Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Nach den kristallklaren Aussagen des Föhrenbergkreises zur Finanzwirtschaft aus dem Jahr 1999 gibt es jetzt einen neuen Arbeitskreis zum Thema.

Mit ‘Querschüsse’ getaggte Artikel

Wie halten Sie es mit persönlicher Verantwortung Herr/Frau Abgeordnete(r)

Geschrieben von hkarner - 14. August 2012

Von: Günther Robol, 14/8

Ein Bericht aus den Querschüssen (untenstehend)– langsam reißt immer mehr Leuten die Geduld mit ihren Volksvertretern – es wäre interessant festzustellen wie viele unserer Volksvertreter den ESM Vertrag überhaupt gelesen haben (über das Erkennen von dessen Folgen wollen wir einmal großzügig hinwegsehen!) – ich fürchte, dass die Allgemeinheit erst aufwacht wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist – und dann wird es wieder keiner gewesen sein, jeder wollte doch nur das Beste, es war doch nicht vorhersehbar und letztlich war halt doch der Komet schuld.

Sicher ist nur eines: die Hauptverantwortlichen für das kommende Desaster werden dann wieder an vorderster Front als „Retter“ stehen, an die Völker appellieren positiv nach vorne zu schauen, vorübergehende Einschränkungen zu akzeptieren und den Gürtel, weil eben jetzt alternativlos enger zu schnallen während sie selbst die angenehmen Seiten des Lebens auf dem Promenadendeck genießen.

Das diese Entwicklung nicht zwingend wäre zeigt uns das Beispiel Island. Dort wurden nicht „bad banks“ ausgegliedert, sondern „good banks“, d. h. das sogenannte basic banking wurde (mit staatlicher Unterstützung) weitergeführt, das Investmentbanking wurde sich selbst überlassen, d. h. praktisch abgewickelt, damit haben Eigentümer, Hedge-Fonds und Gläubiger ihr Geld verloren und nicht die Steuerzahler. Staatliche Zuschüsse erfolgten ausschließlich an Private und an die Realwirtschaft, an die Finanzwirtschaft ist kein öffentliches Geld geflossen. So geht es natürlich auch – aber nur wenn man nicht am Gängelband der Finanzoligarchie hängt und ständig „die Märkte beruhigen muss“ anstatt die Bürger. Den Rest des Beitrags lesen »

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Target2 Salden in der Eurozone

Geschrieben von hkarner - 1. August 2012

Wikipedia:

TARGET2 (Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System) ist die zweite Generation des Zahlungsverkehrssystems TARGET. Es ist seit 19. November 2007 das gemeinsame Echtzeit-Brutto-Clearingsystem (RTGS) [1] des Eurosystems (ESZB). Die technische Infrastruktur der Individualzahlungsverkehrssysteme der Notenbanken der Eurozone (die Zentralbanken der Mitgliedsstaaten, die den Euro eingeführt haben) und der Europäischen Zentralbank sind damit seit dem 19. Mai 2008 zusammengeführt worden. Brutto-Clearingsysteme dienen dem täglichen Transfer von Geldern zwischen den angeschlossenen Banken. „Brutto“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass jede einzelne Zahlung aus dem Zentralbankguthaben der auftraggebenden Bank ausgeführt wird.

Wenn aus einem Land Zentralbankgeld in ein anderes Land überwiesen wird, entstehen Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber der Europäischen Zentralbank (EZB), die als Clearingstelle (täglich 24:00 Uhr) fungiert. Bei der belasteten Notenbank entsteht ein negativer TARGET2-Saldo (Verbindlichkeit gegenüber der EZB) und bei der empfangenden Notenbank entsteht ein positiver TARGET2-Saldo (Forderung gegenüber der EZB).

Zentralbankoperationen, Überweisungen aus Großbetragszahlungssystemen im Interbankenverkehr sowie andere Euro-Transfers werden über TARGET2 verrechnet. Die TARGET2-Salden bilden einen Teil der Nettokapitalbewegungen ab, die zwischen den Eurosystemgliedern über das Eurosystem organisiert werden. Alle anderen Zentralbanken, welche ohne dem Eurosystem anzugehören am TARGET2-System teilnehmen, sowie sämtliche Geschäftsbanken müssen am Tagesende ausgeglichene TARGET2-Salden vorweisen (von der EZB gewährte Innertageskredite sind auf den betreffenden Tag beschränkt und können nicht in Übernachtkredite umgewandelt werden).

Die Salden stammen im Wesentlichen aus Leistungsbilanz(-überschüssen bzw. -defiziten) und Kapitalflucht. Man beachte z.B. die Target 2 Überschüsse Deutschlands, und die Defizite z.B. Griechenlands, aber auch Spaniens und Italiens. Auch der österreichische Saldo ist (leicht) negativ). Bei Default der jewiligen Länder gingen diese Forderungen den jeweiligen Gläubigern grossteils verloren (hfk)

aus: Querschüsse.de

Der Target2 Saldo der Deutschen Bundesbank auf Monatsbasis in Mrd. Euro seit Januar 1999 im Chart. Im Juni 2012 stieg die Forderung (positiver Target2 Saldo) um +29,999 Mrd. Euro zum Vormonat, auf 728,567 Mrd. Euro. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Bilanz der Deutschen Bank fürs 3. Quartal: Einbruch im Investmentbanking

