Föhrenbergkreis Finanzwirtschaft

Nach den kristallklaren Aussagen des Föhrenbergkreises zur Finanzwirtschaft aus dem Jahr 1999 gibt es jetzt einen neuen Arbeitskreis zum Thema.

Archiv für Mai 2011

Schuldenkrise:Griechische EU-Kommissarin denkt über Euro-Austritt nach

Geschrieben von hkarner am 25. Mai 2011

Handelsblatt.com, 25/5

Die Debatte um Hilfen für das angeschlagene Griechenland erreicht einen neuen Höhepunkt. Erstmals wird auf griechischer Seite offen über ein Ende der Mitgliedschaft in der Währungsunion gesprochen.

AthenDie griechische EU-Kommissarin Maria Damanaki hat ihr Land in einem dramatischen Appell auf einen drastischen Sparkurs eingeschworen. „Ich bin gezwungen, offen zu reden“, sagte Damanaki am Mittwoch in Athen. „Entweder einigen wir uns mit unseren Schuldnern auf ein Programm mit brutalen Opfern, oder wir kehren zu Drachme zurück.“ Griechenland stehe an einem Scheideweg, sagte die in Brüssel für Fischerei und Maritime Angelegenheiten zuständige sozialistische Politikerin laut der halbamtlichen Athener Nachrichtenagentur weiter. Die größte Errungenschaft des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg, der Beitritt zur Eurozone, sei in Gefahr. Deshalb sei alles andere zweitrangig. Den Rest des Beitrags lesen »

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Don’t let another politician run the IMF

Geschrieben von hkarner am 25. Mai 2011

Rajan ist nicht irgendwer: Wurde von den Wirtschaftsspezialisten des „Economist“ als wichtigster Ökonom eingestuft, schrieb das „Business Book of the Year“ 2010 (Fault Lines), war Chefökonom des IWF (hfk)

By Raghuram Rajan

Published: May 19 2011 22 , FT

Following Dominique Strauss-Kahn’s resignation, the International Monetary Fund needs a new head. There is much talk of the candidate’s nationality but much less about another vital issue: that the fund’s next leader should not be an active politician.

The case for a politician, especially a European politician, at first seems strong. Many of the fund’s largest programmes are in Europe. The new head must enjoy the confidence of European leaders if they are to have hope of forging consensus among them. He or she also needs to understand the nuances of European politics, to avoid pressing for genuinely infeasible actions.

The most able candidates may even want the job as a path to political redemption, or a stepping stone towards higher office. Yet these are precisely the reasons why someone whose primary skill is political would be an unwise choice. The fund is designed to push tough policies to straighten out countries that have mismanaged finances, not win a popularity contest.

When it colludes with politicians to propose politically palatable programmes, the IMF fails in its proper role of reforming a country. It does a disservice to that nation’s citizens and private creditors, and to the taxpayers across the world who provide IMF funding. The fund plays its role better when it becomes the scapegoat politicians blame, rather than when it wants to be loved. Den Rest des Beitrags lesen »

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ECB’s Balance Sheet Contains Massive Risks

Geschrieben von hkarner am 24. Mai 2011

Date: 24-05-2011
Source: SPIEGEL
Subject: The Hidden Cost of Saving the Euro

ECB’s Balance Sheet Contains Massive Risks

While Europe is preoccupied with a possible restructuring of Greece’s debt, huge risks lurk elsewhere — in the balance sheet of the European Central Bank. The guardian of the single currency has taken on billions of euros worth of risky securities as collateral for loans to shore up the banks of struggling nations.

On the green fields near Carriglas, halfway between Dublin and Ireland’s west coast, the wind whistles eerily around rows of half-finished houses. Most of these buildings are roofless, leaving their bare walls unprotected against the elements. Even the real estate brokers’ for-sale signs and the project offices are gone. Hardly anyone in Carriglas believes that the houses will ever be finished.

There are many of these ghost towns in Ireland, including 77 in small County Longford alone, which includes Carriglas. They could end up costing German taxpayers a lot of money, as part of the bill to be paid to rescue the euro.

