Ein Bericht aus den Querschüssen (untenstehend)– langsam reißt immer mehr Leuten die Geduld mit ihren Volksvertretern – es wäre interessant festzustellen wie viele unserer Volksvertreter den ESM Vertrag überhaupt gelesen haben (über das Erkennen von dessen Folgen wollen wir einmal großzügig hinwegsehen!) – ich fürchte, dass die Allgemeinheit erst aufwacht wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist – und dann wird es wieder keiner gewesen sein, jeder wollte doch nur das Beste, es war doch nicht vorhersehbar und letztlich war halt doch der Komet schuld.
Sicher ist nur eines: die Hauptverantwortlichen für das kommende Desaster werden dann wieder an vorderster Front als „Retter“ stehen, an die Völker appellieren positiv nach vorne zu schauen, vorübergehende Einschränkungen zu akzeptieren und den Gürtel, weil eben jetzt alternativlos enger zu schnallen während sie selbst die angenehmen Seiten des Lebens auf dem Promenadendeck genießen.
Das diese Entwicklung nicht zwingend wäre zeigt uns das Beispiel Island. Dort wurden nicht „bad banks“ ausgegliedert, sondern „good banks“, d. h. das sogenannte basic banking wurde (mit staatlicher Unterstützung) weitergeführt, das Investmentbanking wurde sich selbst überlassen, d. h. praktisch abgewickelt, damit haben Eigentümer, Hedge-Fonds und Gläubiger ihr Geld verloren und nicht die Steuerzahler. Staatliche Zuschüsse erfolgten ausschließlich an Private und an die Realwirtschaft, an die Finanzwirtschaft ist kein öffentliches Geld geflossen. So geht es natürlich auch – aber nur wenn man nicht am Gängelband der Finanzoligarchie hängt und ständig „die Märkte beruhigen muss“ anstatt die Bürger. Den Rest des Beitrags lesen »

