Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Interest’

Zinsdilemma der Fed könnte teuer für Sparer werden

Posted by hkarner - 20. Juni 2014

Danke an H.G.

18.06.14, wsj.de

Finanzsystem

Wie hoch sollten Zinsen in einer gesunden Wirtschaft sein? Im Idealfall vier Prozent. Eine Reihe von Notenbankern will sich von Nullzinsen nicht verabschieden und gleich noch an der Inflation drehen. Von Jon Hilsenrath (WSJ.de) und Holger Zschäpitz

US LeitzinsFoto: Infografik Die Welt Der amerikanische Leitzins liegt seit der Finanzkrise bei nahe Null. Es ist fraglich, ob er jemals seinen historischen Durchschnitt von 5,6 Prozent erreichen wird

Während die Fußball-Weltmeisterschaft die Menschen rund um den Globus in ihren Bann zieht, finden in Washington Beratungen statt, die langfristig von weit größerer Tragweite sind. Es geht um nicht weniger als die globale Architektur des Finanzsystems in der Zukunft und die Frage, ob Sparer auf Jahrzehnte keine Zinsen mehr für ihr Geld bekommen (Link: http://www.welt.de/128845324) .

Wenn sich die amerikanischen Währungshüter in dieser Woche treffen, wird die wichtigste Frage nämlich nicht sein, wohin die Sätze in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten bewegt werden sollen. Es wird darum gehen, wo die Zinsen in Jahren stehen werden.

Die Fed-Vertreter haben bisher immer geglaubt, dass ihr Leitzins, die sogenannte Federal Funds Rate, in einer perfekt ausbalancierten Wirtschaft etwa vier Prozent betragen sollte. In diesem Szenario liegt die Inflation stabil bei zwei Prozent und die Arbeitslosigkeit bei 5,5 Prozent. Doch nun dreht sich die Debatte darum, ob die Zinsen weiter unter vier Prozent liegen sollen, selbst wenn diese Zielmarken erreicht sind.

Es wäre eine Abkehr vom herrschenden Paradigma. Seit der Lösung des Dollar von der Goldbindung im Jahr 1971, also dem aktuellen Papiergeldsystem, lag der Leitzins im Durchschnitt bei 5,6 Prozent. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , , | Leave a Comment »

Zinssenkung: EZB „plündert die Ersparnisse aus“

Posted by hkarner - 4. Juni 2014

03.06.2014 | 18:38 | Christian Höller (Die Presse)

Mit Sparbüchern verdienen die Banken fast kein Geld mehr, daher verkaufen sie nun verstärkt riskantere Produkte.

Wien. Der morgige Donnerstag dürfte in die europäische Finanzgeschichte eingehen: Beobachter gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins von derzeit 0,25 Prozent auf ein historisches Tief von 0,15 Prozent oder 0,1 Prozent senken wird. Österreichs Vertreter im EZB-Rat ist Nationalbank-Chef Ewald Nowotny. So niedrige Zinsen sind nicht nur für Sparer eine Katastrophe. Auch die Banken laufen dagegen Sturm.

In einer gemeinsamen Erklärung haben sich in Deutschland die Chefs der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie der Versicherungen vehement gegen eine weitere Zinssenkung ausgesprochen. „Die Medizin würde keine Wirkung zeigen. Die Risken und Nebenwirkungen wären dagegen umso größer“, warnen die Banker. Die Niedrigzinspolitik beschädige nicht nur die private Altersvorsorge, „sie fördert Kapitalfehlleitungen, bepreist Risken falsch und schafft gravierende Stabilitätsgefahren“.

Ein ähnlicher Aufruf kommt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Das Institut wird von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanziert. Die EZB-Zinssenkung „plündert die Ersparnisse aus, sie bedroht die Lebensversicherung“, heißt es in einem IW-Gastkommentar, der am Dienstag in der „Bild“-Zeitung veröffentlicht wurde. Gewarnt wird auch vor einer neuen Blase auf den Finanzmärkten. Viele Aktienindizes (wie der deutsche DAX) sind zuletzt auf neue Höchststände gestiegen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , | Leave a Comment »

Mögliche LeitzinssenkungWirtschaftsforscher warnen EZB vor negativen Zinsen

Posted by hkarner - 2. Juni 2014

von Bert Losse, wirtschaftswoche.de, 2/6

Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten EZB-Sitzung am Donnerstag hat ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Währungshüter vor der Einführung eines negativen Einlagezinses gewarnt.

