Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Unkonventionelle Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Archive for 16. Juli 2011

ÖVAG fällt beim Stresstest durch: “Für uns kam der Stresstest 3 Monate zu früh!” – oder ist das Management zwei Jahre zu spät dran?

Posted by hkarner - 16. Juli 2011

Ein großes Malheur ist das allerdings nicht. Denn wie die ÖVAG vorweg schon selbst gesagt hat, kam der Stresstest einfach „zu früh“. Wirtschaftsblatt, 16/7.

Kommentar von hfk:

  1. die Troubles der ÖVAG rühren ausschließlich vom Österreich Geschäft (Investkredit, Kommunalkredit und deren Töchter) – und sind seit 2 1/2 Jahren bekannt. Also: was ist da “zu früh”?
  2. Warum der ÖVAG Aufsichtsrat und der Vorstand (da sitzen heute noch welche von “damals”) nicht früher agiert hat, versteht nur, wer auch den Vorwurf eines IWF-Spitzenbankers versteht: “cooperatives usually sit on a large, ownerless endowment. The ownerless nature of this endowment raises risks of misuse and appropriation, while leaving members with limited incentives to exert effective oversight
    over what is being done with it”.
  3. Ob es überhaupt Aufgabe des Spitzeninstituts eines Genossenschaftssektors ist, neben dem Liquiditätsausgleich (riskant) auf eigene Kosten zu veranlagen, wäre Aufgabe für (die “nicht existenten” ) Eigentümer – siehe oben – , zu entscheiden.
  4. Die FIMBAG und die FMA als Aufsichtsorgane haben in ihrer Professionalität noch das ihre zur Verschleppung beigetragen (die FMA in ihrer Zögerlichkeit der letzten Monate sogar dazu, dass es gestern zum “Skandal” kam –  Stichwort: Investkredit Integration)
  5. Für Österreich und die Reputation des Finanzsystems  ist es eine Schande. Aber nun sind wir(endlich) in der gleichen (Stresstest-) Liga wie Griechenland und Spanien
  6. Was überhaupt nicht als “schade” kommentiert wird: Österreich verliert eine ihrer besten Geschäftsbasen in Mittel- und Südosteuropa (mit dem wahrscheinlichen Verkauf der “Volksbank International” an die russische Sberbank). Die VBI war wohl das am wenigsten “gierige” österr. Institut in CEE, ist am wenigsten unbehutsam vorgegangen (Entschuldigung für die geschwollene Ausdrucksweise, aber simpler lässt sich das nicht sagen!). Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Brandstifter an der Spitze des Löschzuges (5) – Stepic schafft es sogar in die internationale Managementliteratur

Posted by hkarner - 16. Juli 2011

Der Wirtschafskommentator (und “Editor-at-Large”) der “Times” hat ein ganz wichtiges Buch geschrieben.

Ein Zitat daraus, bei dem ein österreichischer Spitzenbanker gar nicht gut davon kommt(S.100 f):

“The notorious comment by Charles Prince, the chairman of Citigroup, that turned into an ironic refrain throughout the financial meltdown: ‘when the music stops … things will be complicated. But as long as the music is playing, you’ve got to get up and dance. We’re still dancing’.

And despite the derision and humiliation suffered by Prince  as a result of this statement, another leading banker made almost the same admission a year later, when the calamity suffered by Citigroup was well known. This time, the confession related to the wildly excessive foreign currency lending that ruined the economies and banks of central Europe. ‘Foreign currency lending in the short-term is a nuisance, in the long term it is worse.When it is in the Euro, it is a 50% sin, when it’s in other currencies, it is more sinful. But as long as big players are doing it, we have to do it or we could be out of the market’11 Den Rest des Beitrags lesen »

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