Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Posts Tagged ‘Inflation’

Banken-Stresstest hemmt die Inflation

Posted by hkarner - 23. Juni 2014

22.06.2014, 12:26 Uhr, handelsblatt.com

Daniel Hupfer sieht im Stresstest der europäischen Banken den Knackpunkt für die geringe Inflation. Denn solange Stabilität der Geldhäuser getestet wird, werden diese sich hüten durch Kredite in Bedrängnis zu geraten.

An dem umfangreichen geldpolitischen Maßnahmenpaket, das die EZB vor 14 Tagen beschlossen hat, wird insbesondere in Deutschland heftige Kritik geübt. Im Kern geht es dabei um zwei Dinge: Zum einen sei die Geldpolitik der EZB unangemessen, da sich die wirtschaftliche Lage bereits verbessere und die Gefahr einer Deflation gering sei beziehungsweise gar nicht existiere.

Zum anderen seien die beschlossenen Maßnahmen wirkungslos und sogar schädlich, weil die deutschen Sparer „enteignet“ und nur die Bildung von spekulativen Blasen gefördert würden. Wir halten die erneute geldpolitische Lockerung durch die EZB dagegen durchaus für gerechtfertigt, denn einerseits weicht die derzeitige Inflationsrate für den Euroraum mit 0,5 Prozent für Mai 2014 von der EZB-Zielgröße „unter aber nahe bei zwei Prozent“ deutlich ab und das vergleichsweise moderate Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr wird in nächster Zeit kaum reichen, um einen stärkeren Preisanstieg auszulösen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Zinsdilemma der Fed könnte teuer für Sparer werden

Posted by hkarner - 20. Juni 2014

Danke an H.G.

18.06.14, wsj.de

Finanzsystem

Wie hoch sollten Zinsen in einer gesunden Wirtschaft sein? Im Idealfall vier Prozent. Eine Reihe von Notenbankern will sich von Nullzinsen nicht verabschieden und gleich noch an der Inflation drehen. Von Jon Hilsenrath (WSJ.de) und Holger Zschäpitz

US LeitzinsFoto: Infografik Die Welt Der amerikanische Leitzins liegt seit der Finanzkrise bei nahe Null. Es ist fraglich, ob er jemals seinen historischen Durchschnitt von 5,6 Prozent erreichen wird

Während die Fußball-Weltmeisterschaft die Menschen rund um den Globus in ihren Bann zieht, finden in Washington Beratungen statt, die langfristig von weit größerer Tragweite sind. Es geht um nicht weniger als die globale Architektur des Finanzsystems in der Zukunft und die Frage, ob Sparer auf Jahrzehnte keine Zinsen mehr für ihr Geld bekommen (Link: http://www.welt.de/128845324) .

Wenn sich die amerikanischen Währungshüter in dieser Woche treffen, wird die wichtigste Frage nämlich nicht sein, wohin die Sätze in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten bewegt werden sollen. Es wird darum gehen, wo die Zinsen in Jahren stehen werden.

Die Fed-Vertreter haben bisher immer geglaubt, dass ihr Leitzins, die sogenannte Federal Funds Rate, in einer perfekt ausbalancierten Wirtschaft etwa vier Prozent betragen sollte. In diesem Szenario liegt die Inflation stabil bei zwei Prozent und die Arbeitslosigkeit bei 5,5 Prozent. Doch nun dreht sich die Debatte darum, ob die Zinsen weiter unter vier Prozent liegen sollen, selbst wenn diese Zielmarken erreicht sind.

Es wäre eine Abkehr vom herrschenden Paradigma. Seit der Lösung des Dollar von der Goldbindung im Jahr 1971, also dem aktuellen Papiergeldsystem, lag der Leitzins im Durchschnitt bei 5,6 Prozent. Den Rest des Beitrags lesen »

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EU Inflation Falls, Raising Expectations for More Central Bank Measures

Posted by hkarner - 17. Juni 2014

Date: 17-06-2014
Source: The Wall Street Journal

Other Central Banks Likely to Follow ECB’s Lead by Providing Fresh Stimulus

The annual rate of inflation in the 28-member European Union fell to levels seen in the wake of the 2009 global recession, raising expectations other central banks in the bloc will follow the European Central Bank in providing fresh stimulus to their economies.

The EU’s statistics agency Eurostat said Monday that the annual rate of inflation in the broader EU—which includes 10 countries that don’t use the euro—fell to 0.6% in May from 0.8% in April, its lowest level since October 2009, with the exception of March of this year.

In the 18-member euro zone alone, consumer prices were 0.1% lower than in April, and 0.5% higher than in May 2013, Eurostat said. The figure confirmed the preliminary estimate for the annual rate of inflation released earlier this month and was the lowest annual rate of inflation since November 2009, except for March of this year. Den Rest des Beitrags lesen »

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Finanzwissenschaftler Olaf Stotz: „Anleger müssen nun mehr Risiko gehen“

Posted by hkarner - 5. Juni 2014

von Lukas Bay, handelsblatt.com

05.06.2014, 16:06 Uhr

Die Leitzinsen in der EU sinken auf Rekordtief, der Dax springt über die 10.000 Punkte. Im Interview spricht Professor Olaf Stotz von der Frankfurt School of Finance & Management über die Folgen der Zinsentscheidung.