Geschrieben von egloetzl - 3. November 2011

Auch Goldman Sachs hatte einen Einbruch von 70% (!!!) im Investmentbanking im 3Qu2011.  Die Krise hat also auch was Gutes! (hfk)

Querschüsse.de. 3/11. Gestern berichtete die Deutsche Bank ihre Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2011. Der Vorsteuergewinn schrumpfte auf 942 Millionen Euro, dies war ein Rückgang von -28% zum Vorquartal. Nach Steuern waren es noch 777 Millionen Euro Gewinn. Wesentlich spannender als das pure Geschäftsergebnis, welches auch dem allgemeinen schwächeren wirtschaftlichen Umfeld geschuldet ist und vor allem dem Einbruch beim Investmentbanking (nur noch 70 Millionen Gewinn), stellt sich die Bilanz der Deutschen Bank dar. Zum 30.09.2011 weitete sich die Bilanzsumme kräftig aus. Die Summe der Aktiva (Forderungen) stieg um +377 Mrd. Euro, im Vergleich zu Ende 2010 an, auf 2,282479 Billionen Euro!

http://www.querschuesse.de/leistung-aus-leidenschaft/

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Erlöst endlich Griechenland!

Geschrieben von stgara - 24. September 2011

24. September 2011 in Allgemein, Querschüsse

Die Realitätsverweigerung der TINA- (There Is No Alternative) Fraktion der Euro-Retter nimmt abenteuerliche Züge an. Trotz der dramatischen Situation Griechenlands, gibt es keine Strategie hin zu Wachstum, Jobs und Steuereinnahmen, sondern alternativlose Rettungspakete, die den Gläubigern nutzen aber nicht den Griechen, gekoppelt mit Austeritätsmaßnahmen für Griechenland, die zur weiteren Schrumpfung der Wirtschaft, mehr Arbeitslosen und Steuerausfällen führen. Eine Strategie der Versager von der Troika und Wegbereiter einer deflationären Spirale mit Ansteckungsrisiken bereits über die Südperipherie der Eurozone hinaus. In Hinblick auf die nicht vorhandenen Wachstumsaussichten der Volkswirtschaft, der immensen Summen an faulen Krediten in den Bankbilanzen und einer bereits weit fortgeschrittenen Kapitalflucht senkte die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit von 8 griechischen Banken um weitere zwei Stufen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Das Problem mit Fiat Money (aus der Druckerpresse)

Geschrieben von grobol - 19. September 2011

Querschüsse Blog, 19/9

„Fiat Money aus den Druckerpressen alleine löst kein Problem, isoliert betrieben dürfte dies temporär Zeit schinden, aber grundsätzlich die Probleme sogar weiter verschärfen. Die Dominanz des Finanzsektors muss zurückgedrängt werden, zugunsten des Realkapitalismus und damit von Wertschöpfung, Jobs und Einkommen. Eine Minimalkorrektur innerhalb des System muss beinhalten, den Abbau der Ungleichgewichte im Außenhandel und damit die Ankurbelung der Wertschöpfung in den Defizitländern, die Zurückführung der Geschäftsbanken auf ihre eigentliche Aufgabe – die Kreditversorgung der Realwirtschaft. Den Rest des Beitrags lesen »

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“23,7 Billionen Dollar – eine unvorstellbare Summe”

Geschrieben von hkarner - 29. Juli 2009

In seinem vierteljährlichen Bericht an den US-Kongress verweist Neil Barofsky, der Special Inspector General for the Troubled Asset Relief Program (SIGTARP) auf eine maximal mögliche Bruttoexposition inkl. der staatlichen Garantien und Sicherheiten von 23,7 Billionen Dollar hin, welche die FED, das US-Finanzministeriums, die US-Einlagensicherung FDIC, die Federal Housing Finance Agency, die Federal Housing Administration (FHA) und andere Einrichtungen eingehen könnten um die Finanz- und Wirtschaftskrise in den USA zu bewältigen.
Lesen Sie weiter in “Querschüsse”.

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“Weltwährungsreserven schrumpfen”

Geschrieben von hkarner - 13. Juli 2009

In den letzten Jahren haben sich mit dem boomenden Welthandel auch die Währungsreserven der Zentralbanken rasant entwickelt. Sie sind Kennzeichen der Ungleichgewichte, welche sich im Welthandel aufgebaut haben, denn sie entstehen aus den Leistungsbilanzüberschüssen von Staaten oder Wirtschaftsräumen. Während die Weltwährungsreserven von 2000 bis 2008 um das 3,46-fache von 1,936 Billionen Dollar auf 6,702 Bio. Dollar explodierten, stieg das Welt-BIP, Summe aller Waren, Güter und Dienstleistungen weltweit um das 1,9-fache von 31,493 Bio. Dollar auf 60,115 Bio. Dollar!

Mit der Wirtschafts- und Finanzkrise und dem sinkenden weltweiten Exportvolumen gehen auch die weltweiten Weltwährungsreserven zurück. Zum 1. Quartal 2009 sanken die Währungsreserven der Zentralbanken um -2,6% im Vergleich zum Vorquartal und um -5,2% zum Vorjahresquartal.

Aus: Querschüsse

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