EZB ccGebäude der EZB

Experten erwarten, dass die EZB den Zins für Einlagen der Geschäftsbanken bei der Notenbank von derzeit null erstmals auf knapp unter null Prozent senken wird. Das bedeutet: Die Banken müssten Zinsen an die EZB zahlen, wenn sie dort Geld deponieren.
„Den Schaden haben die Sparer, deren Zins nun noch weiter unter die Inflationsrate gedrückt wird“, sagte Sinn der WirtschaftsWoche. Besonders betroffen seien die Sparer in Deutschland, „denn sie exportieren mehr Kapital als die Sparer irgendeines anderen Landes der Welt“, kritisiert Sinn.

Der Strafzins fürs Geldparken soll die Banken animieren, mehr Kredite zu vergeben. Zudem erhoffen sich die Währungshüter eine Belebung des Interbankenmarktes. An eine große Wirkung zur Belebung der Kreditvergabe glaubt aber auch Marcel Fratzscher nicht, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Die Erwartungen an einen negativen Einlagenzins sollten nicht zu hoch gesetzt werden“, sagte Fratzscher der WirtschaftsWoche. „Es ist eher als symbolische Geste zu verstehen, dass die EZB sich gegen das zunehmende Deflationsrisiko stemmen wird. Es wird weder die Kreditvergabe in den Krisenländern nachhaltig stärken, noch die Inflationserwartungen besser verankern.“

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , | Leave a Comment »

Deutschen Sparern droht jetzt der Geldschwund

Posted by hkarner - 16. Mai 2014

Date: 16-05-2014
Source: Die Welt

Schon im Juni könnte die EZB die Zinsen unter null drücken. Für die gebeutelten deutschen Sparer wären Negativzinsen ein neuer Tiefschlag – für Kunden von Lebensversicherungen eine Katastrophe.

D AnleihenrenditeDie Renditen sinken seit Jahren1/2

Das Wort Zinsen muss neu definiert werden. Konnten Sparer bislang davon ausgehen, dass Zinsen etwas bringen, könnten sie ihnen in Zukunft etwas vom Ersparten nehmen. Seit der jüngsten Notenbanksitzung vor einer Woche erwarten die Märkte, dass die Europäische Zentralbank (EZB) schon im Juni zu ihrer schärfsten Waffe greifen könnte: Negativzinsen.

Gemeint ist jener Satz, den Banken für ihr überschüssiges Geld bekommen, das sie bei der EZB parken. Und hier könnten die Frankfurter Währungshüter bald Strafgebühren nehmen, sprich: etwas vom geparkten Geld abzwacken.

Das wäre ein harter Schlag auch für die deutschen Sparer und insbesondere die Besitzer von Lebensversicherungen. Schließlich gehört der EZB-Einlagensatz zu den wichtigsten Zinsen, den die europäischen Währungshüter setzen. Er ist eine Art Referenzwert für den Preis des Geldes. Wer sein Bares risikolos anlegen will, bekommt höchstens diese Rate.

Würde der Einlagensatz von aktuell null in den Negativbereich gedrückt, müssten Kreditinstitute der Zentralbank künftig Strafzinsen für Einlagen zahlen, und auch ganz normale Sparer wären von diesem Trick betroffen. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , | Leave a Comment »

Losing Interest

Posted by hkarner - 12. April 2014

Date: 11-04-2014Eichengreen cc
Source: Project Syndicate

BARRY EICHENGREEN

Barry Eichengreen is Professor of Economics and Political Science at the University of California, Berkeley, and a former senior policy adviser at the International Monetary Fund. His most recent book is Exorbitant Privilege: The Rise and Fall of the Dollar and the Future of the International Monetary System.

BERKELEY – Two of the world’s most prominent economic institutions, the International Monetary Fund and Former US Treasury Secretary Larry Summers, recently warned that the global economy may be facing an extended period of low interest rates. Why is that a bad thing, and what can be done about it?

