Archiv für Juni 2011
Geschrieben von hkarner am 26. Juni 2011
Die Griechen können nur Olivenöl, pampern ihre Rentner und machen uns arm! Und Europa ist ein bürokratischer Moloch! Wir hätten da ein paar Zahlen.
© Vladimir Rys/Getty Images
Honigmelonen auf einem Markt in Athen
Anteil Deutschlands am BIP der EU: 20,4 Prozent
Gemeinsamer Anteil Portugals, Griechenlands und Irlands am BIP der EU: rund 5 Prozent
Veränderung der Arbeitslosenquote in Deutschland 2008 bis Januar 2011 (nach harmonisierten Zahlen der OECD): - 0,8 Prozentpunkte
Veränderung der Arbeitslosenquote in Griechenland 2008 bis Januar 2011: + 8,3 Prozentpunkte
Kosten der Griechenlandrettung für Deutschland, wenn Griechenland irgendwann zwei Drittel seiner Schulden nicht zurückzahlen kann (nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung): 38 Milliarden Euro
Rein rechnerische Kosten der Griechenlandrettung für jeden Deutschen nach diesem sehr pessimistischem Szenario: 465 Euro
Summe der Kredite, die tatsächlich bislang aus Deutschland an Griechenland geflossen sind: 8,4 Milliarden Euro
Zinsen, die Griechenland unter dem Strich bisher an die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für diese Kredite gezahlt hat: 183 Millionen Euro
Summe der Gebühren, die die KfW bislang für die Kredite einbehalten hat: 42 Millionen Euro Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 26. Juni 2011
Handelsblatt.com, 25/6
Die wichtigsten Banken der Welt sollen nach dem Willen ihrer internationalen Aufseher künftig mehr Eigenkapital vorhalten als andere – diese neuen Regeln sollen ab 2016 eingeführt werden.
Basel/Frankfurt. Der Baseler Ausschuss und die Gouverneure der entsprechenden Notenbanken und Aufsichtsbehörden aus 27 Ländern einigte sich auf einen Zuschlag von 1,0 bis 2,5 Prozent, wie das Gremium am Samstag in Basel mitteilte. Der zusätzliche Kapitalpuffer wird abgestuft nach der Systemrelevanz der Bank, das heißt deren Größe, Vernetztheit und Bedeutung für das internationale Bankensystem, ihrer Komplexität und globalen Reichweite. Er soll nach dem Willen der Aufseher ausschließlich aus hartem Kernkapital bestehen, also Aktien und Gewinnrücklagen.
Wie viele und welche Banken von den Auflagen betroffen sind, teilte der Baseler Ausschuss nicht mit. Im Vorfeld war von 25 bis 30 Instituten die Rede, Frankreich hatte Kreisen zufolge auf eine noch höhere Zahl gedrängt. Aus Deutschland gilt die Deutsche Bank als gesetzt. Wenn die Liste 30 Institute umfasst, wäre Finanz- und Aufsichtskreisen zufolge wohl auch die Commerzbank betroffen. Die Beschlüsse müssen im Juli noch vom Finanzstabilitätsrat (FSB) unter Führung des künftigen EZB-Chefs Mario Draghi abgesegnet werden. Das letzte Wort haben im November die politischen Führer der G20-Staaten. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 25. Juni 2011
Teil I: Euro, Staatsschulden und die Diktate einer extraterritorialen Macht
von Gero Jenner (26.6.2011)
Es ist wahr, dass die Griechen sich mit falschen Zahlen den Zugang zur Eurozone erschlichen haben. Doch wahr ist ebenfalls, dass damals niemand so genau hinsehen wollte. Bis vor kurzem herrschte ja noch Erweiterungseuphorie. Die deutsche Industrie hat prächtig daran verdient, dass der Export von BMWs, Volkswagen, Pflanzenschutzmitteln nach Griechenland durch die gemeinsame Währung erleichtert wurde. Andererseits waren deutsche (neben französischen) Banken, Versicherungen und Pensionsfonds nur zu gerne bereit, dem griechischen Staat das nötige Geld vorzuschießen, damit sich seine Bürger all diese schönen Dinge auch leisten konnten. Auch die Gläubiger, die den Banken das dafür erforderliche Geld bereitgestellt haben, konnten mit diesem Handel nur glücklich sein, weil ein starkes Europa ihnen ja die gewünschte Sicherheit und Rendite garantierte.