Olaf Stotz ist seit September 2008 Professor für Asset Management an der Frankfurt School of Finance & Management. Quelle: PR

Handelsblatt: Die EZB senkt den Leitzins auf Rekordtief und erhebt Strafzinsen auf Einlagen. Ein erfolgreiches Rezept, um die Kreditvergabe anzukurbeln?

Olaf Stotz: Die EZB erhofft sich für die Realwirtschaft zwar, dass in der Kreditwirtschaft die Vergabe angekurbelt wird. Das wird durch diesen kleinen Schritt und auch durch die Strafzinsen auf Einlagen aber meiner Einschätzung nach nicht erreicht. Denn letztendlich hängt die Kreditvergabe davon ab, wie gut oder schlecht der Kredit ist. Da muss es in der Realwirtschaft Objekte geben, die sich auch finanzieren lassen Ob die Einlagen bei der EZB nun mit null oder negativ verzinst werden, spielt da keine große Rolle.

In einer ersten Reaktion hat der Euro deutlich an Wert verloren, der Dax hat erstmals die 10.000 Punkte geknackt. Welche Folgen hat der Entscheid für die Finanzwirtschaft?

Auf die Finanzwirtschaft hat die Entscheidung doch deutliche Auswirkungen, weil die Banken ihr Geld tendenziell eher bei der EZB anlegen. Sie werden es allerdings überwiegend nicht in der Realwirtschaft, also in Kredite, sondern an den Kapitalmärkten anlegen. Letztendlich werden die Kurse an den Kapitalmärkten weiter nach oben gedrückt. Dadurch entsteht eine Inflation, wie von der EZB beabsichtigt, aber das ist eine Asset-Inflation, keine reale Inflation. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Mär von der Allmacht der Zentralbanken

Posted by hkarner - 4. Juni 2014

03.06.2014 | 18:39 | Nikolaus Jilch (Die Presse)

Nowotny 2Notenbanken sind extrem mächtig, aber sie können die Wirtschaft nicht nach Belieben steuern. Das sagt auch OeNB–Chef Nowotny. Die EZB wird die Zinsen senken – aber auch ihr Spielraum ist begrenzt.

Wien. Im Grunde plagt die Eurozone dasselbe Problem wie viele Haushalte: Es fehlt an Geld. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes, denn die Banken vergeben einfach zu wenig Kredite – und ein Großteil des frischen Geldes wird durch die Banken bei der Kreditvergabe erst geschaffen. Derzeit fehlt es aber an frischem Geld – die Inflationsrate sinkt, es herrscht Disinflation.

Das hat Folgen: In der Eurozone ist die Teuerungsrate im Mai auf 0,5 Prozent gesunken, wie Eurostat am Dienstag mitteilte. Damit befindet sich das Gebiet der europäischen Währungsunion nur noch 0,6 Prozentpunkte von der Preisdeflation entfernt. Politiker, Banken und Anleger sind alarmiert, denn ein sinkendes Preisniveau benachteiligt Schuldner – und Schulden sind wahrlich genug im System. Vor allem für Regierungen wäre eine echte Deflation angesichts der Schuldenberge, die die EU-Staaten vor sich herschieben, eine Katastrophe. Seit Beginn der Eurokrise im Jahr 2010 war der Ruf nach einem Eingreifen der EZB nie lauter als jetzt.

Am Donnerstag wird die Europäische Zentralbank bei ihrer Sitzung wohl auch reagieren. Sie wird die Leitzinsen vermutlich von 0,25 auf 0,15 oder sogar glatte null Prozent senken – und Banken, die Zentralbankgeld bei der EZB bunkern, statt es zu verleihen, durch einen negativen Einlagezins bestrafen. Den Rest des Beitrags lesen »

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ECB Aware of Risks From Low Inflation, Mario Draghi Says

Posted by hkarner - 29. Mai 2014

Date: 28-05-2014
Source: The Wall Street Journal

Draghi ccECB Chief Expresses Confidence That the Bank Has Tools to Stop Deflation

SINTRA, Portugal—The European Central Bank is aware of the risks associated with too long a period of ultralow inflation, the bank’s president Mario Draghi said Tuesday, though he said he was confident that the ECB has the tools to push consumer-price growth higher.

“We are confident we will deliver the close to 2%, but below 2%, objective,” Mr. Draghi said, referring to the ECB’s medium-term target.

He spoke at the conclusion of the ECB’s two-day conference in Sintra, near Portugal’s capital.