Adjusted for inflation, interest rates have been falling for three decades, and their current low level encourages investors, searching for yield, to take on additional risk. Low rates also leave central banks little room for loosening monetary policy in a slowdown, because nominal interest cannot fall below zero. And they are symptomatic of an economy that is out of sorts. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , , | Leave a Comment »

Inflation and interest rates: Up, up and away

Posted by hkarner - 30. März 2014

Date: 29-03-2014
Source: The Economist

Higher inflation may be needed to leave extra-low interest rates behind

AT FIRST glance, rich-world central banks are going their separate ways. Cheered by sturdy growth figures, the Bank of England and the Federal Reserve are shuffling toward an exit from easy monetary policy; markets found Janet Yellen’s first Fed statement unexpectedly hawkish. The European Central Bank, in contrast, is tacking looser. On March 25th Jens Weidmann, president of the Bundesbank, suggested that the ECB might need to be more forceful in order to keep the euro-area economy out of the grips of deflation.

Interest ratesLook again, however, and the path forward appears similar across the rich world: low interest rates stretch off into the visible distance. The outlook is clearest in Europe, where the ECB may toy with negative rates as a means to fend off deflation. But even in America and Britain “normal” rates are a distant prospect. In February Mark Carney, the Bank of England’s governor, promised that eventual rate rises would happen gradually, and would level off below the pre-crisis norm. On March 19th Ms Yellen offered similar guidance. Markets project that short-term rates in both economies will still be just 2% in early 2017 (see chart 1), a level the euro zone will not hit until 2020.

As normalisation recedes toward the horizon, central bankers moan publicly about the costs of low rates. In February Daniel Tarullo, a Fed governor, said that they might encourage investors to take dangerous risks as they “reach for yield”. Even more worrying, low rates leave little cushion against future shocks. The Fed’s main policy rate was just 2% when Lehman Brothers failed in 2008, compared with 5% at the start of the 2001 recession and 8% when the downturn of 1990 began.

Yet rates are low for good reason: economies cannot withstand dearer credit. Central banks are battling against two sources of downward pressure on their main policy rates. One is the rock-bottom level of the real (ie, inflation-adjusted) interest rate needed to keep economies running at full tilt. This “natural” rate has been dragged down by long-term structural trends. A global savings glut is partly to blame: export powerhouses like the OPEC countries and China buy vast quantities of rich-world debt, depressing borrowing costs in the process. Rising inequality also adds to the pool of underused savings, since the rich save more of their income. Leaden real rates were reinforced by the financial crisis. Tumbling asset prices forced households to repay debts rapidly. As they struggled to deleverage, their interest in new borrowing and spending evaporated. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , , , | Leave a Comment »

ECB’s Liikanen: Open to Negative Deposit Rate

Posted by hkarner - 26. März 2014

Erkki Liikanen ist ein besonders Guter: er war zuvor von 1995 bis 2004 EU-Kommissar, davon ab 1999  für Unternehmen und Informationswirtschaft. Als solcher hat er den Föhrenbergkreis im Mai 2003  in Wien besucht, um sich mit unseren Ideen “Auf der Spurensuche zu einer Neuen Wirtschaftsordnung” zu befassen. Er hat einen halben Tag mit uns zugebracht, kam extra für uns nach Wien (hat zu dessen Unlust nicht einmal Schüssel am Ballhausplatz besucht!). Die Initiative dazu ging vom damaligen EU-Botschafter in Österreich (Karl Doutlik) aus.  hfk

Date: 25-03-2014
Source: The Wall Street Journal

Latest Indication Officials are Willing to Provide Fresh Stimulus
Liikanen
Erkki Liikanen is one of the ECB’s longest serving members.
Setting a negative deposit rate to guard against excessively low inflation is an option for the European Central Bank, said Finland’s central bank governor Erkki Liikanen, the latest indication that officials are willing to provide fresh stimulus to protect a fragile economic recovery.

“If you want to tackle the issues with traditional monetary policy, then you should be able to cut rates further. We are at low levels but we haven’t exhausted our maneuvering room,” Mr. Liikanen told The Wall Street Journal in an interview.

Mr. Liikanen is one of the ECB’s longest serving members, heading Finland’s central bank since 2004, and is on the 24-member governing council.

The ECB’s main lending rate to banks is 0.25%, a record low. The separate deposit rate is set by the ECB for overnight funds parked at the central bank. It has been set at zero for nearly two years. Denmark has experimented with negative rates on bank deposits. But the ECB would be the largest central bank to go this route since the global financial crisis erupted more than five years ago.

