Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Nach den kristallklaren Aussagen des Föhrenbergkreises zur Finanzwirtschaft aus dem Jahr 1999 gibt es jetzt einen neuen Arbeitskreis zum Thema.

Schuldenkrise Weltbankchef Zoellick fordert klare Führung

Posted by hkarner - 9. Oktober 2011

Wirtschaftswoche.de, 9-10

Weltbankpräsident Robert Zoellick fordert Konzepte für die Krisenbewältigung und die Entwicklung des Euros. Mit dem Rettungsschirm habe man sich nur Zeit erkauft. Durchwursteln helfe nicht, Deutschland müsse die Führung übernehmen.

„Vieles in der Politik geschieht in der Art des Durchwurstelns, aber die Wirtschaft und die Märkte brauchen Orientierung und Klarheit“, sagte Zoellick der WirtschaftsWoche. „Als vor gut 20 Jahren der Ostblock zusammenbrach, entwickelte Bundeskanzler Helmut Kohl eine Vision, wie sich die Dinge entwickeln könnten. So etwas fehlt jetzt völlig, und je länger dies andauert, desto mehr Geld kostet es und desto weniger Handlungsoptionen wird es geben.“

Europa habe immer noch kein Konzept, wie die Krise gelöst werden soll, sondern habe sich durch den Rettungsschirm nur Zeit erkauft. „Bislang haben die Europäer versucht, ihr Problem durch Liquiditätshilfen zu lösen. Ich will das nicht kritisieren, aber das löst das Problem nicht. So gewinnt man nur Zeit“, kritisiert Zoellick. „Mal sorgen sich die Menschen um die Staatsverschuldung, mal um die Banken. Was Europa fehlt, ist ein umfassender Ansatz, der für beide Probleme eine gemeinsame Lösung bietet und eine Antwort auf die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands gibt.“

Deutschland komme bei der Lösung der Krise eine Führungsrolle zu. „Deutschland spielt schon wegen seiner Größe eine wichtige Rolle in Europa. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy steht vor Wahlen, Italien befindet sich in Turbulenzen, Großbritannien ist nicht Teil der Euro-Zone. Wo soll die Lösung also herkommen?“ fragt der Weltbankpräsident. Die deutschen Steuerzahler „vermissen vor allem, dass ihnen die politische Führung sagt, in welche Richtung sich ihr Europa überhaupt entwickeln soll“, so Zoellick. „Die entscheidende Frage ist doch, ob die Menschen und Regierungen in Europa eine politische und finanzielle Union errichten wollen, um die Währungsunion zu ergänzen.“

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