Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

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Fürstliches Plädoyer für solide Staatskunst

Posted by hkarner - 30. Juni 2014

Dank an R.B.: “Welche Anmutung, schon lange nicht gehört: Staatskunst…”

Auswege aus der Schuldenkrise

Peter A. Fischer, Vaduz Gestern, 29. Juni 2014, 18:16, nzz

Fürst Adm von Liechtenstein CCDer liechtensteinische Landesfürst sieht den Staat als Dienstleistungsunternehmen, das es zu reparieren gilt.
Die Schuldenwirtschaft erfordert eine Überprüfung der Rolle des Staates. An der 10. Haberler-Konferenz machte der liechtensteinische Landesfürst dazu konkrete Vorschläge. Für einige Teilnehmer gehörte das staatliche Geld abgeschafft.

Die beunruhigende Diagnose ist schnell gestellt: Der öffentliche Sektor hat sich in praktisch allen entwickelten Staaten in den vergangenen Jahrzehnten auf Kosten des privaten ausgedehnt. Während Politiker sich neue Aufgaben zuteilten und zusätzliches Geld ausgaben, hielten die Einnahmen damit nicht Schritt. Die Finanzkrise hat die Tendenz zu strukturellen Defiziten und Schuldenwirtschaft nur noch verstärkt. Gebot der Stunde wäre nun eine Rückkehr zu soliden Staatsfinanzen, oder aber es droht ein Missbrauch der staatlichen Geldpolitik. Beides war Thema an der am Wochenende im liechtensteinischen Vaduz durchgeführten 10. Haberler Konferenz, die traditionell der Verbreitung von «österreichischem» ökonomischem Gedankengut gewidmet ist.

«Never waste a crisis»

Die auf den Wiener Ökonomen Carl Menger (1840–1921) zurückgehende österreichische ökonomische Schule setzt sich ein für Eigenverantwortung und einen auf das notwendige Minimum beschränkten Staat. Zu ihren Eigenheiten gehört, dass sie in Österreich selber kaum zur Kenntnis genommen wird, während manche angelsächsische und deutsche akademische Kreise ihr Gedankengut pflegen. Mit der Stiftung European Center of Austrian Economics , die auch die Haberler-Konferenz organisiert, möchte das Liechtensteiner Fürstenhaus dies ändern. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kollektive Korruption. Warum es kein freiwilliges Aussteigen aus dem Fiatgeld-Standard geben wird

Posted by hkarner - 28. Juli 2012

Kollektive Korruption. Warum es kein freiwilliges Aussteigen aus dem Fiatgeld-Standard geben wird(von Prof. Dr. Thorsten Polleit) Die kollektive Korruption stellt die Weichen in Richtung hoher Inflation oder sogar Hyperinflation: Denn vor die Wahl gestellt, Pleiten von Staaten und Banken und damit eine Rezession-Depression hinzunehmen oder aber neues Geld zu drucken, wird sich im Zuge einer ausgeprägten kollektiven Korruption eine Mehrheit finden, die gegen Pleitenwellen und für das Gelddrucken plädieren wird….

Nach der monetären Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie führt ein Ausweiten der ungedeckten Papier- oder auch „Fiat“-Geldmenge zu einem Zyklus von Scheinaufschwung („Boom“) und notwendiger Bereinigung in einer Rezession („Bust“). Obwohl diese monetäre Erklärung von Wirtschaftskrisen seit langem bekannt ist, wird in der Geldpolitik nach wie vor nach dem Prinzip der Ankurbelung der Wirtschaft durch immer mehr neues Papiergeld verfahren, auch und gerade im Zuge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Der gleiche Fehler wird also wieder und wieder begangen…

Für die unablässige Abfolge von Boom-Bust-Zyklen machte Ludwig von Mises (1881 – 1973) die breite Öffentlichkeit und die Politiker verantwortlich, die, so Mises, falschen ökonomischen Lehren anheimfallen; sie seien unbelehrbar. Doch ist das eine ausreichende Erklärung dafür, dass die gleichen Fehler wieder und immer wieder gemacht werden? Den Rest des Beitrags lesen »

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“Die EZB manipuliert den Geldmarkt“

Posted by hkarner - 30. September 2010

Handelsblatt.com, 27/9

Was tun mit hartnäckigen Schuldensündern in der EU? Der Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach Überzeugung des Chefvolkswirts von Barclays Capital Deutschland der völlig falsche Weg. Thorsten Polleit hofft daher auf die Bundesregierung und die Etablierung eine Insolvenzordnung für Staaten. Doch Finanzminister Wolfgang Schäuble hat Anderes im Sinn.

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Der Finger des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet: Falsche Rezepte gegen Pleitestaaten.  Quelle: dpa

Der Finger des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet: Falsche Rezepte gegen Pleitestaaten. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Der Chefvolkswirt von Barclays Capital Deutschland, Thorsten Polleit, hat scharfe Kritik an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geäußert und an die Bundesregierung appelliert, gegenzusteuern. Der Euroraum stehe vor „ungelösten“ Herausforderungen. So hätten einerseits die Ankündigungen vieler Euroraum-Regierungen, ihre Finanzen in Ordnung bringen zu wollen, die Kapitalmarktakteure nicht überzeugt, sagte Polleit Handelsblatt Online. Andererseits sorge die EZB für eine Geldschwemme. „Dass die Zinskonditionen für eine wachsende Zahl von Euroraum-Mitgliedsländern nach wie vor relativ niedrig sind, liegt an den Marktmanipulationen durch die Europäischen Zentralbank (EZB): Sie kauft Staatsanleihen und emittiert dadurch neues Geld.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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“Unser Geld ist sehr schlecht”

Posted by hkarner - 19. September 2010

FTD, 15/8

Interview Thorsten Polleit, Chefvolkswirt von Barclays Capital, setzt sich in seinem neuen Buch “Geldreform” für den Rückzug des Staates aus dem Geldwesen ein. Er fordert ein Zahlungsmittel, das mit Gold oder anderen Sachwerten unterlegt ist. FTD.de interviewte ihn. von Tobias Aigner 

FTD Herr Polleit, in Ihrem neuen Buch “Geldreform” machen Sie sich für die Einführung eines freien Marktgeldes stark. Was steckt hinter dem Begriff?
Polleit Geld, das nicht vom Staat kommt, sondern vom freien Markt. Ganz so, wie es bereits der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek beschrieben hat. Dabei bestimmen Angebot und Nachfrage darüber, welches Zahlungsmittel verwendet wird. Man kann es auch so ausdrücken: Die Geldproduktion wird privatisiert und die Geldverwender entscheiden, welches Geld sie akzeptieren.
FTD Dann bräuchte ich beim Bäcker ein anderes Geld als am Zeitungskiosk. Es gäbe einen großen Wirrwarr mit zig verschiedenen Zahlungsmitteln.

Thorsten Polleit   Thorsten Polleit

Polleit Die Marktakteure würden sich vermutlich sehr schnell auf einen Standard einigen. Ich denke, dass Edelmetalle wie Gold und Silber als Geld gewählt würden. Man müsste deshalb übrigens nicht dauernd einen Sack voll Goldmünzen mit sich herumtragen. Das freie Marktgeld ließe sich genauso digitalisieren wie das heutige Papiergeld, es gäbe Kreditkarten, Online-Konten, all das. Den Rest des Beitrags lesen »

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