Faced with a penalty rate for parking funds at the ECB, commercial banks might instead lend their excess funds to other financial institutions, lowering short-term borrowing costs. It could also make euro-denominated assets less attractive to global investors, taking some of the froth off the value of the euro, and thereby boosting exports and inflation.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , , | Leave a Comment »

Die Weltwirtschaft heute – ein einziges Tollhaus

Posted by hkarner - 17. März 2014

Auch wenn ich sonst mit Ferry Stocker zur Finanzwirtschaft nicht viel anfangen kann (er ist mir zu trivial!), so hat er es diesmal ganz gut getroffen! (hfk)

16.03.2014 | 18:28 | von FERRY STOCKER (Die Presse)

Es sind die Zentralbanken, die es vereiteln, dass die Politik endlich die unausweichlichen, grundlegenden Reformen angeht.

Endlich: Die jüngsten Wirtschaftsprognosen für die westlichen Industriestaaten wie insbesondere auch für die Eurozone wurden nach oben revidiert, die überwiegende Mehrzahl der Wirtschaftsforscher ist deutlich optimistischer. Irland hat Ende 2013 den Euro-Rettungsschirm verlassen, Portugal verzeichnete im letzten Quartal 2013 den stärksten Aufschwung der Euroländer überhaupt. Sogar griechische Banken spielen mit dem Gedanken, sich wieder direkt auf dem Kapitalmarkt Geld zu besorgen.

In den USA wächst die Wirtschaft wieder markant und auch in Großbritannien entwickelt sich eine ansehnliche Dynamik. Alles in allem also durchaus vielversprechende Aussichten! Ist die Krise, sind die Krisen also endlich vorbei?

Wie schön wäre es! Doch der Schein trügt. Zwar hat sich das ökonomische Umfeld – abgesehen von der skandalösen Höhe der (Jugend-) Arbeitslosigkeit in vielen Ländern – in der Tat deutlich aufgehellt, doch von der Überwindung der Krisen und damit von fundierten Wachstumsaussichten sind wir weit entfernt.

Toxische Nebenwirkungen

Denn einerseits bestehen die zentralen Krisenursachen überwiegend fort. Andererseits offenbaren die wirtschaftspolitischen, in erster Linie die geldpolitischen Ablenkungsmanöver und Beruhigungspillen mehr und mehr ihre Wirkungslosigkeit, während ihre toxischen Nebenwirkungen immer deutlicher zutage treten. Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , , , , , , , | Leave a Comment »

China revolutioniert Finanzsystem

Posted by hkarner - 12. März 2014

11.03.2014 | 18:24 | Felix Lee (Die Presse)

Die Zentralbank plant eine totale Zinsfreigabe binnen zwei Jahren. Da Chinesen als Sparweltmeister bekannt sind, wird das Analysten zufolge ungeahnte Kräfte freisetzen.

Peking. Was im Rest der Welt eine Selbstverständlichkeit ist, kommt in China einer Revolution gleich: die Liberalisierung der Zinsen. Am Rande des Nationalen Volkskongresses hat Zentralbankchef Zhou Xiaochuan verkündet, dass Banken und andere Finanzdienstleister bald den bislang staatlich fixierten Zinssatz selbst bestimmen dürfen. „Ich gehe davon aus, dass dieser Schritt schon in ein bis zwei Jahren realisiert sein wird“, sagte Zhou. Die Notenbank ist der Zentralregierung unterstellt.

Lange ist Chinas Führung mit dem Einheitszinssatz gut gefahren. Sie hat nicht nur weitgehend die Kontrolle über ihr Finanzsystem behalten, sondern hat über die von ihr ebenfalls kontrollierten Banken gut an den Sparern mitverdient. Sie bestimmte nämlich einen Zinssatz, der weit unter der Inflationsrate lag. Da es in dem bislang streng abgeschirmten Finanzmarkt für chinesische Sparer nur wenig Anlagemöglichkeiten gibt, haben sie kaum eine andere Möglichkeit, als den Staatsbanken günstig ihr Geld zu überlassen. Die Banken, und damit die Zentralregierung, haben an diesem System kräftig verdient.