That bill contains many unknowns, but almost none of them is as nebulous as the giant risk lurking in the balance sheet of the European Central Bank (ECB), in Frankfurt. Many bad loans have now ended up on that balance sheet, including ones that were used to build houses like those in Carriglas and elsewhere. No one knows how much they are worth today — and apparently no one really wants to know. Den Rest des Beitrags lesen »

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Selbsternannter Musterschüler

Geschrieben von hkarner am 24. Mai 2011

Griechen-Scharfrichter Österreich mit Schönheitsfehler

Aus kaum einem anderen Land kommt so harte Kritik an den Euro-Krisenstaaten wie aus Österreich. Die Politiker der Alpenrepublik sehen sich als Europas Musterschüler. Dabei zeigt ein genauer Blick, dass auch in der Donaurepublik nicht alles Gold ist, was glänzt.

© Bild: 2011 Getty Images
FTD, 23-5
Aus kaum einem anderen Land kommt so harte Kritik an den Euro-Krisenstaaten wie aus Österreich. Die Politiker der Alpenrepublik sehen sich als Europas Musterschüler. Dabei zeigt ein genauer Blick, dass auch in der Donaurepublik nicht alles Gold ist, was glänzt. von Frank Bremser, Frankfurt
Wenn es um Kritik an den Sparbemühungen und der Haushaltslage in Griechenland oder Portugal geht, ist kaum jemand so harsch in seinem Ton wie der Chef der österreichischen Notenbank Ewald Nowotny . „Griechenland hat die Auflagen zuletzt offenbar nicht ausreichend erfüllt“, ließ er sich zuletzt zitieren – zu einem Zeitpunkt, als die Wortwahl anderer EZB-Funktionäre noch deutlich zurückhaltender war. Und auch als es um neue Hilfen für den Ägaisstaat ging, hielt der 66-Jährige mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. „Der erste Schritt muss auf der griechischen Seite sein. Erst wenn man hier eine klare Sicht hat, dann muss man überlegen, ob eventuell noch zusätzliche Ergänzungen zum bestehenden Programm notwendig sind.“

Ewald Nowotny Ewald Nowotny
Und nicht nur die Notenbanker der Alpenrepublik präsentieren sich derzeit als harte Hunde: „Bevor Griechenland die Hausaufgaben nicht macht, kann kein Geld fließen“, sagte Finanzministerin Maria Fekter. „Wenn man sich in den Euro hineingeschwindelt hat, muss man eben jetzt seine Hausaufgaben nachholen.“ Sie warf der Regierung in Athen vor, zu Privatisierungen bisher nur leere Versprechen abgegeben zu haben. Das Land verharre mit einem extrem hohen Staatsanteil in einer Wirtschaftsstruktur, wie sie Österreich in den 70er-Jahren aufgewiesen habe. Den Rest des Beitrags lesen »

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Schuldenkrise:Pleite-Signale lassen griechische Opposition kalt

Geschrieben von hkarner am 24. Mai 2011

Handelsblatt.com, 24-5

In Griechenland herrscht Dramatik pur: Moody’s warnt vor einem Dominoeffekt bei einer Pleite. Und auch die Athener Regierung gibt sich besorgt. Nur die Opposition bremst. Sie will sich Sparmaßnahmen verweigern.

BerlinDie Euro-Zone kommt kaum noch um neue Milliardenhilfen für Griechenland herum. Die Ratingagentur Moody’s warnte am Dienstag, bei der Alternative Staatspleite würden auch die Anleihen anderer Schuldensünder zu Ramsch. Die Regierung in Athen malte dramatische Konsequenzen an die Wand, falls der IWF und die Euro-Partner die Milliardenhilfen aus Unzufriedenheit mit dem Fortgang der Reformen stoppen sollten. Auf die konservative griechische Opposition kann sie sich bei der versprochenen Verschärfung des Sparkurses nicht stützen.

Ein Zahlungsausfall Griechenlands wäre für die Euro-Zone in höchstem Maße destabilisierend, warnte Moody’s-Experte Alastair Wilson. Spanien, Italien und Belgien fielen zwar nicht in die gleiche Kategorie wie Griechenland, sagte er Reuters. Doch dürften auch diese drei Länder danach einem erheblichen Druck der Kapitalmärkte ausgesetzt sein. Wie wahrscheinlich er eine Pleite einschätzt, sagte Wilson nicht. Die Schuldverschreibungen Griechenlands rangieren bei allen Ratingagenturen als riskant.