Fehler 1:
Doch schon bei der Einführung des Euro im Vertrag von Maastricht hatte es nicht an warnenden Stimmen gefehlt. Immerhin waren in Europa bereits zwei derartige Projekte gescheitert, einerseits die „Lateinische Münzunion“ zwischen Frankreich, Belgien, Italien, der Schweiz und Griechenland, die faktisch von 1865 bis 1914, formal bis 1926 existierte, andererseits die skandinavische Währungsunion, die zwischen 1872 bis 1924 bestand. In beiden Fällen entwickelten sich die volkswirtschaftlichen Daten so stark auseinander, dass die Bündnisse zerplatzen. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 24. Juni 2011
Eine ausgezeichnete Bewertung der Situation! Chapeau! (hfk)
Immer mehr Geld: Griechenland droht auch die soliden Euro-Staaten in die Krise zu stürzen. Es gibt nur schmerzhafte Auswege. Es braucht einen drastischen Schuldenschnitt.
Von Holger Steltzner
FAZ, 24. Juni 2011 2011-06-24 11:28:31
Das nächste Kreditpaket II über rund 120 Milliarden Euro für Griechenland rette die Europäische Währungsunion, versprechen die Staats- und Regierungschefs der EU auf ihrem Krisengipfel. Wer soll das glauben? Das Kreditpaket I über 110 Milliarden versickerte wirkungslos. Zwischen dem ersten und dem zweiten griechischen Rettungseinsatz stellte die EU noch einen Krisenfonds mit 780 Milliarden Euro ins Schaufenster, aus dem Irland und Portugal schöpfen. Doch die Billion beeindruckt die Märkte nicht. Ohnmächtig werden Rettungs-Europäer wie Bundeskanzlerin Merkel oder Finanzminister Schäuble (beide CDU) am Nasenring durch den Kapitalmarkt geführt. Sie machen, was Banken, Versicherungen und Europäische Zentralbank ihnen diktieren: auf keinen Fall ein Schuldenschnitt für Griechenland, bloß keine Beteiligung privater Gläubiger, allenfalls eine freiwillige Umschuldung, aber erst später, wenn auch noch das letzte Drittel der notleidenden Staatsanleihen in öffentliche Hände gewandert ist. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 24. Juni 2011
Die Griechen müssen es schaffen, wieder eigenständig Kapital an den Finanzmärkten aufzunehmen. Dies geht nur, wenn die Käufer von Staatsanleihen sehen, dass Griechenland seine Schulden bedienen und zurückzahlen kann. Eine Analyse von Bettina Schulz, London.
Griechenland muss vor allem die Kapitalgeber überzeugen
FAZ, 24. Juni 2011 2011-06-24 11:35:53
Die griechische Schuldenkrise ist ein Drama mit sehr vielen Akten. Die Beteiligten haben nicht einmal die erste Zwischenpause erreicht. Der Höhepunkt, die Umschuldung, kommt erst noch. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der griechische Ministerpräsident Giorgios Papandreou gerade die Vertrauensfrage gewonnen hat.
Warum zahlen die EU und der Internationale Währungsfonds dennoch immer mehr Geld nach Athen? Warum kann nicht jetzt schon umgeschuldet werden, selbst wenn die Banken jammern? Der Knackpunkt ist, dass Griechenland es erst schaffen muss, wieder eigenständig an den Finanzmärkten Kapital aufzunehmen. Dies geht nur, wenn die Käufer von Staatsanleihen erkennen können, dass Griechenland ohne Schwierigkeiten seine Schulden bedienen und zurückzahlen kann. Nur wenn dies klappt, geben sich die Kapitalgeber mit Renditen zufrieden, die sich Griechenland auf Dauer leisten kann. Verlangen die Kapitalgeber jedoch eine hohe Risikoprämie, weil sie Griechenland nicht trauen, kann das Land nicht an die Kapitalmärkte zurückkehren. Es müsste letztlich Schulden aufnehmen, um Schulden zu bedienen. Griechenland wird aber einige Jahre brauchen, bis es die Kapitalgeber an den Märkten wieder überzeugt – auch wenn die EU und der IWF anderes erhoffen. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 23. Juni 2011
Date: 22-06-2011
Source: Technology Review
Subject: Nicholas Stern
Nicholas Stern
The World Bank’s former top economist took heat when he called for huge investments to head off climate change. Now he says he underestimated how much is needed.