Doch in den vergangenen Jahren ist der streng regulierte Kapitalmarkt zunehmend an seine Grenzen gestoßen. Viele Chinesen sind zu Wohlstand gekommen und haben gewaltige Vermögen angehäuft. Sie geben sich mit mickrigen Einheitszinssätzen nicht mehr zufrieden. Sie haben sehr viel Geld etwa in den Kauf von Wohnungen und Häusern gesteckt und damit zum Immobilienboom beigetragen. Viele dieser Wohnungen stehen jedoch leer und verkommen.

 

Kein Wettbewerb bei Banken

Zugleich sorgt der Einheitszinssatz für wenig Wettbewerb unter den Banken, sodass sie Kredite vorwiegend an große Konzerne, Staatsunternehmen und Lokalregierungen vergeben, die sich damit höchst ineffiziente Großprojekte leisten. Viele dieser Kredite erweisen sich nun als faul. Chinesische Kommunen, Provinzregierungen und Staatsunternehmen haben binnen weniger Jahre gigantische Schulden angehäuft, die das gesamte Wirtschaftssystem gefährden. Auch Chinas Schattenbankenwesen fernab jeglicher staatlicher Kontrolle hat bedrohliche Ausmaße angenommen.

Versprochen hat die chinesische Regierung die Zinsliberalisierung bereits seit einiger Zeit. Die Zinsspanne hat sie bereits im vergangenen Sommer gelockert. Seit Kurzem können chinesische Sparer ihr Vermögen auch bei privaten Internetdienstleistern anlegen. Diese setzen die Staatsbanken zusätzlich unter Druck.

So konkret wie jetzt war die Zentralbank mit ihrer Ankündigung der völligen Freigabe der Zinsen auch für Spareinlagen bislang nicht. Experten haben dies trotz der versprochenen Reformen im chinesischen Finanzsektor erst sehr viel später erwartet. Das werde erhebliche Kräfte freisetzen und Chinas bislang unterentwickelten Kapitalmarkt auf Trab bringen, meint Qu Hongbin, Finanzanalyst der britischen Großbank HSBC.

 

Yuan gezielt abgewertet?

Ernüchterung in der internationalen Finanzwelt herrscht hingegen bei der Liberalisierung der Währung Yuan. China werde zwar die Konvertibilität weiter vorantreiben. Notenbankchef Zhou rät jedoch zur Geduld. „Für eine völlige Internationalisierung haben wir noch einen weiten Weg vor uns“, sagt er. Es gebe noch keinen konkreten Zeitplan. Besonders vertrauenserweckend agiert die chinesische Zentralbank aktuell nicht: Der Yuan ist an den Dollar gekoppelt, und die Zentralbank legt täglich einen fixen Wechselkurs fest. Zuletzt ist der Kurs stark gefallen. Währungsexperten gehen davon aus, dass gezielt abgewertet wurde.

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , | Leave a Comment »

Challenging the Consensus

Posted by hkarner - 7. Februar 2014

John Mauldin, February 5, 2014

One of the most universal consensus calls in the markets today is that interest rates are destined to rise. Thirteen out of 13 major investment banks all think that interest rates for global fixed-income will rise this year. I get nervous when everybody is on the same side of the boat. And so does my good friend and business partner Niels Jensen of Absolute Return Partners in London. This week’s Outside the Box is another of his thoughtful essays, giving us five reasons why interest rates may in fact go down this year. That is not to say that we don’t both agree that rates have to go back up eventually, but to us the timing is not so obvious as it is to the major investment banks. Rather than tip his thunder, I’ll let Niels advocate for his position. (And you can see more of his consistently excellent work at www.arpinvestments.com.)

 

Challenging the Consensus

“The noble title of ‘dissident’ must be earned rather than claimed; it connotes sacrifice and risk rather than mere disagreement.”

Christopher Hitchens, Polemicist

Herd mentality is one of the strongest and most powerful human instincts. Humans take great comfort from walking the same path as others have walked before them, and nowhere is this more evident than in the field of investments. Most investors are simply incapable of disregarding the consensus when making investment decisions, if for no other reason than because ‘being out there on your own’ is associated with considerable career risk (I wrote about this back in October 2012 – see here). Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Artikel | Getaggt mit: , , , , | Leave a Comment »

 
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 369 Followern an