Um den Notfall zu verhindern, dringt die sozialistische Regierung auf die Auszahlung der Juni-Tranche von zwölf Milliarden Euro aus dem 110-Milliarden-Euro-Hilfsprogramm. Anderenfalls werde das Land seine Auszahlungen stoppen müssen, sagte Finanzminister Giorgos Papaconstantinou dem TV-Sender Skai: „Gehälter, Renten – alle Staatsausgaben werden nicht mehr erfolgen.“ Die Auszahlung der Tranche ist an die Einhaltung des mit IWF, EU und EZB vereinbarten Sanierungsprogramms geknüpft. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Mär vom deutschen Kapitalabfluss

Geschrieben von hkarner am 24. Mai 2011

Rettung Griechenlands

Wenn die Bundesrepublik den Griechen ein Darlehen gewährt, verknappt das nicht die heimische Kreditvergabe, wie Hans-Werner Sinn behauptet. Ein einfaches Beispiel widerlegt seine These.

© Bild: 2011 AFP

Kommentar, FTD

Wenn die Bundesrepublik den Griechen ein Darlehen gewährt, verknappt das nicht die heimische Kreditvergabe, wie Hans-Werner Sinn behauptet. Ein einfaches Beispiel widerlegt seine These. von Gustav Horn und Fabian Lindner

Gustav Horn ist Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Fabian Lindner ist Referatsleiter Arbeitsmarkt

Es gibt wieder einmal schlechte Nachrichten aus München. Wenn die Deutschen die Euro -Krisenstaaten stützen, um den Zerfall der Währungsunion zu verhindern, schneiden sie sich doppelt ins eigene Fleisch – behauptet zumindest Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Ifo-Instituts. Demnach tragen die Deutschen im Rahmen des Euro-Rettungsschirms nicht nur Kreditrisiken, sie leisten angeblich auch einem weiteren Nettokapitalexport Vorschub.

Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Institut Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Institut
Sinn behauptet seit Jahren, diesen Begriff, der in der Leistungsbilanz der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) auftaucht, müsse man wörtlich nehmen und als Indikator für Strukturprobleme begreifen. Durch Nettokapitalexporte, so Sinn, werde „frisches deutsches Sparkapital“ ins Ausland exportiert und fehle daheim für Investitionen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Greece Is in a Pickle

Geschrieben von hkarner am 23. Mai 2011

Author: Rebecca Wilder · May 19th, 2011 · RGE Monitor

There is growing discord between the ECB and national politicians over a ‘soft restructuring’ of Greek debt. The ECB doesn’t want it, while national policy makersgrapple over it.And just in case you were wondering what a soft restructuring actually is, Joseph Cotterill at FT Alphaville explains.

Beyond the gobbledygook restructuring talk is a simple story of incentives and the outlook for the Greek economy in the face of default. Over at Economonitor.com, Edward Hugh inquires just this as ‘after default, what next?’

Put another way, if the most valid argument against going back to the Drachma always was that this would imply default, now that default is coming, why not allow Greece to devalue?

His point is well taken, in my view. The problem is that Greece’s manufacturing sector is NOT competitive, nor will it be under even the most severe fiscal austerity measures…not to mention that the fiscal austerity measures make their problems worse by deepening the domestic recession. They need a currency devaluation in order to gain any sort of competitiveness back.

According to the Surveillance of Intra-Euro-Area Competitiveness and Imbalances (.pdf here), Greece faces the following:

In view of Greece’s weakened competitiveness in the euro area and its persistent current account deficit, adjustment in the context of the euro area would be facilitated by relative price and cost adjustments and a shift of resources from the nontradable to the tradable sector.

This is difficult to do without devaluation. And it’s not going to improve with a lower stock of debt (through restructuring)! Den Rest des Beitrags lesen »

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Is Italy Not Spain The Real Elephant In The Euro Room?

