system debt. Including these as well as contingent liabilities from the aging of the population, the total debt is well above 200% of GDP and rising, while GDP is still contracting as the necessary fiscal austerity is recessionary in the short run. At such high levels of debt, there is no likely scenario in which debt sustainability could be restored without a restructuring. For comparison, note that Argentina and Russia defaulted when their debt-to-GDP ratios were 50%.

Here is my latest piece from Project Syndicate:

The Eurozone’s Last Stand

By Nouriel Roubini Den Rest des Beitrags lesen »

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The Shameful Murder of Dodd Frank

Geschrieben von hkarner - 21. Juli 2011

 

Author: Robert Reich · July 21st, 2011 · Robert Reich Blog

Happy Birthday Dodd Frank,
Happy Birthday to you,
You’ve lost all your muscle,
And your teeth are gone, too.

One full year after the financial reform bill spearheaded through Congress by Christopher Dodd and Barney Frank was signed into law, Wall Street looks and acts much the way it did before. That’s because the Street has effectively neutered the law, which is the best argument I know for applying the nation’s antitrust laws to the biggest banks and limiting their size.

Treasury Secretary Tim Geithner says the financial system is “on more solid ground” than prior to the 2008 crisis, but I don’t know what ground he’s looking at.

Much of Dodd-Frank is still on the drawing boards, courtesy of the Street. The law as written included loopholes big enough to drive bankers’ Lamborghini’s through — which they’re now doing. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ireland’s Bank Run

Geschrieben von hkarner - 21. Juli 2011

 

Author: Rebecca Wilder · July 21st, 2011 · RGE EcoMonitor

I knew that the Irish deposit base was shrinking – I just didn’t realize the severity of the situation. In sum, €21.4 bn in household and non-financial business deposits have been drawn down since their respective peaks.

Irish businesses in aggregate have been in a silent bank run since 2007, households since 2010. So how big is €21.4 bn? Roughly 14% of Irish GDP. Den Rest des Beitrags lesen »

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Europa braucht ein neues Manifest

Geschrieben von hkarner - 21. Juli 2011

Analyse von  Hannes Vogel, Wirtschaftsblatt.com, 21/7

Europa hält den Atem an, doch den Befreiungsschlag in der Schuldenkrise wird es heute kaum geben. Bundeskanzlerin Merkel vergibt eine historische Chance: Europa braucht einen neuen Entwurf.

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Nationalismus. Alle Mächte des alten Europas gingen einst eine heilige Allianz ein, um dieses Gespenst zu vertreiben: daraus entstand die Europäische Union. Doch nun gefährdet die Schuldenkrise die Logik, die das geeinte Europa geschaffen hat und sät Zwietracht unter seinen Staaten.

Weil sich das Griechen-Virus durch Bankbilanzen, Staatshaushalte und Gewinnerwartungen frisst, betonen Europas Völker wieder ihre eigenen Interessen: Der deutsche Boulevard zeigt Griechenland den Stinkefinger, griechische Demonstranten vergleichen die Ankunft der Spar-Troika aus EU, EZB und IWF in Athen mit dem Einmarsch der Nazis. Wenn das Boot sinkt, heißt es “Rette sich, wer kann”: Der deutsche Steuerzahler soll nicht für griechische Rentner bezahlen, die mit 55 in Ruhestand gehen – so sieht es die Mehrheit der deutschen Wähler. Den Rest des Beitrags lesen »

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Euro-Sondergipfel: Hundt kritisiert Merkels Euro-Krisenmanagement

Geschrieben von hkarner - 21. Juli 2011

Handelsblatt.com, 21/7

Der Arbeitgeberchef fordert klare Entscheidungen in der Schuldenkrise. Zugleich sieht er die Wirtschaft in der Pflicht, Griechenland zu helfen.

BDA-Chef Dieter Hundt. Quelle: dpa

BDA-Chef Dieter Hundt. Quelle: dpa

Berlin. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat vor dem Euro-Sondergipfel am Donnerstag deutliche Kritik am aktuellen Krisenmanagement geäußert und vor allem von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen klareren Kurs gefordert. “Deutschland hat in gewisser Weise eine Lokomotivfunktion und muss bei der Lösung des Problems eine Führungsrolle übernehmen”, mahnte Hundt in einem Interview mit dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe). “Die Zeit für kleine Schritte, die die Finanzmärkte nicht überzeugen, ist nach den Spekulationen gegen italienische Staatsanleihen endgültig vorbei”, sagte er.

Bedauerlicherweise fehle es jedoch an einer klaren Perspektive, monierte Hundt. “Wenn Frau Merkel ein stringentes Konzept hätte, wäre das sehr gut”, sagte er. Doch leider fehle es an einer “fertigen Lösung”. Das gelte sowohl für die Kanzlerin, als auch für die Vertreter der Bankenwelt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Griechenland: Eurozone und EZB schließen Zahlungsausfall nicht aus

Geschrieben von hkarner - 21. Juli 2011

Handelsblatt.com, 21/7, 11.44 h

Wichtige Details zur Lösung für die Griechenland-Hilfen zeichnen sich ab. Mehrere Politiker und sogar die EZB schließen einen Zahlungsausfall Griechenlands nicht mehr aus.

Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Quelle: AFP

Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Quelle: AFP

Brüssel. Auf die Möglichkeit eines selektiven Zahlungsausfalls Griechenlands angesprochen, sagte Eurogruppen-Chef Juncker: “Es ist nicht meine Aufgabe, zu sagen, ob es einen selektiven Zahlungsausfall geben wird oder ob nicht.
Eine solche Möglichkeit kann nie ausgeschlossen werden, aber alles sollte unternommen werden, um eine solche Möglichkeit zu vermeiden.” Auch der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager bestätigte entsprechende Überlegungen.

Ein teilweiser Zahlungsausfall Griechenlands sei Teil der ins Auge gefassten Lösung in der Schuldenkrise, sagte der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager am Donnerstag.
Deutschland und Frankreich hätten sich darauf geeinigt, dass ein solcher Schritt in Kauf genommen werden könne, um die angestrebte Beteiligung des Privatsektors an der Rettung Griechenlands zu ermöglichen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Target 2 Saldo der Bundesbank auf Rekord

Geschrieben von hkarner - 21. Juli 2011

20. Juli 2011 Querschüsse Blog

Monat für Monat erhöhen die erzielten Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands auch immer weiter die Gläubigerposition Deutschlands gegenüber dem Ausland. Gegenüber der Südperipherie der Eurozone findet die Defizitfinanzierung der Leistungsbilanz sowie die Liquiditätssicherung der irischen Banken u.a. auch über die Verrechnungssalden des Target 2 Systems im Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) statt.

Da sich die Ungleichgewichte im Handel innerhalb der Eurozone nicht relevant abbauen, führt auch über Kapitalzuflüsse aus Deutschland eine weitere Defizitfinanzierung der Südperipherie statt. Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise verstärkt auch über die Deutsche Bundesbank, als Ersatz für privates Kapital. Im Juni 2011 stiegen die Forderungen der Deutschen Bundesbank aus Target 2, dem so genannte Echtzeit-Bruttozahlungssystem, mit dem die nationalen Notenbanken sowie Kreditinstitute ihren Zahlungsverkehr abwickeln, auf ein neues Rekordhoch mit 348,854 Mrd. Euro. Den Rest des Beitrags lesen »

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