Annual euro-zone inflation was just 0.7% in April, far below that target. The persistent weakness of inflation, combined with a sluggish economy and weak credit dynamics, has prompted speculation in financial markets that the ECB will cut interest rates and take other stimulus measures when it meets on June 5. Den Rest des Beitrags lesen »

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Mario Draghi’s Ongoing Faustian Pact

Posted by hkarner - 28. Mai 2014

Author: Edward Hugh  ·  May 21st, 2014  ·  RGE EconoMonitor

Word has it that Mario Draghi is busily working up a new version of his “whatever it takes” methodology. This time the objective is not saving the Eurozone, but maintaining the region’s inflation at or near the ECBs official 2% inflation objective. The first time round the President of the Euro Area’s central bank had it easy, since market participants took him at his word and he effectively needed to do nothing to comply. This time though, as they say, it will be different.

Its getting towards two years now since Mario Draghi made that first famous “whatever it takes” promise for which he will either be feted eternally in the central bankers’ heaven or cursed perpetually in whatever their equivalent of hell is. During that time the tide of the Euro Area debt financing crisis has steadily been turned – perhaps the turning point came when Spain’s prime minister Mariano Rajoy decided not to apply for a full Troika bailout and got away with it, sometime around November 2012.

During the time since that first Draghi promise Spanish (and other periphery) yields have come down dramatically, from around 7% (in Spain’s case) to the current rate of just over 3%. Perhaps the steepest, and most surprising, part of that drop was between January and April 2014, a period in which speculation – often fueled by the ECB itself – was rife that a programme of quantitative easing was in preparation and likely to be launched in order to fend off the threat to Euro recovery presented by low inflation/deflation. Den Rest des Beitrags lesen »

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EZB bereitet Minuszinsen für Banken vor

Posted by hkarner - 14. Mai 2014

Aus Sorge vor einer Deflation in der Euro-Zone denkt die EZB nach Informationen der ZEIT über Strafgebühren für Banken nach. Auch eine weitere Zinssenkung sei möglich.

cv_praet

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank Peter Praet

Angesichts der niedrigen Inflationsraten in Europa denkt die Europäische Zentralbank (EZB) über immer radikalere Mittel der Geldpolitik nach. Nach Aussagen ihres Chefvolkswirts Peter Praet müssen die Banken wohl bald Strafgebühren bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Notenbank deponieren wollen. “Negative Einlagenzinsen sind ein möglicher Teil einer Kombination von Maßnahmen“, sagte Praet im Gespräch mit der ZEIT.

Eine solche Zinssenkung sei Teil einer breiter angelegten Offensive zur Abwehr der deflationären Tendenzen. “Wir bereiten eine Reihe von Dingen vor. Wir könnten den Banken erneut für einen längeren Zeitraum Geld leihen, möglicherweise gegen Auflagen. Wir könnten die Zinsen noch einmal senken. Auch eine Kombination mehrerer geldpolitischer Instrumente ist denkbar”, sagte der EZB-Chefvolkswirt. Der Leitzins liegt derzeit bereits auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent.

Praet ist in der EZB als Direktoriumsmitglied für die Vorbereitung der Zinsentscheidungen zuständig und damit einer der einflussreichsten Notenbanker in Europa. Die Inflationsrate im Euro-Raum betrug zuletzt nur noch 0,7 Prozent. Zielmarke der EZB ist ein Wert von nahe, aber unter zwei Prozent. Den Rest des Beitrags lesen »

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Dirk Müller im Video „Die EZB wird reagieren müssen“

Posted by hkarner - 14. Mai 2014

14.05.2014, 12:27 Uhr, Handelsblatt.com

Müller ntvAnleger befürchten, die geringe Inflation könnte in Deflation übergehen. Börsenexperte Dirk Müller meint: „Man kann davon ausgehen, dass was von der EZB kommt.“ Das könnte dem Dax zu einem neuen Allzeithoch verhelfen.

http://bcove.me/a9k9d8a6

 

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Sweden Turns Japanese

Posted by hkarner - 22. April 2014

Date: 21-04-2014KRUGMAN4
Source: Paul Krugman

Three years ago Sweden was widely regarded as a role model in how to deal with a global crisis. The nation’s exports were hit hard by slumping world trade but snapped back; its well-regulated banks rode out the financial storm; its strong social insurance programs supported consumer demand; and unlike much of Europe, it still had its own currency, giving it much-needed flexibility. By mid-2010 output was surging, and unemployment was falling fast. Sweden, declared The Washington Post, was “the rock star of the recovery.”

Then the sadomonetarists moved in.

The story so far: In 2010 Sweden’s economy was doing much better than those of most other advanced countries. But unemployment was still high, and inflation was low. Nonetheless, the Riksbank — Sweden’s equivalent of the Federal Reserve — decided to start raising interest rates.

There was some dissent within the Riksbank over this decision. Lars Svensson, a deputy governor at the time — and a former Princeton colleague of mine — vociferously opposed the rate hikes. Mr. Svensson, one of the world’s leading experts on Japanese-style deflationary traps, warned that raising interest rates in a still-depressed economy put Sweden at risk of a similar outcome. But he found himself isolated, and left the Riksbank in 2013.

Sure enough, Swedish unemployment stopped falling soon after the rate hikes began. Deflation took a little longer, but it eventually arrived. The rock star of the recovery has turned itself into Japan. Den Rest des Beitrags lesen »

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