Geschrieben von hkarner am 23. Mai 2011

Author: Edward Hugh · May 22nd, 2011 , RGE Monitor

Looking through the latest round of EU GDP data, one thing is becoming increasingly obvious: when it comes to future monetary policy decisions at the ECB, and to exactly how many more interest rate hikes we are going to see, then the performance of the Italian economy is going to be critical. The growth pattern now is clear enough: Germany and France move forward at a lively pace, while the so called “peripheral” economies (Portugal, Ireland, Greece, and Spain) either remain in or continually flirt with recession. They are constrained by the combined burden of their lack of international competitiveness, their over-indebtedness and the contractionary impact of their austerity programmes.

In this sense, given its size, Italy is in a key position to tip the balance between core and periphery one way or the other. And the fact that, growth in the Italian economy seems once more to be grinding to a halt is not good news in this sense, with the quarterly gowth rate falling back from a quarterly 0.6% in Q2 2010, 0.5% in Q3, 0.1% in Q4 and 0.1% again in Q1 2011. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Brandstifter an der Spitze des Löschzuges (4) Unionsfraktionsvize trommelt für Josef Ackermann als IWF-Chef

Geschrieben von hkarner am 23. Mai 2011

von Dietmar Neuerer, Handelsblatt.com, 23/5

Entschuldigung, es ist wirklich nicht der 1. April! (hfk)

Merkel gerät in der IWF-Debatte zunehmend unter Druck. Nachdem sie offen Sympathie für Lagarde als neue Fonds-Chefin geäußert hat, gehen Unions-Politiker auf die Barrikaden und fordern einen eigenen Personalvorschlag.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Quelle: REUTERS

Düsseldorf. In den Koalitionsfraktionen gibt es deutlichen Unmut über den mangelnden Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für einen deutschen Kandidaten für den IWF-Chefposten. „Die Bundesregierung sollte auch über einen Deutschen an der IWF-Spitze nachdenken“, sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs Handelsblatt Online. „Es könnte auch jemand aus dem deutschsprachigen Raum sein: Herr Ackermann wäre eine exzellente Wahl“, betonte der CDU-Politiker. „Wenn jemand ökonomischen Sachverstand und internationale Erfahrung hat, dann gerade auch der Deutsche-Bank-Chef.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Man schlägt die Griechen und meint den Sozialstaat

Geschrieben von hkarner am 23. Mai 2011

13. Mai 2010, 18:07, derstandard.at

  • Artikelbild: Wall-Strasser: Angriff auf das  europäische  Wohlfahrtssystem. - Foto: ÖGB

    Wall-Strasser: Angriff auf das  europäische  Wohlfahrtssystem.

Von falschen Schuldzuweisungen und notwendigen Tabubrüchen in der Debatte um das hellenische Finanzdebakel – Von Sepp Wall-Strasser

Es ist, also wohnte man einem rituellen Schlachtopfer bei: Da wird uns ein Land vorgeführt, welches alle Übel und Krankheitserreger der Zeit in sich trägt – korrupt bis in die Knochen, faul, verschlagen, verschwenderisch. Ganze Heerscharen von Staatsbeamten liegen dem Staat auf der Tasche, die halbe Bevölkerung lebt in Pension, kein Wirt zahlt Steuern – ein Abschaum von Land! Sogar Investmentbanker ekelt es noch beim Aussprechen des Urteils: „Griechenland hat über seine Verhältnisse gelebt!“  In seiner öffentlichen Strafung wird Heilung für ganz Europa liegen.

Sündenbockphänomene treten vor allem in religiös-ideologisch fundierten Gesellschaften auf, die stark dazu neigen, ihre eigenen Grundfesten zu tabuisieren. Das Opfern des Sündenbocks hat die Funktion, nichts am System ändern zu müssen, sondern die bedrohte Ordnung wieder herzustellen. Erstaunlich, wie das auch im angeblich säkularen Informationszeitalter funktioniert. Mystifizierungen, Halbwahrheiten und offene Lügen setzen sich als politische Kategorien durch. Welche Tatsachen werden am Beispiel Griechenland im öffentlichen Diskurs tabuisiert?

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