The Stern Review, published five years ago this fall, framed the threat of climate change in stark, even shocking, economic terms. The 700-page analysis, which was commissioned by the U.K. government and authored by Nicholas Stern, an economic adviser to Prime Minister Tony Blair and a former chief economist of the World Bank, estimated that the costs of climate change, if not addressed, will be equivalent to losing 5 percent (and potentially as much as 20 percent) of the global gross domestic product (GDP) „each year, now and forever.“ Hundreds of millions of people could be threatened with hunger, water shortages, and severe economic deprivation. Climate change, Stern wrote, „is the greatest market failure the world has ever seen.“
The report concluded that staving off such crises would require immediate investments equivalent to 1 percent of global GDP over each of the next 10 to 20 years, before the window of opportunity to mitigate the biggest impacts of climate change closes. And it argued that governments need to set a price on carbon dioxide emissions, through either a tax, a trading scheme, or direct regulations. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 23. Juni 2011
Date: 22-06-2011
Source: SPIEGEL
The crisis in Greece has created a tight-rope walk for the future of the euro. If the euro-zone falls, fingers will likely be pointed squarely at Berlin.
Given that Germany is shouldering risk to the tune of hundreds of billions for a life-threatening euro crisis, it may seem absurd that Berlin is perceived abroad as ‘euro Nazis’ rather than as a benevolent leader. But should the common currency fail, Berlin will be to blame.
It is a surreal scenario. Gigantic risks. Staggering sums of money. The degree to which the political debate has become polarized is likewise unbelievable — both among European Union member states and within those societies themselves.
In the Greece of today, the government has to be protected from its own people. In the Netherlands and Finland, right-wing populist parties have made huge gains on terrain normally held by large, centrist parties. In Germany, Chancellor Angela Merkel isn’t even certain of a parliamentary majority when a second bailout package for Greece comes up for a vote. It is the kind of escalation that would have been unthinkable only a few years ago. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 23. Juni 2011
Author: Jose Vinals · June 20th, 2011 · RGE Economonitor
It was fitting that I should present our latest assessment of global financial stability in Sao Paulo, the financial center of one of the leading emerging economies. In common with many of its peers in Latin America, Brazil is recovering strongly from the crisis. But new financial stability challenges are emerging in this, and other fast-growing regions.
Let me start with three key messages:
- First, financial risks have increased since April.
- Second, as a result, policymakers in both advanced and emerging economies need to step up their efforts to preserve financial stability and safeguard the recovery.
- And third, we have entered into a new phase of the crisis – a political phase- when tough political decisions will need to be made, because the window for substantial policy action is closing. Time is of the essence.
Let me delve into the details of the increased financial stability risks, which have kept policymakers and investors, on the edge of their seats. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 23. Juni 2011
Author: Edwin Truman · June 21st, 2011 ·Peterson Institute
The euro area crisis is in its 18th month. The conflagration continues to blaze. Rather than constructing a firewall to protect euro area countries other than Greece, European authorities have allowed the flames to spread to Ireland and Portugal and threaten Spain as well. What went wrong? The leaders of the euro area have not applied two key lessons of crisis management: (1) use overwhelming force, and (2) ownership is everything.
Former Mexican president Ernesto Zedillo famously commented on the Mexican crisis of 1994-95, “Markets overreact, and that means that policy must overreact.” The implicit recommendation is to apply the Powell Doctrine, named after General (and former Secretary of State) Colin Powell, who enunciated it as chairman of the Joint Chiefs of Staff before the first Gulf War. (The doctrine was invoked as well by Ben Bernanke as chairman of the Federal Reserve and by Timothy Geithner as US Treasury Secretary in 2009.) Use overwhelming force in the form policy actions and necessary financing to convince markets that the problem has been addressed. European leaders have not done this. Instead, policymakers first criticize markets, credit agencies, and speculators with no effect. After some delay they apply a modest dose of financing and adjustment policies. Market sentiment improves marginally, but soon deteriorates further. Den Rest des Beitrags lesen »
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Geschrieben von hkarner am 23. Juni 2011
“The U.S. agency Moody’s announced today that it is evaluating a possible cut of the reliability of Italy as a debtor. Currently, Moody’s rating is Aa2; a future lowering, says the agency, cannot be excluded because of structural weaknesses, likely interest rate rises, and the risks associated the fiscal consolidation plan.”
Q.E.D. (Quod erat demonstrandum, see my post on Roubini.com of June 10)
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